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Interview: Marco Grimm nach der NorthCon 2013 im Gespräch10.12.2013, 20:30

Marco Grimm: Es ist immer eine Sache, die mit Sponsoren zusammenhängt

Nach der NorthCon 2013 hatten wir die Chance mit dem Geschäftsführer Marco Grimm zu sprechen. Er gibt uns einen kleinen Einblick, was sich alles hinter den Kulissen der wohl größten deutschen LAN-Party abspielt und sprechen über mögliche Veränderungen im Jahr 2014.



Hallo Marco, die NorthCon 2013 ist nun am letzten Wochenende zu Ende gegangen. Erzähl uns doch einfach was sich im Vergleich zur NorthCon 2012 alles verändert hat.

Marco Grimm: Die NorthCon 2012 war eher die Ausnahme. Dort hatten wir eine starke Trennung, zwischen der normalen LAN-Party und der eSports ARENA. Wobei die eSports ARENA Ausstellung und Preisgeldturnier zugleich war. In diesem Jahr ist dies alles wieder zusammengerückt, dass heißt die Aussteller und das Preisgeldturnier sind in die Veranstaltung voll integriert. Mit den 25.000 USD Preisgeld im StarCarft II Turnier war es nach NorthCon Maßstäben das wohl erfolgreichste Preisgeldturnier in diesem Jahr. Es übertrifft vom Aufwand her gesehen sogar die beiden Preisgeldturniere aus dem letzten Jahr.


Was vielleicht viele interessieren wird. Wie bist du zu der Arbeit als Veranstalter solcher Events gekommen?

Ich mache diese Arbeit schon seit mehr als 16 Jahren. Zu meinen Anfängen im Jahre 1997 musste man halt LAN-Partys veranstalten. Ich bin dann einfach in diesen Job hineingerutscht. Mit der Zeit wurde dies dann immer größer und größer. Nun sind wir da, wo wir jetzt sind. Ich habe also mein Hobby zum Beruf gemacht.


Viele können sich jetzt wahrscheinlich nicht direkt vorstellen, wie deine alltägliche Arbeit aussieht. Gib uns doch mal einen Einblick in deine Aufgaben.

Also in erster Linie leite ich die Firma (innovaLAN), die hinter dem Ganzen steckt. Zudem betreue ich Sponsoren, Aussteller und unsere ganzen Teams, die wir für solch ein Event im Einsatz haben. Wenn es um Entscheidungsfragen geht, bin ich der, der diese dann auch am Ende beantwortet.


Viele Besucher kommen zum Jahresende zu diesem Event und wissen im Prinzip nicht wirklich genau, wie die Vorbereitungen für solch ein Event aussehen. Gib uns doch mal einen Blick hinter die Kulissen, wie die Vorbereitungen für die NorthCon aussehen.

Derzeit beläuft sich die Vorbereitungszeit auf etwa elf Monate. Das fängt an, mit der Konzeptverfassung, die man sich direkt nach der Veranstaltung überlegt und das man Inhalte anpasst, um die Qualität zu erhöhen. Dann geht es weiter mit den Sponsoren, Ausstellern und der Werbung. Ab März gibt es dann auch schon Tickets zu kaufen, dann spielt die Webseite eine wichtige Rolle. Dort müssen Updates gemacht und die Werbung geschaltet werden. Drei Wochen vor der Veranstaltung macht man dann nichts anderes mehr, außer zu organisieren. Doch zum Glück bin ich nicht alleine, denn wir sind zu dritt im Büro, wo dann die Arbeit aufgeteilt wird.


Gib uns doch einmal einen kleinen Blick in die Zukunft. Was wird uns im kommenden Jahr erwarten?

Marco Grimm

Grundsätzlich sind wir mit dem, wie es dieses Jahr verlaufen ist, zufrieden. Wir hatten neue Inhalte wie unsere Cosplay Area, die ein neuer und interessanter Bestandteil der NorthCon darstellte, dies wird man im kommenden Jahr wiedersehen. Den eSport-Bereich würden wir zudem im nächsten Jahr noch erweitern, dies hängt jedoch von Sponsoren ab. In diesem Jahr hatten wir zum Beispiel das Asus ROG Turnier. Im Wesentlichen wollen wir daran arbeiten, noch qualitativer zu werden. Zum Beispiel haben wir in diesem Jahr mehr Duschmöglichkeiten angeboten, dazu kommt ein stabileres Stromnetz und ein schnelleres Netzwerk. Das ist noch alles ausbaufähig und wächst stetig weiter. Des Weiteren soll unser Festivalcharakter noch stärker werden, in diesem Jahr hatten wir Aussteller, wie Laser Tag und die Demoszene mit an Bord, damit die Besucher auch einfach mal mehr zu Gesicht bekommen, als das reine Spielen. Was den Platz angeht, bekommen wir im nächsten Jahr, eine neue Halle mit dazu, welche sich zurzeit noch im Bau befindet. Diese ist aber auch schon verplant, denn wenn man ein zweites Preisgeldturnier machen würde, dann würden diese auf zwei separaten Bühnen stattfinden und nicht wie im letzten Jahr nur auf einer.


