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Stammzellenspende: Wieso, weshalb, warum?



#1 vor 3 Jahren
7ieben Threadersteller Projektleitung 3832 Beiträge
Guten Abend liebe Community,
aus - leider - aktuellem Anlass wende auch ich mich mal mit einem großen Herz an euch. Die folgenden Zeilen will ich nutzen, um euch kurz zu erklären, was eine Stammzellenspende überhaupt ist und wieso jeder von uns darüber nachdenken sollte, sich registrieren zu lassen - sofern er das nicht schon längst getan hat.

Blutkrebs: Was ist das überhaupt?
Leukämie umfasst eine größere Gruppe der Krebserkrankungen. Bei dieser Art der Krebserkrankungen liegt eine Fehlfunktion in der Blutbildung, ausgehend vom Knochenmark durch Fehlschaltung bestimmter Gene vor - daher auch die umgangssprachliche Bezeichnung des Blutkrebses. Jeden kann diese Erkrankung also treffen.
Quelle: netdoktor.com/krankheiten/leukaemie (Stand: 28.11.16)

Warum ist das so schlimm, und was habe ich damit zu tun?
Die Symptome sind vielfältig und können eine große Qual sowie Einschränkung für den Patienten bedeuten. Diese umfassen Zustände wie Blässe und Fieber über Leistungsminderung und Herzrasen hin bis zum Tode des Patienten. Die Behandlung kann trotz fortschreitender Forschung und immer besseren medizinischen Standards sehr langwierig und belastend für den Patienten sein. Neben den wohl bekannteren Chemo- und Strahlentherapien gehören hier auch die sog. Knochenmarkspende/ Stammzellenspende zu den Möglichkeiten. Und genau hier kommen wir ins Spiel.
Quelle: netdoktor.com/krankheiten/leukaemie/symptome (Stand: 28.11.16)

Was ist eine Stammzellenspende/ Knochenmarkspende?
Wie bereits gesagt, kann die Stammzellen- bzw. Knochenmarkspende als Teil der Behandlung fungieren. Hierzu werden die Stammzellen des Spenders entnommen und dann dem Empfänger übertragen. Dies wurde früher meist durch eine Knochenmarkspende (operativ) getan. Heutzutage wurde diese Art weitestgehend von der Stammzellenspende via Blutentnahme abgelöst. Dieser Vorgang wird selbstverständlich ärztlich begleitet und für ggf. Verdienstausfall wird auch entschädigt.
Quelle: netdoktor.com/krankheiten/leukaemie/behandlung (Stand: 28.11.16)

Ich habe noch Fragen!
Dann fühle dich frei, deine Fragen hier zu stellen. Ich werde mir größte Mühe geben, die Antworten oder zumindest eine geeignete Adresse zu finden. Weiter kann ich auf den FAQ der DKMS verweisen: DKMS: Häufige Fragen

Besten Dank für eure Aufmerksamkeit,
7ieben

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WICHTIG: Ich bin weder Arzt noch habe ich eine medizinische Ausbildung. Es geht mir schlicht um ein kurzes Appell, welches ich möglichst allgemeinverständlich formulieren wollte. Für fachkundigere Auskunft verweise ich auf die Quellen-Links sowie den Arzt des Vertrauens.
bearbeitet von 7ieben am 30.11.2016, 23:40
#2 vor 3 Jahren
bNe-.- 25 Beiträge
Darf selbst leider nicht spenden, dennoch sehr informativ!
+1
#3 vor 3 Jahren
clutchnH 500 Beiträge
Kann ich nur unterstützen. Gleiches gilt auch fürs normale Blutspenden !
#4 vor 3 Jahren
remi. 948 Beiträge
Darf auch selbst nicht spenden da ich ebenfalls an Krebs erkrankt bin/war.

Aber coole Sache und informativ das ganze! :)
#5 vor 3 Jahren
Lukas_L99 445 Beiträge
Guter Beitrag, werde demnächst Blut und evtl auch Stammzellen spenden. Kann man das kombinieren?
#6 vor 3 Jahren
PLAN B 27 Beiträge
bNe-.-:Darf selbst leider nicht spenden, dennoch sehr informativ!
+1



reMiw0w:Darf auch selbst nicht spenden da ich ebenfalls an Krebs erkrankt bin/war.

