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Szene: Runde 3: Luminosity Gaming vs. SK Gaming03.06.2016, 14:30

Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein

Der große Kampf geht weiter. In der linken Ecke mit dem Heiligenschein ist Luminosity Gaming, der seinen Ruf verteidigen will. In der rechte Ecke haben wir den gehörnten SK Gaming, den Buhmann der Nation. Wer wird am Ende als Sieger vom Platz gehen? Während SK am Anfang noch einige Tiefschläge einstecken musste, vernachlässigt Luminosity nun ein wenig die Verteidigung. Doch noch ist nichts entschieden.



Wer möchte, kann die Einleitung überspringen und direkt ab dem fett markierten Text das Lesen beginnen.

In der Medienlandschaft geht es seit Jahren nur noch um Schnelligkeit, Leichtigkeit und Simplizität. Alles muss zügig und einfach eingeordnet werden können. Das ist verständlich, denn die Menschen haben kaum noch Zeit oder Muße, sich mit komplexen Zusammenhängen und ausufernden Geschichten zu beschäftigen. Dieser Trend ist jedoch nicht nur der Medienlandschaft zuzuschreiben. Man malt gerne Schwarz-Weiß, statt in Grauschattierungen.

So kommt es auch, das in den zwei aktuell dominierenden Themen der eSport-Geschichte, mit Vorliebe ganz schnell ein Held und ein Bösewicht gesucht und gefunden wird. Die differenzierte Auseinandersetzung oder das Hinterfragen von Zusammenhängen und Informationen weicht oft vorschnell der Verurteilung und bleibt dann gedanklich haften. Selbst wenn sich später herausstellt, dass es mehr als nur eine Seite einer Geschichte zu erzählen gibt, das Image ist ramponiert, ein Makel der sich meist nicht mehr auspolieren lässt.

Erst war es die World Esports Association, die scheinbar im Geheimen versucht eine eSport-Weltregierung unter Federführung der ESL einzuführen. Dass dort jedoch unser aller Idole wie Patrik 'f0rest' Lindberg oder Jarosław 'pasha' Jarząbkowski mit unter der Decke stecken wird kaum diskutiert. Verlieren die Spieler dadurch an Ansehen oder werden plötzlich unsympathisch? Offensichtlich nicht.

Doch lassen wir die WESA und einen Großteil der durchaus berechtigten Kritik und Skepsis einmal hinter uns und befassen uns mit den aktuellen Vertragsstreitigkeiten zwischen Luminosity Gaming und SK Gaming. Die legendäre deutsche Organisation hatte in der Vergangenheit mit ihren Geschäftsgebaren immer wieder dafür gesorgt, das sie in der Kritik stand. Von fragwürdigen Vertragssituationen der Spieler bis hin zu - Überraschung - Vertragsstreitigkeiten mit fnatic.

Trotzdem wurden die Probleme immer gelöst und von einem geschäftlichen Standpunkt aus gesehen - und das ist eSport nun mal, ein Geschäft - war SK meist im Recht. Natürlich ist die Art und Weise wie manchmal agiert wird nicht besonders elegant, um nicht zu sagen frech, trotzdem gibt es auch da wieder eine zweite Seite der Geschichte. Das gleiche Problem tat sich nun mit dem Versuch auf, das brasilianische Major-Champion Lineup unter Vertrag zu nehmen.

Interessierte Leser wissen inzwischen bei wem der Fehler lag und zwar eindeutig bei LGs CS:GO-Team. Die Spieler hätten sich entweder an ihren Letter of Intent (Absichtserklärung) halten sollen und gar nicht erst bei SK Gaming unterzeichnen, oder sich nach der Unterzeichnung wenigstens an den neuen Vertrag halten, wenn man schon weder Anwälte noch Luminositys Chefetage in die Verhandlungen miteinbezieht. Jetzt hat man das Schlamassel.

Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass die Spieler überhaupt so großes Interesse an einem Wechsel hatten? Nun kommen wir zum Kern der Geschichte. Zwei junge Nachwuchsjournalisten machten sich die Arbeit und kontaktierten einige ehemalige Mitglieder von Luminosity Gaming, um sie nach ihren Erfahrungen bei der nordamerikanischen Organisation zu befragen. Die Ausbeute hielt sich in Grenzen, denn der aktuelle Besitzer von LG, Steve 'Buyaka' Maida, bekam Wind davon. Er instruierte alle ehemaligen Mitglieder, sie sollen auf keinem Falle mit den Redakteuren sprechen.

