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Szene: Der eSport Medien Kosmos13.03.2016, 19:35

eSport im Wandel der Zeit - Teil 1

In den mehr als 15 Jahren, in denen Counter-Strike als einer der ältesten eSport-Titel immer noch eine immens wichtige Rolle spielt, hat sich so einiges verändert. Die Szene, und alle sie umgebenden Faktoren für den Erfolg einer so jungen Sportart, professionalisiert sich zunehmend. Im ersten von drei Teilen blicken wir auf die Medien, die den eSport umgeben.



Zuallererst möchte ich etwas Wichtiges vorab klären: Zum Thema des eSport und dessen Werdegang lassen sich ganze Bücher füllen, wolle man wirklich alles korrekt und detailliert abbilden. Das Problem dabei ist, dass man dabei vom Hundertsten ins Tausendste kommt und sich irgendwann darin verheddert. Ich will euch aber zumindest einen groben Überblick bieten, speziell mit dem Fokus auf Counter-Strike, inspiriert von den Ereignissen der letzten Monate und Jahre. Es besteht also kein Anspruch auf Vollständigkeit. Habt ihr Anekdoten oder Geschichten zu erzählen, würde ich mich freuen, wenn ihr sie mit mir und den anderen Usern in den Kommentaren teilt.

Die graue Vorzeit

Schon bevor Counter-Strike damals populär wurde, lange vor der Version 1.0, die erstmals zum Verkauf im Laden angeboten wurde und damit den Weg aus dem Dasein als Modifikation für Half-Life fand, gab es erste eSport Titel. Doch das war lange bevor der Begriff des eSport geprägt wurde. Die wohl erwähnenswertesten Titel waren, in Ego-Shooter Sicht, Quake und dessen Modifikationen. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Team Fortress, welches später über Team Fortress Classic zu Team Fortress 2 wurde. Und die Modifikationen Navy SEALs und Action Quake 2, beides Projekte des Counter-Strike Erfinders Minh 'Gooseman' Le, an denen er mitgearbeitet oder sie selbst erstellt hat.


Klicken zum Vergrößern © Bender-Toons.de
Doch erst als Ende der Neunziger Half-Life released wurde und nach Quake 2 eine wohl unangefochtene Fanbase begründete, wurde der Grundstein für den eSport gelegt. Diese Sicht bezieht sich nicht auf die Gameplay-Aspekte der jeweiligen Spiele und ihrer Modifikationen, sondern lediglich auf die Szene, die sich bildete. Die Quake Serie ebnete für 3D Ego-Shooter den Weg, bot unvergleichliche Multiplayeraction und Variation durch Community Mods, doch war es seiner Zeit voraus. Half-Life erschien in der goldenen Ära, als das Internet langsam aber sicher seinen Weg in die Häuser der breiten Bevölkerung fand.

Mit Half-Life entwickelten sich die ersten Fanpages, die über das Spiel und deren neuesten Modifikationen informierten. Einer der zentralen Anlaufpunkte für deutsche Fans war damals halflife.de. Mit einem Forum, IRC Chat, Datenbanken und Mods und Screenshots bot es eine gute Basis, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Auch heute noch gehört ein Forum zum guten Ton aller großen Szeneseiten, dafür ist das Quakenet - so der Name des IRC Serververbundes - heute so gut wie ausgestorben.

Mit dem Release der Urversion von Counter-Strike im Juni 1999 schafften Minh Le und Jess Cliffe etwas, das sich zum damaligen Zeitpunkt niemand zu träumen gewagt hätte. Die Half-Life Modifikation erlebte einen regelrechten Boom und die Nutzerzahlen explodierten, im Freundeskreis gab es kaum noch ein anderes Thema als Counter-Strike. Knapp 1,5 Jahre nach dem Release von Beta 1 erschien im November 2000 bereits die Retailfassung und damit die Version 1.0. Dazwischen gab es insgesamt 16 Updates, deren Zeitabstände sich damals wie Ewigkeiten anfühlten. Auf dem Weg von Beta zu Retail entwickelten sich die ersten Szeneseiten.