Aber coole Sache und informativ das ganze! :)


Same. Push für diesen Post. Gute Aktion!
#7 vor 3 Jahren
MomentuM- Moderator 3532 Beiträge
hab auch schon gespendet. Kostet euch keine 30 min und es kann ein Menschenleben retten. Das sollte es wert sein ;)
#8 vor 3 Jahren
WashDaLosmD 90 Beiträge
Lukas_L99:Guter Beitrag, werde demnächst Blut und evtl auch Stammzellen spenden. Kann man das kombinieren?


Bei meiner ersten Blutspende war da so ein Typ der für Stammzellenspende geworben hat. Die haben dann einfach noch ein Rörchen mit Blut abgenommen und das wird dann untersucht für die Stammzellenspende. Musst nur nen Formular ausfüllen und das wars.
Hab vorgestern nen Brief diesbezüglich bekommen und erst 39 Mio Menschen weltweit sind Stammzellenspender. Finde das bei 6Mrd. relativ wenig, deswegen macht das alle. Sich einzutragen tut nicht weh ;)
Gleiches gilt mit dem Organspendeausweiß!!
#9 vor 3 Jahren
Dionisio 0 Beiträge
Netter Beitrag 7.
Ich Spende selber jeden zweiten Monat Blut ohne Taschengeld :-P
#10 vor 3 Jahren
Bibi Blocksberg 0 Beiträge
Spende regelmäßig Blut, registriert für Stammzellenspende bin ich auch. Und nach meinem Tod stelle ich Organe zur Verfügung.
Ist für mich selbstverständlich sowas.
#11 vor 3 Jahren
KINGd1zzY 1056 Beiträge
Bin seit 3 Jahren bei DKMS registriert. Bisher konnte ich leider noch niemandem helfen :/
#12 vor 3 Jahren
DrLagAlot 128 Beiträge
@KINGd1zzY

Sei froh, mittlerweile wurde schon fast überall auf Knochenmarksentzug mittels G-CSF (Ein Hormon das bewirkt, dass Knochenmark in das Blut gerät, um es dann herausfiltern zu können) umgestellt ;) Vor 2-3 Jahren hätte das ganze für dich mit hoher Wahrscheinlichkeit enorme Schmerzen bedeutet!

Die Wahrscheinlichkeit, dass man überhaupt mal für eine Person als Spender in Frage kommt, ist äußerst gering. Nur ein sehr geringer Anteil wird je hierzu herangezogen. Darum ja auch die Dringlichkeit, dass man eine möglichst große Basis an Spender aufstellt.

Und nun zu 7ieben!

Ich finde es toll, dass du dir die Mühe gemacht und eine gute Übersicht zusammengestellt hast! Ich darf leider auch nicht spenden, weder Blut/Plasma, noch Stammzellen. Aber, es gibt auch viele andere Möglichkeiten Mitmenschen zu helfen, wenn auch nur postum ;)

Ich z.B. werde meinen Körper für Forschungszwecke zur Verfügung stellen, sollte mir etwas passieren. Bei Organen muss ich mich noch erkundigen, wie das geregelt wurde. Organspendeausweis hab ich und das ganze war ja ansich eine Unterschrift. Aber ich schätze mal, um ein funktionierendes Organ zu bekommen, werden den Ärzten mein Heuschnupfen, sowie Neurodermitis egal sein. Vorrausgesetzt es ist wirklich dringend und der Patient ist ansich stabil, oder leidet gar sowieso bereits an den selben Symptomen :P

Bei Blut weiß ich bei mir, dass es darum geht, dass der Patient sowieso schon geschwächst ist, und dann nicht auch noch evtl mit zusätzlichen Erkrankungen/Histaminen in Kontakt kommen soll.
bearbeitet von DrLagAlot am 01.12.2016, 11:33
#13 vor 3 Jahren
7ieben Threadersteller Projektleitung 3832 Beiträge
Vorab ein allgemeines Danke für das positive Feedback und das Engagement, das einige hier mitbringen. Das lässt die Lichtblicke doch nicht erlöschen. ;)

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Lukas_L99:Guter Beitrag, werde demnächst Blut und evtl auch Stammzellen spenden. Kann man das kombinieren?