Eine ehemalige Hearthstone Spielerin des Luminosity Squads, Mira, habe zwar Probleme mit Maida, möchte jedoch nicht öffentlich darüber sprechen. Trotzdem bekamen die Journalisten unter anderem die Kopie eines Vertrages, den ein Spieler mit der Organisation unterzeichnen musste. Darin werden unter anderem diverse Inhalte geregelt, die so oder so ähnlich in anderen Verträgen von Teams und Spielern zu finden sind.

Zum Beispiel die Anzahl der Stunden die für Streaming aufgewendet werden müssen, die Verpflichtung dabei und auf allen Events ein Jersey der Organisation zu tragen, ebenso wie Grafiken für Social Media Kanäle und Streamoverlays die unverändert übernommen werden müssen. Eine Gängelung einerseits, eine Marketingmaßnahme andererseits. Außerdem dürfte es den Spielern nur recht sein, wenn die Organisation solche Grafiken zur Verfügung stellt.

Natürlich gibt es auch freizügigere Verträge, doch das ist nicht der Knackpunkt der Geschichte. Laut anonymer Quelle sei Steve Maida wiederholt in Zahlungsrückstände geraten, vor allem was das Gaming Haus des CS:GO-Teams anbelangt. Zeitweise habe LG den Spielern sogar Geld in Höhe von 200.000 US-Dollar geschuldet, die sich aus den Gewinnen diverser Turniere angesammelt hatten. Ein guter Grund sich mit SK Gaming einzulassen, die über deutlich gefestigtere Strukturen und finanzielle Möglichkeiten verfügen.

Um zu verdeutlichen, dass Steve Maida nicht der feine Kerl ist, der er vorgibt zu sein, werden im Verlauf des Artikels weitere Indizien angeführt. Im Jahr 2015 verpflichtete Maida den World of Warcraft Spieler Mike 'Maldiva' Montaperto, um den ein eigenes WoW-Team gebildet werden sollte. Nach einigem Hin und Her stellte man ein schlagkräftiges Lineup von vier Spielern zusammen.

Mit Druck und Einschüchterung versuchte er die Spieler dazu zu bewegen, sich einen Platz auf der BlizzCon zu erspielen. Wäre das Team nicht erfolgreich, würden alle zukünftigen Zahlungen eingestellt, obwohl ein rechtskräftiger Vertrag unterschrieben wurde. Überhaupt waren nur zwei der vier Spieler offiziell verpflichtet worden, die anderen beiden zogen mit, weil sie sich offensichtlich einen Vertrag erhofften.

Zur Teilnahme an einem Offline Qualifier mussten dann kurzfristig T-Shirts besorgt werden, da Maida erst kurz vorher auffiel, dass es sich um ein LAN Event handelt welches per Twitch gestreamt wird. Leider war ihm der Versand zu teuer, also fuhr der Team-Captain Maldiva von New York nach Philadelphia und sammelte T-Shirts und den LG CEO ein. Als Belohnung bekam er ein Käse-Steak-Sandwich, statt Spritgeld.

Neben Ungereimtheiten bei der Bezahlung der Spieler gab es auch noch widersprüchliche Aussagen zu den Sponsoren und deren Mitwirken. Während das Team nach Arbeitsspeicher fragte und als Antwort bekam was sie sich eigentlich einbildeten und dass der Sponsor HyperX sowieso bald gekündigt werde, da er seinen Verpflichtungen nicht nach käme und keine Hardware verschicke. Fast zeitgleich öffnete ein Call of Duty-Spieler von LG ein frisch eingetroffenes Paket von HyperX, randvoll mit teurem Equipment, live auf seinem Stream.

Als es zur Vertragsverlängerung mit dem WoW-Teamcaptain kommen sollte, ging Maida jedem Gespräch darüber aus dem Weg und hielt den Spieler hin. Dieser resignierte letztendlich, entfernte alle Grafiken und Hinweise auf Luminosity Gaming von seinen Seiten und bekam danach doch noch die Antwort, dass man sich wohl besser trenne. Diese und andere Beispiele werden aufgezählt und anhand von Screenshots belegt. Wer also etwas Zeit hat, kann sich alle Unterlagen und den Artikel dazu durchlesen.

Am Ende bleibt also die Frage offen, wer nun mehr Dreck am Stecken hat? Wäre es nicht sogar lukrativer und langfristig besser für das Team gewesen, wären sie doch zu SK Gaming gegangen und hätten dafür ihren Manager mitgenommen? eSport ist ein Haifischbecken, auch wenn es auf und vor der Bühne immer glänzt, glitzert und Friede, Freude, Eierkuchen ist, darf man das nie vergessen.