Entwicklung der Berichterstattung in Deutschland


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Während der Beta Releases schossen die Counter-Strike Fanseiten aus dem Boden wie Pilze. Jeder wollte seine Erfahrungen und Screenshots teilen, seine Freunde informieren oder eine kleine Fanbase aufbauen. Webseiten kamen und gingen, doch einige konnten sich erstaunlich lange behaupten. Eine von ihnen war cstrike.de, die bis heute überlebt hat. Neben dem Forum und News waren es auch die Bender Comics, die bei den Fans beliebt waren. Außerdem gab es einen Haufen von Waffen- und Playerskins als auch Skripte und Confighilfestellungen.

Einer der größten Konkurrenten, der sich vor allem um die Berichterstattung der Ligen, Turniere und sonstigen szenetypischen News kümmerte, war inCounterStrike.de. Von Cheatingvorfällen in der ESPL - heute nur noch ESL - bis zu Interviews wurde hier jedem Fan und Amateurspieler eine Heimat geboten, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Natürlich gab es zwischenzeitlich auch internationale Konkurrenz, mit GotFrag und Gamers.nu nenne ich nur zwei Beispiele. Oder aber SoGamed, ein Vorläufer von Facebook, speziell an eSport-Fans gerichtet.


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Doch so wie cstrike.de durch inCounterStrike.de verdrängt wurde, so wurde inCounterStrike von readmore.de verdrängt. In Counter-Strike 1.6 machte der blau-weißen Webseite niemand etwas vor, sie war der Platzhirsch in Sachen deutscher Berichterstattung. Kolumnen, Coverage, Interviews, News und Specials - readmore war die unangefochtene Nummer Eins in Deutschland, keiner konnte ihnen das Wasser reichen. Gelebt hat die Seite natürlich von seinem Staff, der ausgezeichneten Content produzierte und damit User anlockte. Damit ging auch eines der aktivisten und umtriebigsten Foren einher.

Der einzige nationale nennenswerte Konkurrent war bis zum Ende 2014 fragster.de. Bestehend aus teilweise ehemaligen Mitarbeitern von readmore gründete sich eine neue Redaktion, die ihren Fokus auf den eSport legte, ohne dabei zu sehr in den Offtopic-Bereich abgleiten zu wollen, wie man es readmore oft vorwarf. Während die Arbeit dort meist solide war und die Seite mehrere Jahre überlebte, konnte sie jedoch dem blau-weißen Konkurrenten nicht das Wasser abgraben. Ob es an der Community lag oder an den Inhalten, sei mal dahingestellt.


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Doch darüber konnte ein Big Player nur herzlich lachen. Ihm war alles egal und auch er soll kurz Erwähnung finden in der Aufzählung. Die Rede ist natürlich von HLTV.org. Angefangen als kleine Newsseite, die sich auf Ergebnisse, Serververleih und - wie der Name schon sagt - die Übertragung von Spielen per HLTV widmete, wuchs die Seite allmählich zum allmächtigen Newsgiganten, der er heute ist. Neben den typischen Features, wie Foren, News, Ergebnisticker und Co., waren es vor allem die Demosektion und die Statistiken, die viele User begeisterten und noch immer begeistern.

Einstieg der Massenmedien

Machen wir einen Sprung nach vorne. Zwischenzeitlich entwickelte sich aus GameSports das Projekt 99Damage heraus, das nun bereits über drei Jahre alt ist und stetig wächst. Doch auch bei 99Damage handelt es sich um eine Szeneseite von Fans für Fans. Nach einigen kurzen Zwischenspielen und Berichten der Mainstream Medien über den eSport und seine Szene gibt es einen regelrechten Zwiespalt: Auf der einen Seite verlangt die Community nach Anerkennung, auf der anderen Seite ist sie teils sehr skeptisch und steht den traditionellen Medien kritisch gegenüber. Grund dafür liegt natürlich in den oftmals klischeeüberladenen und oberflächlichen Berichten von Fernsehsendern und Zeitungen, die irgendwo zwischen Verunglimpfung und überbordender Ahnungslosigkeit zu verorten sind.