Soweit mir bekannt, halte ich das für nicht möglich oder sinnvoll. In jedem Fall ist dies nämlich eine belastende Prozedur für den Körper - siehe hierzu auch den Beitrag von DrLagAlot [Zitat im Spoiler]. Ich kann hierzu aber gerne nächsten Mittwoch mal den Arzt fragen, und seine Antwort dann hier weitergeben. :)
Spoiler


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ps. Und selbstverständlich auch alles Gute an Betroffene! :)
#14 vor 3 Jahren
Troxx 201 Beiträge
Stäbchen rein - Spender sein! Für mich selbsverständlich! Schön das auch hier dazu aufgerufen wird. Ich hoffe das sich einige mit dem Thema auseinander setzen/ gesetzt haben.

Mein Bruder brauchte als kleines Kind selbst eine Spende und hat diese bekommen. Die Regestrierung geht so schnell und unkompliziert. Eine Sache von 5 Minuten.

FaceIT-Match suchen -> bis zum Start habt ihr alles erledigt, könnt den Umschlag am Folgetag zur Post bringen und seid Spender.
#15 vor 3 Jahren
fuNNa 0 Beiträge
Oh Gott. Bei solchen Themen kann man wieder mega die Ethik-Diskussion lostreten, aber Respekt an jeden der das macht.
#16 vor 3 Jahren
SenSSeNN 572 Beiträge
nein danke. alles muss man ja auch wieder nicht mitmachen^^
#17 vor 3 Jahren
Destillator 303 Beiträge
Ich halte es für das Normalste, Menschen in Not zu Helfen. Sei es durch eine Stammzellenspende, BLutspende, Organspende und und und.... Jeder sollte sich darüber mal Gedanken mach. Uns in Europa geht es vergleichsweise echt super, dennoch sind wir auf solche Spenden angewiesen. Organspende ist für mich schon beschlossene Sache, uns selber kann es auch einmal treffen!

Spoiler
#18 vor 3 Jahren
marc_ 1207 Beiträge
Wer nicht direkt spenden will kann sich bei der DKMS auch einfach nur typisieren lassen. Man wird dann in die Datenbank aufgenommen, und falls es einen konkreten Fall gibt, bei dem man Spender sein könnte, wird man kontaktiert.

Das Formular kann man online ausfüllen, bekommt das Stäbchen nach Hause, kurz durchn Mund fahren, ab ins Tütchen und wegschicken. Aufwand von einer Minute + den Weg zur Post, aber das kann man ja auch mitnehmen, wenn man eh gerade dorthin muss.

Thema Organspende: Da das Papierding immer zerfleddert, ist es ziemlich praktisch sich z.B. hier eine bedruckte Plastikkarte zu bestellen. Das Ding an sich ist kostenlos, man muss nur das Porto (70ct) bezahlen.
bearbeitet von maarc_ am 03.12.2016, 11:07
#19 vor 3 Jahren
7ieben Threadersteller Projektleitung 3832 Beiträge
SenSSeNN:nein danke. alles muss man ja auch wieder nicht mitmachen^^


Sage das noch mal, wenn du mit Krebs an zig Kabeln hängst. ;)
Nicht, dass ich das auch nur irgendwem Wünsche, aber eine Gesellschaft lebt (im wahrsten Sinne) durch das Miteinander. Und genau hier ist fünf Minuten Aufwand und !möglicherweise! Tage, die aber sogar entschädigt werden, doch wohl ein Menschenleben mehr als Wert. Außer natürlich du kannst guten Gewissens behaupten, dass dir in Lebensnot auch niemand helfen sollte. ;)
maarc_:Wer nicht direkt spenden will kann sich bei der DKMS auch einfach nur typisieren lassen. Man wird dann in die Datenbank aufgenommen, und falls es einen konkreten Fall gibt, bei dem man Spender sein könnte, wird man kontaktiert.

Das Formular kann man online ausfüllen, bekommt das Stäbchen nach Hause, kurz durchn Mund fahren, ab ins Tütchen und wegschicken. Aufwand von einer Minute + den Weg zur Post, aber das kann man ja auch mitnehmen, wenn man eh gerade dorthin muss.

Thema Organspende: Da das Papierding immer zerfleddert, ist es ziemlich praktisch sich z.B. hier eine bedruckte Plastikkarte zu bestellen. Das Ding an sich ist kostenlos, man muss nur das Porto (70ct) bezahlen.


