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Interview: Auch Australien kann Counter-Strike spielen13.03.2014, 23:00

Spunj: Europäer sind uns noch einen Schritt voraus

Trotz ihres Ausscheidens in der Gruppenphase sprach der Team-Captain von Vox Eminor mit uns über ihre Erfahrungen der letzten Tage und das Event am heutigen Tag. Des Weiteren geht es um die Trainingsbedingungen in Australien sowie die Organisation Vox Eminor und wer hinter dem Namen steht.



Wir haben uns jetzt Spunj von Vox Eminor an die Seite geholt, der es leider nicht in die Playoffs geschafft hat. Lass uns zu allererst einmal über die australische Szene an sich sprechen. Gibt es für euch die Möglichkeit gegen gleichwertige Gegner zu trainieren oder sind die Teams in Australien alle eine Klasse schwächer als ihr, sodass das Training nicht allzu viel bringt?

Chad 'Spunj' Burchill: Die Anzahl an guten Trainingspartnern in Australien ist natürlich sehr gering, doch gegen ein bis zwei Teams kann man durchaus längere Zeit trainieren, sodass es dich auch voranbringt. Dadurch konnten wir in letzter Zeit ziemlich solides Counter-Strike spielen. Die Australier können noch nicht so schnell ihren Spielstil ändern und sich anpassen, das braucht dort immer ein wenig länger.


Lass uns nun ein wenig über eure Spiele gegen LDLC.com und 3DMAX! sprechen. Im ersten Match seid ihr unglaublich gut gestartet und lagt früh mit 7:2 vorne, allerdings konntet ihr diese Führung nicht beibehalten. Bitte analysiere die beiden Matches aus deiner Sicht ganz kurz.

Wie du schon sagtest, haben wir stark auf der Terror-Seite auf de_inferno angefangen. Nach dem 07:02 mussten wir jedoch Runde um Runde abgeben und als wir dann auch noch die Pistol-Round auf der CT-Seite verloren hatten, ging es langsam den Bach hinunter. Gegen 3DMAX! haben wir sehr unkonzentriert gespielt und viele kleine Fehler gemacht, die in der Gesamtheit dann zu der Niederlage geführt haben. Ich persönlich habe extrem schwach gespielt und ich hoffe, dass die Jungs mir vergeben können.


Was denkst du waren die Auslöser, dass es dann doch nicht zum Sieg gereicht hat? Ist es das schwächere Aiming, die Taktiken oder einfach die fehlende Erfahrung auf solch großen Turnieren?

Die Erfahrung, sich schnell an bestimmte Gegner anzupassen ist ein großer Vorteil der europäischen Teams, da sie ununterbrochen gegeneinander spielen. Sie wissen genau, was bestimmte Teams und Spieler gerne machen und da sind sie besonders uns weit voraus. Unser Spiel stagniert oftmals an einem bestimmten Punkt und bis wir uns angepasst haben, sind sie schon wieder einen Schritt weiter. Vom Aiming her haben wir gezeigt, dass wir durchaus mithalten können.


Im Vorfeld zu den EMS One Finals wart ihr eine Woche lang im Bootcamp in Stockholm und konntet gegen die besten europäischen Teams trainieren. Merkst du, dass ihr euch dadurch schneller verbessert oder ist es eher demotivierend, wenn man öfter verliert, als man es aus Australien gewöhnt ist?

Wir haben unseren Aufenthalt bisher wirklich genossen. Wir waren ja schon auf der DreamHack Winter in Schweden, aber zwei Tage reichen nicht wirklich aus, um sich kontinuierlich zu verbessern. Schweden ist mein Favorit unter den europäischen Ländern und die Ausstattung dort war auch super.


Merkst du auch selber, dass ihr euch schneller verbessert, wenn ihr gegen die europäischen Teams spielt?


Ja definitiv. Wir hatten gute Resultate gegen Teams wie zum Beispiel fnatic, Titan oder auch mousesports. Selbstbewusstsein war kein Problem für uns heute, aber die Tagesform schwankt bei uns doch noch ein wenig mehr, als bei den Teams aus Europa. Trotzdem haben wir sehr viel gelernt und nehmen auch Einiges mit für die Zukunft.


Habt ihr Pläne für die nahe Zukunft? Zum Beispiel die Copenhagen Games oder die DreamHack Summer?

Hätten die Copenhagen Games eine Woche früher stattgefunden, wären wir sogar hier in Europa für die Zeit geblieben. Finanziell gesehen würde es sich jedoch schon bemerkbar machen und da wir auch alle Vollzeit-Jobs in Australien haben, lohnt sich das Ganze dann doch nicht wirklich. Ich bin aber positiv gestimmt, dass wir in diesem Jahr mindestens ein weiteres europäisches Event mitnehmen können.


Was mich persönlich interessiert ist die Tatsache, wer hinter Vox Eminor steht, da man nicht allzu viel über euch weiß. Habt ihr möglicherweise die Reise aus eurer eigenen Tasche gezahlt?

Wir haben einige Sponsoren und vor allem unser Manager, der leider nicht hier sein kann, hat gute Kontakte. Unter anderem haben wir WesternDigital und CoolerMaster im Rücken, die sich wirklich sehr bemühen, dass wir an solchen Turnieren teilnehmen können. Das fehlende Geld hat er glaube ich selber übernommen und generell muss man sagen, dass er sich um uns kümmert und sehr stolz auf uns ist.


Vielen Dank für das Interview.


Geschrieben von MooZE

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Kommentare


#1
Limette schrieb am 13.03.2014, 23:08 CET:
Find die super :)
#2
fLakz- schrieb am 13.03.2014, 23:23 CET:
Apfel schrieb:
Find die super :)
#3
fjdn schrieb am 13.03.2014, 23:24 CET:
klasse team! wenn es ein europäisches wär wären sie schnell vorn mit dabei aiming passt nette kerle die sieht man hoffentlich bald wieder :)
#4
5tVn schrieb am 13.03.2014, 23:25 CET:
haben mich heute überrascht! Klasse sache die jungs aus down under :)
#5
GrandX1988 schrieb am 14.03.2014, 09:15 CET:
Schönes Interview, sie haben ihr Bootcamp jedenfalls gut genutzt und eine schöne Leistung gezeigt :) Weiter so und bis zum nächsten Mal :)

Aber auch nett zu hören, wie man einem Team sowas ermöglicht, guter Manager!
#6
Deivil schrieb am 14.03.2014, 10:45 CET:
Schöne Sache auf jeden Fall.
Hoffe auch sehr, das wir sie hier in Europa noch das ein oder andere mal erleben können. Sie haben wirklich gute leistungen gezeigt. Viel glück weiter an die jungs!
#7
Gethse schrieb am 14.03.2014, 11:57 CET:
sympatico, gern mehr von solchen Teams, die tun der europäischen Szene gut
#8
Ricky Tan schrieb am 14.03.2014, 13:56 CET:
Find euch super weiter so :D
 

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