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Wechsel: Nordamerikanische Organisation steigt aus12.01.2021, 12:35

Team Envy setzt Legija und restliches Team auf Transferliste

Team Envy verabschiedet sein Counter-Strike-Team. Der Chef der Organisation schließt eine Rückkehr nicht aus.



Nikola 'LEGIJA' Ninic hat keine Zukunft bei Team Envy. Die nordamerikanische Organisation hat am Montag seinen Ausstieg aus dem professionellen Counter-Strike bekanntgegeben. Envy-Besitzer Mike Rufail nennt finanzielle Gründe für das Ende des Lineups. Betroffen davon sind neben LEGIJA die Spieler Michał 'MICHU' Müller, Bugra 'Calyx' Arkin, Noah 'Nifty' Francis und Thomas 'Thomas' Utting sowie Trainer Jakub 'kuben' Gurczynski.

Investition von zwei Millionen US-Dollar

Überraschend ist der Ausstieg hinsichtlich der Investition in die Serie Flashpoint. Team Envy gehört zu den Gründungsmitgliedern und tätigte 2020 eine Investition von zwei Millionen US-Dollar. Mike Rufail bekräftigte erst im November auf Twitter, dass Envy weiter in Counter-Strike aktiv sein werde und sogar mehr investieren wolle.


Nun folgt die Kehrtwende mit der Entlassung der Spieler und des Trainers. Der Envy-Besitzer sagt, dass jedes CS-Team aktuell Geld verbrenne, außerdem habe sein Roster nicht besonders gut performt. Die Organisation Envy erklärte am Montag zudem in einem Statement, dass Gespräche mit Valve und B Site fortgesetzt würden, um eine Verbesserung der professionellen Wettbewerbszene zu erreichen.


Viele Gelegenheiten, sich auszuzeichnen, hatte das Lineup in der vergangenen Saison nicht. Beispielsweise nahm das Envy in der zweiten Saisonhälfte lediglich bei Flashpoint Season 2 teil. Dort gelang dem Qunintett ein Sieg in vier Spielen und es sprang ein enttäuschender geteilter siebter Platz heraus. Nun stehen die Profi nebst Coach auf der Transferliste und können sich nach neuen Arbeitgebern umsehen.

Foto: Adela Sznajder/DreamHack


Geschrieben von swayzay

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Kommentare


#1
MarsYoo schrieb am 12.01.2021, 13:14 CET:
Aufm Papier eigentlich ein ziemlich starkes Roster. Dass es sich finanziell nicht rentiert hat ist nicht verwunderlich, wenn man binnen eines halben Jahres nur ein tournament spielt lul
#2
DoppelEben schrieb am 12.01.2021, 15:52 CET:
Wie konnte es eigentlich dazu kommen, dass aus einem Spiel, welches jeder Hans Muster von zuhause aus spielen kann, ein Sport geworden ist mit Teams, welche Millionenbeiträge verbrennen jedes Jahr? Klar. Verloren ist das Geld nicht. Ist ja in die neugeschaffene Branche gepumpt. Trotzdem: Bei einem Fussballverein ist klar, da kostet das Stadion/Platz usw. im Unterhalt Geld etc. - aber bei einem Game dürften sich die realen kosten, welche über das Minimum zum Spielen ausgehen, überschaubar bleiben. Zumal sich ein Team auch gut ein Teamhaus leisten kann und jeder so gesehen sogar noch günstiger lebt als wenn er einem "9-5" Job nachgehen würde und alleine lebt.
Wie also verbrennen diese Teams solche Unsummen jenseits dessen was die meisten von uns jemals vor sich liegen hatten? Abgesehen von Lizenzzahlungen wie für die Flashpoint o.ä. fallen ja aktuell nichtmal mehr die Flüge & Hotels an, da man die Preisgelder online abstauben kann?
Seit Jahren hört man, dass eigentlich alle Topteams rote Zahlen schreiben. Trotzdem überbieten sich die Teams mit Transfers- und Gehaltszahlungen. Da schafft sich eine Szene mit aktuell noch genügend Atem langsam aber sicher selber ab....
#3
McBudaTea schrieb am 12.01.2021, 18:40 CET:
Der Hauptpunkt sind halt die Gehälter. Wenn man Cloud9 (welche ja Teil der Zahlen offen gelegt haben( als Beispiel nimmt, dürfte die billigsten Spieler (Floppy und Mezii) um die 12.000$ pro Monat bekommen während es3tag 44.000$ pro Monat bekommt. Auch wenn wir sagen, dass die Spieler von Envy (einer relativ großen Org), rund 10.000$ pro Monat bekommen (könnte mehr sein), dann wäre es pro Jahr 600.000$ für alle 5 Spieler. Dazu kommen noch der Coach und ggf. Dinge wie Manager, Sportpsychologen, Ernährungsberater, Personen, welche sich um die Mediendarstellung kümmern, etc. (Sicherlich geteilt über die gesamte Org) Auch ein Teamhaus für 5-6 Personen kann, mit allem drum dran durchaus ein paar Tausend $ pro Monat kosten. Zusätzlich fallen noch Kosten für Dinge wie z.B. Bootcamps an.
#4
Richierb schrieb am 12.01.2021, 18:43 CET:
McBudaTea schrieb:
Der Hauptpunkt sind halt die Gehälter. Wenn man Cloud9 (welche ja Teil der Zahlen offen gelegt haben( als Beispiel nimmt, dürfte die billigsten Spieler (Floppy und Mezii) um die 12.000$ pro Monat bekommen während es3tag 44.000$ pro Monat bekommt. Auch wenn wir sagen, dass die Spieler von Envy (einer relativ großen Org), rund 10.000$ pro Monat bekommen (könnte mehr sein), dann wäre es pro Jahr 600.000$ für alle 5 Spieler. Dazu kommen noch der Coach und ggf. Dinge wie Manager, Sportpsychologen, Ernährungsberater, Personen, welche sich um die Mediendarstellung kümmern, etc. (Sicherlich geteilt über die gesamte Org) Auch ein Teamhaus für 5-6 Personen kann, mit allem drum dran durchaus ein paar Tausend $ pro Monat kosten. Zusätzlich fallen noch Kosten für Dinge wie z.B. Bootcamps an.