Doch dass sich das Blatt auch wenden kann, haben die letzten Monate gezeigt. Nicht nur häufen sich die gut recherchierten und ausgewogenen Beiträge und Artikel, sondern immer mehr namhafte Unternehmen versuchen im eSport Fuß zu fassen. Mit Kooperationen und eigenen Newssektionen nehmen sie das Thema ernst, beflügelt durch die Evolution, die die junge Sportart in den letzten 15 Jahren durchgemacht hat. Von Counter-Strike, Quake 3 und StarCraft zu CS:GO, DotA 2 und League of Legends, füllen die Events inzwischen Stadien, zahlen Preisgelder in Millionenhöhe aus, sind professionell organisiert und aufbereitet und locken eine Zielgruppe vor die Bildschirme, die genau im Fokus der Unternehmen stehen.

All das haben junge Erwachsene in den letzten Jahren auf die Beine gestellt und damit eine beträchtliche Leistung erbracht. Natürlich zieht das die Blicke der Entscheidungsträger auf sich, wenn eine junge Generation von Männern und Frauen sich derart für ein Hobby begeistern und dabei ein Nischenprodukt in ein Massenspektakel verwandeln. Natürlich fällt die Entscheidung vieler Medienhäuser, sich nun im eSport zu engagieren, nicht aus Nächstenliebe. Doch im Endeffekt ist es trotzdem ein Gewinn, denn durch den Einstieg lässt sich eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung aufbauen und neue Interessensgruppen erreichen, die entweder als Fan oder Investor Teil unseres Mikrokosmos werden können.

Werfen wir doch einmal einen Blick auf eine Handvoll von Unternehmen, die inzwischen im eSport vertreten sind. Da hätten wir zum Beispiel sport1.de, die neben Fußball und Eishockey auch über eSport berichtet. Interviews mit Stars der Szene reihen sich an Spielergebnisse und News, alle professionell aufbereitet. Auch der kicker bemüht sich die eSport Fans abzuholen und sie immer auf dem neuesten Stand zu halten, setzt aber seinen Fokus hauptsächlich auf FIFA.

Nicht überraschen dürfte das Engagement von Red Bull. Der Energy Drink Hersteller ist seit jeher bekannt für seine Arbeit im Sportbereich, gerade den etwas gewagteren und ausgefalleneren Arten. Von Motorsport, egal ob zu Luft oder am Land, über Mountain Biking bis Snow Boarding, Red Bull orientiert sich an actionreichen Sportarten, die traditionell junge Fans anziehen. So bietet das Unternehmen ebenfalls Einblicke in den eSport und bietet News, die zwischen Interviews und Entertainment liegen.

Beachtlich war natürlich der Einstieg von ESPN und Yahoo. Beide Unternehmen haben ein Millionenpublikum und spiegeln den aktuellen Stellenwert des eSport wie kein anderes Medium wider. Natürlich beschäftigten sich auch die X Games mit CS:GO und zeigten sogar einige Spiele auf einem ihrer Kanäle, wagten aber noch kein wirkliches, langfristiges Commitment. ESPN hingegen eröffnete im Januar überraschend eine eSport Sektion auf der eigenen Webseite, die seither regelmäßig über Neuigkeiten aus der MOBA-Szene berichtet.

Yahoo geht einen etwas anderen Weg. Nicht nur dass das Tech-Unternehmen auch Counter-Strike als Themengebiet erfasst, sondern es verlässt sich nicht ausschließlich auf die eigene, kleine Redaktion. Um einen kontinuierlichen Newsfluss zu gewährleisten, werden News von anderen Seiten gespiegelt, damit der Leser auf nichts verzichten muss. Neben Interviews und News werden hier auch die Spiele der ESL gezeigt - die Kooperation zwischen dem Ligabetreiber und Yahoo macht es möglich. Ein Gewinn für alle eSport-Interessierten.