TL;DR: Wie die Recherche zweier Journalisten ergeben hat, haben die Spieler von LG guten Grund gehabt, von SK Gamings Angebot so angetan zu sein. Verschleppte Zahlungen, gebrochene Versprechen, widersprüchliche Aussagen. All das erlebten die Spieler außerhalb, aber möglicherweise auch innerhalb des CS:GO-Squads. Ein Grund mehr, um genau hinzuschauen und nicht zu früh zu urteilen. SK dürfte sich jedenfalls über den unschönen Einblick in das Geschäftsgebaren von LG CEO Steve 'Buyaka' Maida freuen.


Geschrieben von spawnYzn

Quelle: Clutch or Kick

Kommentare

 
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#26
cPzLk schrieb am 03.06.2016, 16:58 CEST:
-Machete- schrieb:
goennerstimmung88 schrieb:
eck0o schrieb:
SK SK wir wollen zu SK,
ah ne doch net, das Essen in Brasilien ist besser.


Leben in Amerika, aber Kopf hoch !


du meinst usa?^^


Stimmt Brasilien liegt ja jetzt in den USA xD
#27
cPzLk schrieb am 03.06.2016, 17:01 CEST:
S4L schrieb:
cPzLk schrieb:
S4L schrieb:
Ist ja alles in allem ein ganz interessanter Artikel und sagt einiges über LG aus, jedoch finde ich es unsinnig das mit der SK-Geschichte in verbindung zu bringen. Mag sein dass LG selbst auch keine Engel sind und dass das Lineup woanders eventuell besser aufgehoben ist, dennoch ist das alles überhaupt nicht relevant für den stress mit SK. Die Spieler hätten sich ja ne neue orga suchen können, aber dann einfach mit anderen Verhandeln und nen Vertrag zu unterschreiben obwohl beide Parteien wissen dass es nicht erlaubt ist ist halt nicht okay und da sind SK zurecht die "bösen". jetz zu sagen: ja die sind ja aber auch nicht perfekt find ich ein bisschen sinnlose Kindergartenargumentation.


Hast du dich überhaupt informiert? SK hat den Spielern angeboten sie zu verpflichten, SK wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht dass LG bis in den Dezember verlängern wollte . Dann hat LG die Verträge unterschrieben. Und das war es eigentlich. Da gibts doch nichts zu diskutieren, LG hat einen Vertrag unterschrieben und damit basta! Sag ich nur selber Schuld. Bitte wenn du schon meinst du musst SK als "böse" abstempeln dann informiere dich vorher bitte :)


Joa also ich schon, du anscheinend nicht. Als erstes hat SK Fallen angeschrieben der ihnen gesagt hat das alle verhandlungen solange sie noch unter vertrag sind über LG laufen müssen. Sie haben mit den Spieler verhandelt und sogar nen Vertrag unterschreiben lassen ohne das LG davon überhaupt wusste. Wenn sie sich wie Fallen zu anfang eigentlich gesagt hatte mit LG in Verbindung gesetzt hätten und ordentlich mit denen verhandelt hätten wäre es nie zu dem ganzen Stress gekommen, ist also SKs Schuld (und natürlich die der Spieler).


Man man man. SK hat Fallen kontaktiert das ist richtig. Aber was würdest du machen? LG ist das beste Line Up atm, glaubst du LG gibt die einfach so her?! Außerdem war es nicht Rechtswidrig. Im Endeffekt spielt das gar keine Rolle, da Fallen ja auch einfach hätte "Nein" sagen können. Also bitte... nachdenken!
#28
HarmW schrieb am 03.06.2016, 17:27 CEST:
cPzLk schrieb:
Allerdings konnte ich auf der Homepage von SK nicht mal ein Impressum oder eine Anschrift finden (kann auch sein dass ich es übersehen habe, aber es ist nicht da wo es sein sollte). Was mir dann schon zu denken gibt, da ein Impressum rechtlich Vorschrift ist und SK eine "Firma". Ich zweifle nicht daran dass SK in diesem Fall im Recht ist, aber man könnte schon etwas Professioneller vorgehen :/


Klar hat SK ein Impressum auf ihrer Seite bzw eine Kontakt möglichkeit
http://www.sk-gaming.com/contact/
Terms of agreement sind auch da: http://www.sk-gaming.com/terms/
policy: http://www.sk-gaming.com/privacy/
#29
S4L schrieb am 03.06.2016, 17:30 CEST:
cPzLk schrieb:

Man man man. SK hat Fallen kontaktiert das ist richtig. Aber was würdest du machen? LG ist das beste Line Up atm, glaubst du LG gibt die einfach so her?! Außerdem war es nicht Rechtswidrig. Im Endeffekt spielt das gar keine Rolle, da Fallen ja auch einfach hätte "Nein" sagen können. Also bitte... nachdenken!