Neben den nationalen Teilnehmern, gibt es auch viele internationale Besucher, die aus Dänemark und vielen anderen Nachbarländern anreisen. Setzt ihr auch auf diese Besucher oder widmet ihr euch voll und ganz den deutschen Besuchern?

Der größte Anteil ist auf der NorthCon auf jeden Fall Deutsch. Doch wir haben auch einige Prozente, die aus dem Ausland anreisen, wie zum Beispiel aus Dänemark, Niederlande, Frankreich und Polen. Doch das ist jetzt nicht die Masse, sodass man sagen könnte, dass die NorthCon voll international ist. Der Anteil der internationalen Besucher beläuft sich auf etwa unter fünf Prozent. Wir setzen also eher auf unsere deutschen Besucher.


Darf man sich auf der NorthCon 2014 auf mehr eSport freuen?

Es ist immer eine Sache, die mit den Sponsoren zusammenhängt. Es muss jemanden geben, der das Turnier unterstützt. 2012 hatten wir alles eigenständig organisiert, deswegen gab es neben dem League of Legends- auch ein Counter-Strike Turnier. Doch das war in dieser Form schwierig zu handeln, denn wenn man zwei Turniere in einem Turnierbereich und auf einer Bühne hat, wird dies einfach von der Zeit und vom Platz zu knapp. Das Ganze muss dann auch von einem Sponsor bezahlt werden, die Kosten dafür sind relativ hoch. Die Reichweite von CS:GO ist hierzulande immernoch mäßig, deshalb ist ein CS:GO Turnier immer noch schwierig zu verkaufen. Natürlich würden wir es gerne machen und wenn es jemanden gibt, der dieses auch direkt unterstützt, könnte ich mir vorstellen, dass es im nächsten Jahr ein CS:GO Turnier geben wird. Doch der Einsatz ist für einen Sponsor schon sehr hoch.


Setz ihr mehr auf die breite Masse oder auf den Faktor eSport? Oder auf beides gleichermaßen?

Wir setzen auf alles - die NorthCon ist ein Computer-Festival, da haben wir zum einen die breite Masse, die ihren Computer selber mitbringen und auch an ihrem eigenen Computer viele Sachpreis-Turniere spielen können - Aber es gibt auch den eSport der parallel läuft, wo wir mit dem ASUS ROG Turnier die besten Spieler der Welt auf die NorthCon bringen wollten. Es ist ähnlich wie auf der DreamHack. Zu einem Computer-Festival gehört auch ein gutes eSport Turnier, wenigstens ein Turnier. Natürlich sind mehrere immer besser.


Ich bedanke mich bei dir Marco für die Zeit, die du dir für uns genommen hast. Die letzten Worte gehören dir.

Vielen Dank, für das Interview Joshua. Bitte seid nicht so traurig, dass es in diesem Jahr kein CS:GO-Preisgeldturnier gab. Wenn es möglich ist, werden wir versuchen bei der kommenden NorthCon 2014 ein CS:GO-Preisgeldturnier einzurichten. Wir werden es nicht vergessen!


Geschrieben von matra

Kommentare


#1
Vixgreif schrieb am 10.12.2013, 20:49 CET:
Hallo Marco! Ich fahr gerne nochmal 10h zu euch da hoch, um im einzigen Single Elimination Tunier der Lan (aufgrund von casualflames: "mimimi wir verlieren dann aber 2x und sind raus") teilzunehmen, um dann im Viertelfinale gegen den Favoriten rauszufliegen!

oh wait...

editiert von Vixgreif am 10.12.2013, 20:56 CET
#2
floggen schrieb am 10.12.2013, 20:49 CET:
schönes interview. würde mal sagen valve sollte mal bissl preisgeld in eine deutsche lan pushen :>
#3
TraitorJudas schrieb am 10.12.2013, 20:52 CET:
Wenn ich so höre, wie chaotisch das CS:GO-Turnier ablief, braucht es in Zukunft wirklich mehr "Laser Tag" und "Festivalcharakter"
#4
LordKacken schrieb am 10.12.2013, 21:08 CET:
Der Mann gibt doch auch nur sein bestes. Sinnvolles Feedback von den Teilnehmern wäre doch sicher gut :)
#5
yolohashtag schrieb am 10.12.2013, 21:40 CET:
Grundsätzlich sind wir, wie es dieses Jahr verlaufen ist, zufrieden. wer könnte besser märchen erzählen als grimm.
#6
m3ssi schrieb am 10.12.2013, 23:58 CET:
"Erzähl uns doch einfach..."
"Gib uns doch mal einen Einblick in deine Aufgaben..."
"Gib uns doch mal einen Blick hinter die Kulissen,..."
"Gib uns doch einmal einen kleinen Blick in die Zukunft..."