+
#5
DoppelEben schrieb am 12.01.2021, 20:21 CET:
McBudaTea schrieb:
Der Hauptpunkt sind halt die Gehälter. Wenn man Cloud9 (welche ja Teil der Zahlen offen gelegt haben( als Beispiel nimmt, dürfte die billigsten Spieler (Floppy und Mezii) um die 12.000$ pro Monat bekommen während es3tag 44.000$ pro Monat bekommt. Auch wenn wir sagen, dass die Spieler von Envy (einer relativ großen Org), rund 10.000$ pro Monat bekommen (könnte mehr sein), dann wäre es pro Jahr 600.000$ für alle 5 Spieler. Dazu kommen noch der Coach und ggf. Dinge wie Manager, Sportpsychologen, Ernährungsberater, Personen, welche sich um die Mediendarstellung kümmern, etc. (Sicherlich geteilt über die gesamte Org) Auch ein Teamhaus für 5-6 Personen kann, mit allem drum dran durchaus ein paar Tausend $ pro Monat kosten. Zusätzlich fallen noch Kosten für Dinge wie z.B. Bootcamps an.


Ja klar - aber wie kommen diese Gehälter zustande? Die Gehälter sollten doch theoretisch abzüglich eines unbekannten Faktors den zu erwartenden Gewinn widerspiegeln. Also bei deinen 600.000$ pro Jahr musste man doch zum Zeitpunkt der Vertragsunterschrift davon ausgehen, dass die Spieler ein Mehrfaches dieser 600k$ wieder einspielen. Durch welche Turniere etc. soll das bitteschön geschehen?

Faustregel schrieb:
Faustregel: In Dienstleistungsbetrieben und bei Unternehmen ohne nennenswerte variable Kosten ist es meist ausreichend, wenn jeder Mitarbeiter etwa das 2-fache seiner Personalkosten an zusätzlichem Umsatz erwirtschaftet.


Inwiefern sich diese Faustregel auf eSport ummünzen lässt, keine Ahnung. Aber wenn man mal davon ausgeht müssten die Spieler als Team pro Jahr 1,2mio (oder sinds 600k +1,2mio zusätzlich?) Umsatz erwirtschaften. Ein Grossteil dürfte bei den Teaminternen Berechnungen vermutlich auf merchandise fallen - und da müsste doch selbst in online-only Zeiten der Rubel rollen??? Wo also werden soviele rote Zahlen generiert? Mit was wurden bzw. werden denn solche Gehälter gerechtfertigt? "because we can"?

Wäre mal interessant alle aktuell bekannten Spielergehälter zusammenzurechnen, wäre interessant was bei "Gehalt Team insgesamt" T1/T2 und "Gehalt Region" T1/T2 rumkommt und dann wahrscheinlich der overkill "Weltweite Gehälter" T1/T2

Dürfte wahrscheinlich in keinem Verhältnis zu den überhaupt erspielbaren Preisgeldern stehen.
#6
McBudaTea schrieb am 13.01.2021, 00:44 CET:
Preisgelder dürften für die Orgs effektiv so gut wie keine Rolle, weil die Gewinne aus den Turniere soweit ich weiß (fast) vollständig zu den Spielern gehen. Die Einnahmen der Orgs dürften hauptsächlich über Sponsoren + Beteiligung aus den Ligen kommen.