Natürlich war das Rechtswidrig, wüsste man wenn man das Statement von Fallen gelesen hätte. Natürlich gibt LG die nich so einfach her, wäre trotzdem die einzige legale und richtige möglichkeit gewesen.
Und natürlich spielt das eine Rolle, beide Seite durften das nicht und beide wussten das. Das macht beide schuldig.
Die "was würde ich machen" Argumentation zeigt mir das du einfach kein plan hast.
#30
nebulein schrieb am 03.06.2016, 17:46 CEST:
S4L schrieb:
cPzLk schrieb:

Man man man. SK hat Fallen kontaktiert das ist richtig. Aber was würdest du machen? LG ist das beste Line Up atm, glaubst du LG gibt die einfach so her?! Außerdem war es nicht Rechtswidrig. Im Endeffekt spielt das gar keine Rolle, da Fallen ja auch einfach hätte "Nein" sagen können. Also bitte... nachdenken!


Natürlich war das Rechtswidrig, wüsste man wenn man das Statement von Fallen gelesen hätte. Natürlich gibt LG die nich so einfach her, wäre trotzdem die einzige legale und richtige möglichkeit gewesen.
Und natürlich spielt das eine Rolle, beide Seite durften das nicht und beide wussten das. Das macht beide schuldig.
Die "was würde ich machen" Argumentation zeigt mir das du einfach kein plan hast.


Wieso sollte eine Kontaktaufnahme rechtswiedrig sein? Das hätte ich jetzt gern mal erklärt ;)

1. Bestand kein schriftlicher Vertrag mehr zwischen dem LG Lineup und LG, weil dieser war ausgelaufen.

2. Gab es nur diese äußerst schwammige LOI, die aber vor Gericht keinen Bestand haben würde.

SK hat hier einfach keinen Fehler gemacht. Verbockt haben das andere... und es ist in dem Fall dann auch richtig, dass man das Lineup kontaktiert und nicht die Orga.
#31
MeXeD schrieb am 03.06.2016, 18:32 CEST:
S4L schrieb:
cPzLk schrieb:

Man man man. SK hat Fallen kontaktiert das ist richtig. Aber was würdest du machen? LG ist das beste Line Up atm, glaubst du LG gibt die einfach so her?! Außerdem war es nicht Rechtswidrig. Im Endeffekt spielt das gar keine Rolle, da Fallen ja auch einfach hätte "Nein" sagen können. Also bitte... nachdenken!


Natürlich war das Rechtswidrig, wüsste man wenn man das Statement von Fallen gelesen hätte. Natürlich
gibt LG die nich so einfach her, wäre trotzdem die einzige legale und richtige möglichkeit gewesen.
Und natürlich spielt das eine Rolle, beide Seite durften das nicht und beide wussten das. Das macht beide schuldig.
Die "was würde ich machen" Argumentation zeigt mir das du einfach
kein plan hast.


Dein Ernst?
Nirgendwo steht das es rechtwidrig ist. Das ist wie bei der normalen Arbeit. Wenn ich für die Telekom arbeiten darf ich trotzdem mit o2. Vertragsverhandlungen durchführen ohne das die Telekom was davon weiß . Wenn das nicht geht es zum Beispiel beim Fußball aber da werden die Regeln vom Dachverband gegeben und es dann nicht möglich nicht weil es im Gesetz steht sondern weil die internen Regeln des Dachverband es so bestimmen
#32
denovali schrieb am 03.06.2016, 18:32 CEST:
S4L schrieb:
cPzLk schrieb:

Man man man. SK hat Fallen kontaktiert das ist richtig. Aber was würdest du machen? LG ist das beste Line Up atm, glaubst du LG gibt die einfach so her?! Außerdem war es nicht Rechtswidrig. Im Endeffekt spielt das gar keine Rolle, da Fallen ja auch einfach hätte "Nein" sagen können. Also bitte... nachdenken!


Natürlich war das Rechtswidrig, wüsste man wenn man das Statement von Fallen gelesen hätte. Natürlich gibt LG die nich so einfach her, wäre trotzdem die einzige legale und richtige möglichkeit gewesen.
Und natürlich spielt das eine Rolle, beide Seite durften das nicht und beide wussten das. Das macht beide schuldig.
Die "was würde ich machen" Argumentation zeigt mir das du einfach kein plan hast.