Zum Abschluss sei noch Turner Broadcasting erwähnt, die mit der ELEAGUE gleich einen ganzen Schritt weiter gehen. Statt einfach nur Berichterstattung anzubieten, die es zur ELEAGUE selbstverständlich geben wird, kreiert das Medienkonglomerat gleich eine ganze Liga. Dort werden Profiteams aus aller Welt um mehr als 1 Million US-Dollar Preisgeld spielen, während die Matches per Twitch für alle Zuschauer zu verfolgen sein werden. Und für Zuschauer in den USA gibt es gleich einen weiteren Bonus: Sie dürfen einmal die Woche die Spiele live im Fernsehen sehen. Darüber hinaus werden per Second Screen in einer eigenen App weitere Informationen und Statistiken abrufbar sein.

Wie man sieht, hat sich die Medienlandschaft in knapp 15 Jahren von selbst gebastelten Fanpages über erste Newsseiten bis hin zum Einstieg der Massenmedien gewandelt. Die Szene und auch die Berichterstattung professionalisiert sich zusehends und bietet nicht nur qualitativ und quantitativ besseren Content, sondern erreicht inzwischen auch Bevölkerungsgruppen, die zuvor lediglich ihre Fußballergebnisse in der Zeitung oder im Internet nachgelesen haben. Es wird noch einige Zeit vergehen, bis wir die Ausbildung zum Sportberichterstatter mit dem Schwerpunkt eSport sehen, aber die Zukunft sieht rosig aus.

Im nächsten Teil widmen wir uns den eSport-Veranstaltern. Ohne sie hätten wir heute keine Ligen und Turniere mit stetig steigenden Preisgeldern und Produktionen, die problemlos mit traditionellen Sportevents mithalten können.


Geschrieben von spawnYzn

Quellen: Bender Toons, Archive.org

Kommentare


#1
nitroom schrieb am 13.03.2016, 20:37 CET:
schöner Artikel, danke!
#2
Wollek schrieb am 13.03.2016, 20:46 CET:
Sehr guter Artikel. War sehr lesenswert. Bin auf den 2ten Teil gespannt. Macht weiter so 99dmg.de ohne euch wäre due CS:GO Szene nicht das was sie heute ist. Grossen Respekt für eure Arbeit.
#3
Cpt.AhAb schrieb am 13.03.2016, 21:36 CET:
Schöner Artikel. Gut geschrieben. Angenehm zu lesen, flüssig, gehoben in der Rethorik. Macht Freude sich beim Lesen zu errinern, wie sich die Szene entwickelt hat. Gerade als langjähriger Mitstreiter seit der Schulzeit von der 1.0 Version und ewigen Netzwerkeinstellungen auf Lans, bis jetzt als stiller Beobachter während der Promotion und darüber hinaus als Bundesligaersatz. Gratulation an die Schaffenden.
#4
DivaD schrieb am 13.03.2016, 21:58 CET:
Wollek schrieb:
Sehr guter Artikel. War sehr lesenswert. Bin auf den 2ten Teil gespannt. Macht weiter so 99dmg.de ohne euch wäre due CS:GO Szene nicht das was sie heute ist. Grossen Respekt für eure Arbeit.


+1
#5
clutchnH schrieb am 13.03.2016, 22:37 CET:
Cooles Ding !:)
#6
caLipo schrieb am 13.03.2016, 23:28 CET:
giga fehlt komplett...
#7
msi schrieb am 14.03.2016, 00:53 CET:
hm. Quake, Half-Life, CS 1.0... dann readmore und hltv und auf einmal 99damage.

Was ist mit den geschätzen 72 Jahren, die dazwischen liegen? Und den anderen 100.000 Games? :D
#8
X-Ray schrieb am 14.03.2016, 00:58 CET:
msi schrieb:
hm. Quake, Half-Life, CS 1.0... dann readmore und hltv und auf einmal 99damage.
Was ist mit den geschätzen 72 Jahren, die dazwischen liegen? Und den anderen 100.000 Games? :D

News schrieb:
Ich will euch aber zumindest einen groben Überblick bieten, speziell mit dem Fokus auf Counter-Strike, inspiriert von den Ereignissen der letzten Monate und Jahre. Es besteht also kein Anspruch auf Vollständigkeit.
#9
msi schrieb am 14.03.2016, 03:03 CET:
X-Ray schrieb:
msi schrieb:
hm. Quake, Half-Life, CS 1.0... dann readmore und hltv und auf einmal 99damage.
Was ist mit den geschätzen 72 Jahren, die dazwischen liegen? Und den anderen 100.000 Games? :D