Für Astralis, welche als Aktiengesellschaft ihre Finanzen öffentlich zeigen muss, waren 2019 nur 10% ihrer Einnahmen aus Merchandise + Sticker, 54% kommt von Sponsoren und 36% aus Preisgeldern + Beteiligung an Tunieren/Ligen. Diese Zahlen sind für Astralis als ganzes, aber ich würde mal vermuten, dass diese für CS:Go ähnlich sein dürften. In der erste Hälfte von 2020 hat Astralis rund 5 Millionen € Verlust gemacht.

Die Orgs (und auch die Turnierorganisatoren, ESL/Dreamhack sind ja auch nicht profitabel) spekulieren wahrscheinlich mehr oder weniger darauf, dass in den nächsten Jahren E-Sport als ganzes bzw. CS:GO in speziellen in den nächsten Jahren so groß wird, dass die Übertragungsrechte für Ligen etc. extrem viel Geld einbringen kann (genauso wie über Sponsoren), wie dies bei konventionellen Sport der Fall ist.
#7
1HeinRich1 schrieb am 13.01.2021, 06:20 CET:
McBudaTea schrieb:
Die Orgs (und auch die Turnierorganisatoren, ESL/Dreamhack sind ja auch nicht profitabel) spekulieren wahrscheinlich mehr oder weniger darauf, dass in den nächsten Jahren E-Sport als ganzes bzw. CS:GO in speziellen in den nächsten Jahren so groß wird, dass die Übertragungsrechte für Ligen etc. extrem viel Geld einbringen kann (genauso wie über Sponsoren), wie dies bei konventionellen Sport der Fall ist.


Halte ich für schwierig. In der Öffentlichkeit hat sich fast nur der Fussball durchgesetzt. Andere Sportarten sind zwar auf einen guten Weg, allein fehlt mir aktuell die Vorstellungskraft wie der E-Sport es auf so eine Reichweite wie "nur" Handball schaffen soll. Gerade in der öffentlichen Wahrnehmung findet E-Sport leider nicht statt.
#8
chibiribiri schrieb am 13.01.2021, 08:59 CET:
1HeinRich1 schrieb:
Halte ich für schwierig. In der Öffentlichkeit hat sich fast nur der Fussball durchgesetzt. Andere Sportarten sind zwar auf einen guten Weg, allein fehlt mir aktuell die Vorstellungskraft wie der E-Sport es auf so eine Reichweite wie "nur" Handball schaffen soll. Gerade in der öffentlichen Wahrnehmung findet E-Sport leider nicht statt.


Ich glaube, man hofft hier auf das Internet. Allerdings sehe ich das ähnlich wie: Mir fehlt auch sämtliche Vorstellungskraft, dass eSport jemals derart durch die Decke gehen wird, wie scheinbar durch die Organisationen und Sponsoren spekuliert.
Es ist für mich auch nicht nachvollziehbar, warum scheinbar sämtliche Preisgelder komplett in die Taschen der Spieler fließt, wenn diese von der Orga sogar ein Gehalt bekommen. Normal müsste das Geld entweder komplett zur Orga (und in den Verträgen eben entsprechende Erfolgsprämien zum Grundgehalt verankert sein) oder eben eine Aufteilung 70:30, 60:40, 50:50 - whatever.

Mal sehen wann die Blase platzt.

Ich glaube allerdings auch, dass die aktuelle Situation schon schmerzt. Online bringt zwar Geld und man spart sich Reisekosten & Co... auf der anderen Seite fehlen auch die großen LANs mit den dicken Preisgeldern.
#9
DoppelEben schrieb am 13.01.2021, 09:54 CET:
chibiribiri schrieb:

Ich glaube allerdings auch, dass die aktuelle Situation schon schmerzt. Online bringt zwar Geld und man spart sich Reisekosten & Co... auf der anderen Seite fehlen auch die großen LANs mit den dicken Preisgeldern.


Wenn die Preisgelder ja sowieso vollumfänglich an die Spieler gehen, kanns ja nicht daran liegen, dass die Teams so tiefrote zahlen haben.
#10
chibiribiri schrieb am 13.01.2021, 11:41 CET:
Auch wieder wahr. Ich vermute allerdings, dass die Orgas gerade mit dem "Vorort"-Merchandising auch gut mitverdienen und die Zuwendungen von Sponsoren höher sind. Eine LAN hat ja noch einmal eine größere Aufmerksamkeit, als ein Onlineturnier, wo im Stream ja eher die Sponsoren des Veranstalters zu sehen sind. Die "Bildschirmzeit" und der Werbeeffekt durch die Teams selber dürfte da geringer sein.
Alles Vermutungen. Ich bin nicht im Geschäft drin. Von Außen betrachtet wirkt das allerdings schon wie eine enorme Spekulationsblase.
 

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