also was Fallen - seines zeichens CEO der Games Academy da in seinem statement von sich gegeben hat, ist seine persönliche argumentation um sich aus der affäre zu schlawinern und hat aus meiner sicht wenig kraft, außer emotional für fans zu wirken. letztlich gesehen hat man als außenstehender zu wenig wirkliche informationen beider seiten, um in irgendeiner art und weise faktisch belegen zu können was da tatsächlich läuft/gelaufen ist. für mich gibt es da keine bösewichte und auch keine gutmenschen. es ist und bleibt ein geschäft und das ganze ist rein rechtlich zu betrachten und da entscheiden die fakten. ein klares und bindendes regelwerk einer dachorganisation des CS:GO esport ist in zukunft wohl die einzige möglichkeit, um diese prozesse zu entspannen und bei dem wachstum aus meiner sicht notwendig. national wie international. denn situationen auf events, wo sich stellvertreter der organisationen und spieler unterhalten, wird es immer geben und wenn dort - aus welchen gründen auch immer - "sympathien" entstehen, können situationen wie in dem fall LG und SK immer wieder passieren. das regelwerk würde dann für ein klares und gängiges prozedere sorgen. das hier ein vertrag bei SK unterschrieben wurde, der nach ablauf des vertrages seitens LG's greift, ist bindend. der rest ist seifenoper.
#33
Gasinst schrieb am 03.06.2016, 18:33 CEST:
Mal wieder ein netter Text. Sicherlich nicht das was man sich zu diesem Intermezzo wünscht, aber er zeigt nochmal das LG keine Unschuldsengel sind.
Noch kurz zu S4L: Leider ist es so, dass LG bzw. das Team richtig hart reingeschissen hat. Ohne zutun von SK. Die Spieler hätten draufhinweisen müssen, dass bereits ein Vertrag zu unterschrift vorgelegen hat. Somit das LOI mehr als nur ein Stück "Papier" war. Hätte SK das gewusst wäre es nicht soweit gekommen und SK's Rechtsanwälte hätten das Schriftstück auch anders bewertet. Ebenso ist es zwar nicht das Verhalten eines Ehrenmannes die andere Orga aufs Kreuz zu legen, dennoch ist dieses Geschäftsgebahren legitim und rechtssicher. SK muss nicht an die Orga ran, da sie das Team haben möchte und zwar nach Vertragsablauf vom Team. Kein vorzeitiger Kauf des Teams. Guck dir das Video von Thorin zu Fallens Blog dazu an. Auch nicht der Weisheit letzter Schluss, setzt den Text aber in einen guten Kontext.
#34
schmause_r schrieb am 03.06.2016, 18:55 CEST:
nice try sk gaming
#35
Judass schrieb am 03.06.2016, 19:14 CEST:
Womit erpresst LG nun seine eigenen Spieler das sie vom Vertrag zurücktreten wollen?
Visa??
#36
nebulein schrieb am 03.06.2016, 19:38 CEST:
Judass schrieb:
Womit erpresst LG nun seine eigenen Spieler das sie vom Vertrag zurücktreten wollen?
Visa??


Ich vermute mal das man dann Preisgelder nicht mehr ausbezahlen möchte oder sowas und wenn es da wie in einem Beitrag erwähnt, um 200.000 Dollar geht und das war vor dem Major, dann weiss man ja um wieviel Geld es hier ungefähr gehen wird.
#37
cPzLk schrieb am 03.06.2016, 19:39 CEST:
S4L schrieb:
cPzLk schrieb:

Man man man. SK hat Fallen kontaktiert das ist richtig. Aber was würdest du machen? LG ist das beste Line Up atm, glaubst du LG gibt die einfach so her?! Außerdem war es nicht Rechtswidrig. Im Endeffekt spielt das gar keine Rolle, da Fallen ja auch einfach hätte "Nein" sagen können. Also bitte... nachdenken!


Natürlich war das Rechtswidrig, wüsste man wenn man das Statement von Fallen gelesen hätte. Natürlich gibt LG die nich so einfach her, wäre trotzdem die einzige legale und richtige möglichkeit gewesen.
Und natürlich spielt das eine Rolle, beide Seite durften das nicht und beide wussten das. Das macht beide schuldig.
Die "was würde ich machen" Argumentation zeigt mir das du einfach kein plan hast.


Junge bitte sei einfach leise bevor du noch mehr scheiße laberst. Das Statement von Fallen war der Brief eines Grundschulkindes... Hast du den mal gelesen? Außerdem ist das gar keine gültige Argumentation weil es EBEN "Fallen" gesagt hat. Und es war keineswegs Rechtswidrig, wenn dann für die Spieler von LG weil sie über ihren Vertrag hinweg gehandelt haben, aber SK trägt keine Schuld. Lappen :)
#38
cPzLk schrieb am 03.06.2016, 19:43 CEST:
Gasinst schrieb:
Mal wieder ein netter Text. Sicherlich nicht das was man sich zu diesem Intermezzo wünscht, aber er zeigt nochmal das LG keine Unschuldsengel sind.
Noch kurz zu S4L: Leider ist es so, dass LG bzw. das Team richtig hart reingeschissen hat. Ohne zutun von SK. Die Spieler hätten draufhinweisen müssen, dass bereits ein Vertrag zu unterschrift vorgelegen hat. Somit das LOI mehr als nur ein Stück "Papier" war. Hätte SK das gewusst wäre es nicht soweit gekommen und SK's Rechtsanwälte hätten das Schriftstück auch anders bewertet. Ebenso ist es zwar nicht das Verhalten eines Ehrenmannes die andere Orga aufs Kreuz zu legen, dennoch ist dieses Geschäftsgebahren legitim und rechtssicher. SK muss nicht an die Orga ran, da sie das Team haben möchte und zwar nach Vertragsablauf vom Team. Kein vorzeitiger Kauf des Teams. Guck dir das Video von Thorin zu Fallens Blog dazu an. Auch nicht der Weisheit letzter Schluss, setzt den Text aber in einen guten Kontext.