News schrieb:
Ich will euch aber zumindest einen groben Überblick bieten, speziell mit dem Fokus auf Counter-Strike, inspiriert von den Ereignissen der letzten Monate und Jahre. Es besteht also kein Anspruch auf Vollständigkeit.


jajaja is ja gut. Aber wenn am Anfang schon Quake und co. angeschnitten werden, könnte man ja zumindest mal Starcraft in Korea oder so anschneideeen :D
#10
MichauS schrieb am 14.03.2016, 06:55 CET:
Richtig gut verfasst und geschrieben! Weiter so!
#11
spawnYzn schrieb am 14.03.2016, 09:07 CET:
Erstmal vielen Dank für das positive Feedback.

Was caLipo und msi angeht: X-Ray hat ja bereits die Stelle am Anfang des Textes zitiert, in der ich ganz offen damit umgehe, das hier einiges fehlen wird. Giga hab ich als Jugendlicher natürlich verfolgt, aber mit der Berichterstattung über CS hatte es nur relativ wenig zu tun, gemessen an dem restlichen Content und wie lange die Sendung produziert wurde. So zumindest hab ich es wahrgenommen. Natürlich gabs auch die GIGA Liga, die Gamestar Liga und die PC Action Masters etc. pp., aber - und jetzt komm ich zum Punkt den msi angesprochen hat - wenn ich all das mit in den Artikel aufgenommen hätte, wäre das Ding aus allen Nähten geplatzt :) Natürlich hab ich auch Quake III verfolgt mit Fatality, Lakerman, Cooller, ZeRo4, usw., aber halt nur am Rande.. ich könnte da ,genauso wenig wie bei StarCraft, wirklich was erzählen was mehr ist als ein "ja, gabs auch.. inQuake.de usw". Aber wie bereits im Text steht, ich würde gerne bisschen in Erinnerungen schwelgen oder mehr lernen, wenn einer von euch seine Erfahrungen und Erinnerungen teilt, da ich mich zB bei Q3 an kaum noch etwas erinnern kann, außer die CPL Duelle :/
#12
WOPEX schrieb am 14.03.2016, 10:06 CET:
Schöner Artikel, interessant zu erfahren, was da so alles ging in den letzten Jahren.
Was mich jedoch allgemein aufregt, ist dass alle meinen, wie schön es doch zu 1.6-Zeiten war, dass damals alles besser war, etc etc... Mal ehrlich, wer hat diese Zeit voll mitbekommen? Wenn man so herumliest, waren es angeblich alle. Ich persönlich bin mit CS:S eingestiegen, hatte da aber nichts mit Competitive am Hut, sondern lediglich GunGame und Surf gespielt. Ich persönlich finde es störend, dass alle meinen, dass die alten CS so viel besser waren, als nun CS:GO. Ich beziehe das jetzt auf die Allgemeinheit, nicht nur auf den Artikelschreiber oder 99dmg.
#13
spawnYzn schrieb am 14.03.2016, 10:40 CET:
WOPEX schrieb:
Schöner Artikel, interessant zu erfahren, was da so alles ging in den letzten Jahren.
Was mich jedoch allgemein aufregt, ist dass alle meinen, wie schön es doch zu 1.6-Zeiten war, dass damals alles besser war, etc etc... Mal ehrlich, wer hat diese Zeit voll mitbekommen? Wenn man so herumliest, waren es angeblich alle. Ich persönlich bin mit CS:S eingestiegen, hatte da aber nichts mit Competitive am Hut, sondern lediglich GunGame und Surf gespielt. Ich persönlich finde es störend, dass alle meinen, dass die alten CS so viel besser waren, als nun CS:GO. Ich beziehe das jetzt auf die Allgemeinheit, nicht nur auf den Artikelschreiber oder 99dmg.