Sehr gute Ergänzung, danke!
#20 vor 3 Jahren
0o_no_limit_o0 11 Beiträge
Ich kann 7 nur zustimmen. Auch ich bin als Spender registriert.
Manchmal ist es doch so einfach ein Menschenleben zu retten.
Wie hier auch schon gesagt, die Registrierung dauert vielleicht 3 Minuten, online, wo wir eh alle zu finden sind. Einfacher als dort geht es schon fast gar nicht.

Euch noch eine schöne Weihnachtszeit und vor allem einen schönen 2. Advent.
#21 vor 3 Jahren
SIGNALTRANSM... 104 Beiträge
Kann ich auch bloß jedem empfehlen. Habe im März selber Stammzellen an einen Franzosen gespendet, der mir danach auch einen Brief geschrieben hat, dass es ihm sehr geholfen hat und er nun wieder auf dem Weg der Besserung ist.

Das ist natürlich ein tolles Gefühl und der Aufwand ist nicht allzu groß. Wenn man in Frage kommt gibt es eine sehr genaue ärztliche Untersuchung und ab 5 Tage vor der Spende muss man sich selber (oder durch jemand anderen) noch Spritzen setzen, damit die Stammzellen ins Blut übergehen (nur bei Entnahme über Blut)

Am Tag der Spende nimmt man dann in einem bequemen Stuhl oder Bett Platz, wird an die Maschine angeschlossen und schaut Filme oder hört Musik, bis das Ganze erledigt ist. Bei mir hat es 3:30h gedauert, das ist dann ähnlich einer Blutspende, nur man hat in beiden Armen eine Nadel und es dauert eben länger.

Wer noch mehr wissen will, kann gerne fragen. Man muss davor echt keine Angst haben, es ist kaum unangenehm und den geringen Aufwand natürlich wert.
#22 vor 3 Jahren
7ieben Threadersteller Projektleitung 3832 Beiträge
Update:
Die Typisierung zur Stammzellenspende sowie zur Blutspende und die Blutspende selbst wurden in einem Wisch erledigt. Da kann man sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - das Nervigste war tatsächlich das Ausfüllen des Fragebogens. :D

Nachdem das Formelle erledigt wurde, folgte ein kurzer Check beim Arzt und nach kaum 15 Minuten (inkl. Wartezeit) saß ich dann schon bei der netten Schwester auf der Liege. Diese hat mir alles noch mal erklärt, Formalitäten gegengeprüft und dann gings schon los. Nach ca. zehn bis fünfzehn war ich dann auch schon wieder fertig. Danach gab es Tee, Cola, Brötchen, Suppe, [...].

Den restlichen Tag über fühlte ich mich fit (verzichtete auf fettiges Essen, erwähnenswerte körperliche Anstrengung und Konsum von Alkohol, Koffein, etc.) und konnte nicht klagen. Einzig im Arm spürte ich ein paar Stunden später beim Beugen noch leichte Schmerzen ähnlich wie nach einer Impfung. Heute (Folgetag) fühle ich mich auch uneingeschränkt fit.

Soweit meine Erfahrungen. Bei Fragen einfach fragen.
Grüße

Spoiler
bearbeitet von 7ieben am 08.12.2016, 13:58
#23 vor 3 Jahren
7ieben Threadersteller Projektleitung 3832 Beiträge
Kleines Update an alle Interessierten aus eigener Motivation:

Explizit können Typisierungswillige mit und ohne Blutspende zu folgenden Terminen kommen;
12.01.2017
Donnerstag
15:00 - 19:00 Uhr
Blutspende
Berlin
12055 - Neukölln
Bus Neuköllner Tor , Karl-Marx-Str. 231-235

13.01.2017
Freitag
10:00 - 19:00 Uhr
Blutspende
Berlin
10178 - Mitte
Bus am Alexanderplatz , Dircksenstr. 117

16.01.2017 BIS 20.01.2017
Montag-Freitag 10:00 - 19:00 Uhr
Blutspende
Berlin
13187 - Pankow
Rathaus-Center Pankow , Breite Str. 18

Voraussetzung zur Typisierung: 18-54 Jahre jung, gesund, fester Wohnsitz in Deutschland, Personalausweis mitbringen, keine Doppelregistrierungen!

Quelle: Facebook (Gruppe)
Für alle Nicht-Berliner: DRK: Terminübersichtportal
bearbeitet von 7ieben am 12.01.2017, 17:11

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