Sag ich ja... Möchte der liebe S4L aber nicht einsehen, ist nämlich ein LG Fanboy. Ich denke es wird Abfindungscheck hinauslaufen. Ich bezweifle dass SK ein Team an Bord holt dass sich so immens dagegen wehrt. SK spielt die ganze Nummer über den Rechtsweg um an Geld zu kommen (denke ich)
#39
milchkostet50cent schrieb am 03.06.2016, 20:03 CEST:
More money, more problems.
Macht uns ja nicht unseren Esport kaputt!
#40
zipp1 schrieb am 03.06.2016, 21:13 CEST:
nach dem was man hier so liest, ist LG ja mal der letzte Haufen Gülle, verständlich dass man da weg will lol
#41
Judass schrieb am 03.06.2016, 22:04 CEST:
nebulein schrieb:
Judass schrieb:
Womit erpresst LG nun seine eigenen Spieler das sie vom Vertrag zurücktreten wollen?
Visa??


Ich vermute mal das man dann Preisgelder nicht mehr ausbezahlen möchte oder sowas und wenn es da wie in einem Beitrag erwähnt, um 200.000 Dollar geht und das war vor dem Major, dann weiss man ja um wieviel Geld es hier ungefähr gehen wird.


Nichts was Valve nicht lösen könnte zumindest wenn es ums Major geht.
Außerdem könnte man mit SK reden das sie das Geld einfordern und es quasi als Bedingung machen. Dafür braucht man dann nicht so ein Medien Echo mit komischen erklärungen zu fabrizieren.
#42
S4L schrieb am 03.06.2016, 22:58 CEST:
cPzLk schrieb:

Junge bitte sei einfach leise bevor du noch mehr scheiße laberst. Das Statement von Fallen war der Brief eines Grundschulkindes... Hast du den mal gelesen?
Außerdem ist das gar keine gültige Argumentation weil es EBEN "Fallen" gesagt hat.
Und es war keineswegs Rechtswidrig, wenn dann für die Spieler von LG weil sie über ihren Vertrag hinweg gehandelt haben, aber SK trägt keine Schuld. Lappen :)

Läuft bei dir junge, erstma reinbeleidigen, gute Sache! Halt dich einfach raus wenn du keine ordentlich gesittete Diskussion führen kannst.

nebulein schrieb:

Wieso sollte eine Kontaktaufnahme rechtswiedrig sein? Das hätte ich jetzt gern mal erklärt ;)

1. Bestand kein schriftlicher Vertrag mehr zwischen dem LG Lineup und LG, weil dieser war ausgelaufen.

2. Gab es nur diese äußerst schwammige LOI, die aber vor Gericht keinen Bestand haben würde.

SK hat hier einfach keinen Fehler gemacht. Verbockt haben das andere... und es ist in dem Fall dann auch richtig, dass man das Lineup kontaktiert und nicht die Orga.


Es Bestand sehr wohl ein Vertrag zwischen LG und den Spieler, der alte läuft ja erst Juni oder Juli aus(bin mir nich mehr sicher).
Und wieso genau sollte das LOI kein bestand haben? Von dem was man mitbekommen hat würde dagegen sprechen, dass sie den geplanten Vertrag nicht nach den angesetzten zwei Wochen
unterschrieben haben, trotzdem hat sich laut Fallen ja LG schon an die abmachungen gehalten was wiederum für den LOI sprechen würde. Ohne alle informationen und wirklich ein
Experte darin zu sein kann man einfach nicht sagen wer da am Ende vor Gericht gewinnt.