In 1.6 war nicht alles besser, vor allem nicht wenn man mal das Spiel außen vor lässt und alle anderen Faktoren wie Preisgeld, Organisation, Verträge, Produktionsqualität usw. betrachtet. Das einzige was ich persönlich bei 1.6 wesentlich besser finde als in CS:GO, ist das Movement. Vielleicht maximal noch das Wallbangen, wobei das in 1.6 schon recht extrem war, aber man kannte es ja nicht anders. Was Waffengefühl angeht, das istn sehr komplexes Thema.. mMn konnte man schöner Einzelfeuern (One Tappen), aber das kann auch an den kleineren Maps liegen (die Relationen sind ganz andere, auch wenn die Maps an sich gleich sind). Ansonsten ist CS:GO einfach eine schöne Weiterentwicklung des Spielprinzips, auch wenn es vielleicht hier und da Baustellen gibt.. aber an sich ists aktuell in einem recht guten Zustand :)
#14
Grand Master Sushi schrieb am 14.03.2016, 10:54 CET:
Die aten Beta-Zeiten. Da wird man echt nostalgisch :D
#15
AemJaY schrieb am 14.03.2016, 11:48 CET:
damn. Holt doch bitte BENDER COMICS zu 99! Das wär HAMMER!
#16
beckenbauer schrieb am 14.03.2016, 13:56 CET:
netter bericht, aber mir fehlt unreal tournament. Zumind. im Jahre 2000+ war doch die größte konkurrenz ut99 oder nicht? Zumind war ich damals noch absoluter ut99er und das quakenet war überfüllt von utlern.
#17
msi schrieb am 14.03.2016, 19:02 CET:
beckenbauer schrieb:
netter bericht, aber mir fehlt unreal tournament. Zumind. im Jahre 2000+ war doch die größte konkurrenz ut99 oder nicht? Zumind war ich damals noch absoluter ut99er und das quakenet war überfüllt von utlern.


Schon immer Wunschdenken der UTler :p
#18
Grand Master Sushi schrieb am 15.03.2016, 09:43 CET:
WOPEX schrieb:
Schöner Artikel, interessant zu erfahren, was da so alles ging in den letzten Jahren.
Was mich jedoch allgemein aufregt, ist dass alle meinen, wie schön es doch zu 1.6-Zeiten war, dass damals alles besser war, etc etc... Mal ehrlich, wer hat diese Zeit voll mitbekommen? Wenn man so herumliest, waren es angeblich alle. Ich persönlich bin mit CS:S eingestiegen, hatte da aber nichts mit Competitive am Hut, sondern lediglich GunGame und Surf gespielt. Ich persönlich finde es störend, dass alle meinen, dass die alten CS so viel besser waren, als nun CS:GO. Ich beziehe das jetzt auf die Allgemeinheit, nicht nur auf den Artikelschreiber oder 99dmg.

Ich sehe das ähnlich wie spawnyzn, das Movement war direkter, und generell stand das Spiel an sich noch im Mittelpunkt. Keine Skins, sticker oder Stattrak Musik-Kits wo heute z.B. nur leute daran interessiert sind möglichst viel Profit daraus zu ziehen und sich im Kern mit dem eigentlich Spiel nicht beschäftigen. Ein weiterer Punkt wird sicherlich die miterlebte Entwicklung sein von der allerersten Beta zur Retail-Version 1.0, bishin zum (mMn) legendären 1.5 und der im Anschluss folgende Sprung zu Steam und somit 1.6. Ich habe diese Zeit so miterlebt und möchte sie auch nicht missen (Ganz zu schweigen von den Wochenendlangen Offline-Lan-Partys :D ) Es war halt nach wie vor noch irgendwie das ERSTE Counter-Strike. CSS und CS:GO werden immer der (mehr oder weniger) kleine Bruder vom ersten CS sein, unabhänging von deren Erfolgen. Der Vergleich mag zwar etwas hinken, aber das ist in etwa so ähnlich wie wenn unser Großvater noch vom alten Käfer (Das Auto) träumt und sich dabei denkt: "Der lief noch richtig. Kein Technik-Schnicki-Schnacki wie bei den heutigen Autos."
So könnte ich mir dieses Phänomen zumindest erklären :)
 

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