Tut mir leid, wenn ich jedes Mal deutlicher werde. Aber nicht nur mir und nicht nur der Community fällt auf, dass das alles ein grottiger Stil ist. Fragen VÖLLIG(!) zusammenhangslos präsentiert, es wird nicht auf die Antworten eingegangen; nein es wird einfach der nächste Punkt im (äußerst übersichtlichen) Fragenkatalog abgespult... Vom 6.-Klässler-deutsch ganz abgesehen.

"Vielen Dank, für das Interview Joshua..."

Steht wirklich am Ende eines jeden (!) Interviews. Sagt wirklich jeder (!) deinen Namen bei der Danksagung? Kommt wie schönes Unter-die-Nase-halten rüber.

---

Ich möchte wirklich nicht kleinkariert sein oder flamen, aber als stellvertretenden Redaktionsleiter würde ich mir als ersten Redaktionsleiter jemand anderen aussuchen.

EDIT: Meine Güte kommt das böse rüber. Solls nicht :)
#7
ma771 schrieb am 11.12.2013, 01:08 CET:
muss m3ssi da völlig recht geben, kommt einem wirklich so vor, als wenn man n paar fragen in n word-dokument packt und das per mail rüber schickt, der "interviewte" antwortet und schickt dann das dokument zurück :/

des weiteren find ich die bilder der interviewten meist echt ... ja, ich denke man sieht was ich meine :)
der steht da wie das absolute weltbild-gamer-klischee. bei den nächsten bildern würd ich vorschlagen einfach bis zu den schultern abzuschneiden. google.de->portait bildauschnitt. und beim knipsen mal sagen: "bitte lächeln" ;)

nur konstruktive kritik, genau wie m3ssi, nicht böse gemeint ;)
#8
GEXOOOOO schrieb am 11.12.2013, 10:39 CET:
ma771 schrieb:
ja, ich denke man sieht was ich meine :)
der steht da wie das absolute weltbild-gamer-klischee. bei den nächsten bildern würd ich vorschlagen einfach bis zu den schultern abzuschneiden. google.de->portait bildauschnitt. und beim knipsen mal sagen: "bitte lächeln" ;)


lol wenn der halt so aussieht dann sieht er halt in deinen augen aus wie das "weltbild-gamer-klischee" ... da muss man doch nix verfälschen.

tztz
#9
HypnoO schrieb am 11.12.2013, 11:36 CET:
messi +1
#10
ButcH schrieb am 11.12.2013, 12:35 CET:
Vixgreif schrieb:
Hallo Marco! Ich fahr gerne nochmal 10h zu euch da hoch, um im einzigen Single Elimination Tunier der Lan (aufgrund von casualflames: "mimimi wir verlieren dann aber 2x und sind raus") teilzunehmen, um dann im Viertelfinale gegen den Favoriten rauszufliegen!


Es gibt halt immer Leute die rumheulen. Wie es die Orgas auch machen, es ist immer falsch. Ich finde es gut das sie das so gemacht haben. So hatte jedes Team zumindest 3 Spiele in der Gruppenphase. Wir sind auch weiter gekommen und dann im ersten Spiel des Single Elimination Turniers rausgeflogen... Für ein System mit lower bracket und am besten noch bo3 war einfach keine Zeit.

Allerdings stimme ich dir auch zu. Ich glaube auch, dass bei der Organisation der Turniere noch Luft nach oben ist. Was am besten hilft ist wahrscheinlich eine objektive, flamefreie E-Mail an den Veranstalter mit deinen Vorschlägen und Wünschen. Ein "alles scheisse" Post in den News auf 99dmg ist glaube ich nicht der richtige Weg!

gruß
#11
Skillmaschine1337 schrieb am 11.12.2013, 14:46 CET:
tztztz hier werden also unangenehme comments gelöscht so so

ändert nichts daran das euer stellv. redaktionsleiter bitte keine news mehr schreiben soll,die qualität leider sehr darunter,messi hats auf den punkt gebraucht!!!!!!!!
 

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