Gasinst schrieb:
Die Spieler hätten draufhinweisen müssen, dass bereits ein Vertrag zu unterschrift vorgelegen hat. Somit das LOI mehr als nur ein Stück "Papier" war.
Hätte SK das gewusst wäre es nicht soweit gekommen und SK's Rechtsanwälte hätten das Schriftstück auch anders bewertet.
Ebenso ist es zwar nicht das Verhalten eines Ehrenmannes die andere Orga aufs Kreuz zu legen, dennoch ist dieses Geschäftsgebahren legitim und rechtssicher.
SK muss nicht an die Orga ran, da sie das Team haben möchte und zwar nach Vertragsablauf vom Team. Kein vorzeitiger Kauf des Teams.
Guck dir das Video von Thorin zu Fallens Blog dazu an. Auch nicht der Weisheit letzter Schluss, setzt den Text aber in einen guten Kontext.

Sie haben ihnen doch von den LOIs erzählt, aber SK meinte ja das nichts bindend ist solange sie den endgültigen Vertrag unterschrieben haben.

In Fallens Blog(den wie ich das gefühl habe nur ich wirklich gelesen und verstanden habe) steht, dass Verhandlungen mit einem Team während sie noch unter vertrag sind
etwas ist was sich Tortious interference nennt. Nach meinen Recherchen und wie ich es verstanden habe trifft das auch zu. Wenn mir aber jemand mit ner ordentlichen quelle
das gegenteil beweist bin ich gern bereit das einzusehen.
Ich weis auch so das Fallens statement nicht grade schlau durchdacht oder in irgendeinem anderen Sinne gut war, auf mich hat es
jedoch sehr ehrlich gewirkt. Und wenn ich dann lese das Fallen sich ja nur rausreden will und seinen guten Ruf retten will frage ich mich ob wir das selbe statement gelesen haben
Er hat ja wohl mehrfach betont dass das was er gemacht hat falsch war und er und seine Spieler die Schuld daran haben. Habe extra nochmal ein Zitat rausgesucht:
"We definitely made a mistake there and we are the only ones to blame."
Also wenn das eure art ist euch aus einer Sache rauszureden dann weis ich ja auch nicht.
Und ja auch das Video von Thorin habe ich gesehen, dass Fallen ein blödes Statement abgibt ändert für mich aber nichts an den genannten Tatsachen.

cPzLk schrieb:
Sag ich ja... Möchte der liebe S4L aber nicht einsehen, ist nämlich ein LG Fanboy.

Wieso genau bin ich jetz ein Fanboy?
#43
.dAni schrieb am 04.06.2016, 02:05 CEST:
rijbi schrieb:
Die LG Spieler haben einfach nur Angst um diePreisgelder, die man noch nicht erhalten kann. Mit der Kohle wäre man schon längst über alle Berge. Schlechtes Gewissen, trolololol...


+1

Haben in der letzten Zeit richtig dick abkassiert. Aber der CEO rückts nicht raus
#44
Gasinst schrieb am 04.06.2016, 12:55 CEST:
S4L schrieb:
Sie haben ihnen doch von den LOIs erzählt, aber SK meinte ja das nichts bindend ist solange sie den endgültigen Vertrag unterschrieben haben.

In Fallens Blog(den wie ich das gefühl habe nur ich wirklich gelesen und verstanden habe) steht, dass Verhandlungen mit einem Team während sie noch unter vertrag sind
etwas ist was sich Tortious interference nennt. Nach meinen Recherchen und wie ich es verstanden habe trifft das auch zu. Wenn mir aber jemand mit ner ordentlichen quelle
das gegenteil beweist bin ich gern bereit das einzusehen.
Ich weis auch so das Fallens statement nicht grade schlau durchdacht oder in irgendeinem anderen Sinne gut war, auf mich hat es
jedoch sehr ehrlich gewirkt. Und wenn ich dann lese das Fallen sich ja nur rausreden will und seinen guten Ruf retten will frage ich mich ob wir das selbe statement gelesen haben
Er hat ja wohl mehrfach betont dass das was er gemacht hat falsch war und er und seine Spieler die Schuld daran haben. Habe extra nochmal ein Zitat rausgesucht:
"We definitely made a mistake there and we are the only ones to blame."
Also wenn das eure art ist euch aus einer Sache rauszureden dann weis ich ja auch nicht.
Und ja auch das Video von Thorin habe ich gesehen, dass Fallen ein blödes Statement abgibt ändert für mich aber nichts an den genannten Tatsachen.

Okay dann nochmal etwas aufgebröselter: Ja die LG Spieler haben SK von den unterschriebenen LOI's unterrichtet. Da widerspreche ich auch nicht. Kanackpunkt an der Sache ist und bleibt nach wie vor, dass keiner der Player oder der Teammanager gegenüber SK zum Ausdruck gebracht hat, dass die Orga ihrer Verpflichtung, einen unterschriftsreifen Vertrag vorzulegen, aus dem LOI nachgekommen ist und somit man quasi wieder unter Vertrag steht (den man nur noch nicht von Spielerseite unterschrieben hat, aber schon die Bezüge einstreicht).
Und das ist die Sache: SK konnte somit diesen Sachverhalt als außenstehender Dritter nicht nachvollziehen (zwar wussten die vom LOI, aber nicht von den vorgelegten Verträgen). Somit konnte SK die LOI nur falsch interpretieren (inklusive Schilderung der Ausgangslage an die Rechtsanwälte und deren abschließende Konklusion).
Ergebnis für SK in Summe: Spieler sind zwar noch im Vertrag, dieser läuft jedoch zur Mitte des Jahres aus. Somit sind die Verhandlungen vollständig in Ordnung, da nicht auf eine Kündigung des Vertrages oder Vertragsbrüchigkeit mit LG gepocht worden ist, sondern ein reibungsloser Übergang (Anfang Juli?) in ein anderes Vertragsverhältnis nach Auslaufen (Ende Juni) des bestehenden Vertrags. Somit haben wir es von Seiten SK's mit Vertragsverhandlungen nach gutem Gewissen zu tun.
Ebenso springt der Terminus "tortious interference" in meinen Augen garnicht ein, da SK nicht mutwillig gegen einen bestehenden Vertrag arbeiten will, sondern wie beschrieben von freien Verhandlungen mit wechselwilligen Spielern ausgeht. Das LG sich da selber Klarheit verschafft hat vor dem Major (mit deren Unterschrift), ist nicht SK's Problem. Die "tortious interference" hätte gegriffen, wenn die LG Spieler SK informiert hätten, dass bereits ein neuer Vertrag vorliegt und nur noch nicht von Spielerseite unterschrieben ist. So nebenbei: Aus Fallens Statement geht klar hervor, dass SK lediglich von den alten Verträgen wusste und nicht von den neuen Verträgen (da diese nur der Orga bis dato wirklich vorlagen).
Und ja ich habe mir FalleN's Statement dazu nochmal durchgelesen. Die Passagen die genau diesen Knackpunkt beinhalten, sind so vage das man ihn auch in deine Sichtweise interpretieren kann. Hierbei muss man jedoch der von FalleN eingebauter Suggestion im Text folgen. Und die ist zweifelsohne vorhanden. Ebenso geht nicht hervor welche Vertragsdetails in den Gesprächen mitgegeben worden sind, oder ob mitgeteilt worden ist das es sich hier um Details aus den neuen Verträgen handelt.
Ich hoffe nun ist mein Standpunkt etwas klarer geworden. Noch kurz zu FalleN's kompletten Text: Ja er gibt zu, dass er und sein Team scheiße gebaut haben. Jedoch tut er in diesem Text alles mögliche um SK als ausgemachten Bösewicht darzustellen und LG als arme Opfer. Da man auch erfährt, dass das Price Money über die Orga geht liegt der Gedankengang nicht fern, dass FalleN sich mit dem Text bei der Orga LG anbiedern will um das zerrüttete Verhätlnis zu kitten und doch noch was vom Price Money zu sehen.
#45
S4L schrieb am 04.06.2016, 18:05 CEST:
Gasinst schrieb:

SK konnte somit diesen Sachverhalt als außenstehender Dritter nicht nachvollziehen


unwissenheit schützt vor Strafe nicht. SK hatte den LOI sogar vorliegen und hätte somit wissen müssen ob das relevant ist oder nicht. Wenn es relevant ist liegt es in ihrer eigenen Verantwortlichkeit das in erfahrung zu bringen. als kleine Referenz musst du ja zum Beispiel trotzdem nen strafzettel bezahlen obwohl du nicht wusstest das es eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.

Gasinst schrieb:

dass die Orga ihrer Verpflichtung, einen unterschriftsreifen Vertrag vorzulegen, aus dem LOI nachgekommen ist und somit man quasi wieder unter Vertrag steh


der Knackpunkt ist die erwähnte Verpflichtung. Der entscheidende Punkt liegt darin was genau in dem LOI steht. Steht in dem LOI das man den Vertrag nur vorlegen muss oder steht darin dass er innerhalb der zwei Wochen unterschrieben sein muss. Dieses Detail ist extrem wichtig.
Muss der Vertrag nämlich innerhalb der vierzehn Tage unterschrieben sein wäre der CEO selbst schuld dass er so naiv ist und nicht gleich drauf besteht dass unterschrieben wird. steht darin dass man sie nur vorlegen muss träfe den CEO von LG absolut keine Schuld.
Wäre der LOI so formuliert, dass der Vertrag nach zwei Wochen UNTERSCHRIEBEN sein muss wäre es tatsächlich nicht der Fehler von SK.
Da man das jedoch nicht beurteilen kann ohne den LOI zu sehen läuft diese Diskussion wohl ins leere
 
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