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Event: Das ELEAGUE-Major-Finale unter der Lupe 03.02.2017, 20:00

Clutches und Eco-Rounds bestimmten das Major-Finale

Das Finale des ELEAGUE Majors ist nun ein paar Tage her. Nachdem sich unser Herzschlag wieder normalisiert hat, haben wir dem Endspiel zwischen Virtus.pro und Astralis noch einmal auf den Zahn gefühlt.



Map-Veto

Im Großen und Ganzen lief das Map-Veto im Finale des ELEAGUE Majors wie erwartet. Die ersten beiden Banns waren klar auf die Stärken des Gegners ausgelegt. Cobblestone ist eine der besten Maps von Virtus.pro, der Bann der Dänen daher nicht verwunderlich. Auf der anderen Seite verwies VP Dust2 aus dem Map-Pool, auch aus Respekt vor der Aim-Stärke der Dänen.



Auch die beiden Picks liefen, wie es die Experten vorhersahen. Virtus.pro entschied sich für die taktische Map Nuke und Astralis pickte Overpass und vertraute dort auf die eigene Stärke. Die Entscheidungsmap wurde Train, eine Map, die man eher zugunsten von VP gesehen hatte, da sich die Polen dort gegen SK Gaming durchsetzen konnten.

Eco-Rounds und Clutches dominierten die erste Map

Nuke war die Map von Virtus.pro. Aus diesem Grund hatte Astralis die Seitenwahl, was auf dieser Map schnell zum entscheidenden Faktor werden kann. In der Vergangenheit war Nuke extrem CT-lastig. Dies relativierte sich zwar etwas mit dem Rework, doch noch immer ist die CT-Seite stärker als die der Terroristen.

Für Virtus.pro war es also wichtig einen guten Start hinzulegen. Mit der Niederlage in der Pistolenrunde schien dieses Unterfangen erstmal ins Stocken zu geraten. Ein anschließender Tec-9-Force-Buy brachte die Polen aber zurück ins Spiel. VP holte viele T-Runden, obwohl man das Gefühl hatte, dass ihre Taktiken oft sehr vorhersehbar waren.

Eine Schlüsselrunde erkämpften sich die Polen beim Stande von 6:6. Mit einer Vier-gegen-Drei-Situation gingen die Dänen in einen Retake. Die Polen fielen einer nach dem anderen. Lediglich Snax stellte sich in einem Eins-gegen-Drei-Clutch. Dadurch kamen die Dänen in einen Eco-Strudel und VP konnte mit einem 9:6 in die Halbzeit gehen.



Auch die zweite Pistolround ging an Astralis und die Dänen kamen noch einmal heran. Das Eco-System aus CS:GO brachte beide Teams regelmäßig ins Schwitzen. Der Money-Reset hätte Virtus.pro auf ihrer eigenen Map beinahe das Genick gebrochen. Beim Stand von 12:12 mussten die Polen in eine Voll-Eco, doch TaZ sorgte mit einem Triple-Kill für den Sieg in dieser Runde.



Xyp9x als Retter auf Overpass

Die Schlüsselrunde auf der zweiten Map wurde durch eine Einzelleistung entschieden. Andreas 'Xyp9x' Højsleth gewinnt ein Eins-gegen-Drei, bei dem er nach dem ersten Kill nur noch einen HP hatte. Damit konnte der Däne das Momentum zurück auf die Seite seines Teams bringen.



In dieser Szene ist es jedoch ein großer Fehler der Polen, der den Clutch des Dänen ermöglicht.

Snax scheitert auf dem Weg zum Match-Point

Die Polen kamen dem Sieg auf Overpass immer näher. In der 28. Runde folgte ein B-Go, der in einer Zwei-gegen-Zwei-Retake-Situation gipfelte. Kjaerbye kam unbemerkt aus dem Monster und konnte dort den ersten Spieler ausschalten. Snax, der zu diesem Zeitpunkt im CT-Wasser sein Unwesen trieb, erzielte einen Frag und befand sich damit in einem One-on-One gegen kjaerbye. Dieser schmiss eine Smoke auf die Bombe im Wissen, wie Snax sich verhalten würde, und aimte ihn perfekt ab. Damit glichen die Dänen zum 14:14 aus.



Die Dänen konnten auch die Anschlussrunden gewinnen und somit zum 1:1 nach Maps ausgleichen.

Ein Comeback führt zum Major-Sieg

Das Spiel hatte bis zu diesem Zeitpunkt alles, was das CS-Herz begehrt - Starke Clutches, enge Maps. Das einzige, was fehlte, war ein schönes Comeback. Dafür sorgten die Dänen dann auf Train. Die Map wurde auf dem Papier eher Virtus.pro zugeschrieben, die sich bereits gegen SK Gaming auf deren stärkster Map behaupten konnten.

So legten die Polen auch los. Auf der T-Seite erwischten Filip 'Neo' Kubski und Co. einen Start, den man sich in einem Finale nur wünschen kann. 7:0 gingen die Polen auf der vermeintlich schwächeren Seite in Führung. Das Momentum drehte sich jedoch noch einmal in der Halbzeit. Die Dänen holten auf und verkürzten zur Halbzeit auf ein 6:9.

Das Momentum kippte immer wieder hin und her. Virtus.pro konnte erneut weiter davonziehen, bis zu einer Schlüsselrunde beim Stand von 13:7. Astralis stand mit dem Rücken zur Wand. Das Geld reichte lediglich für einen Tec-9-Force. Diesen spielten die Dänen stark aus, während die Polen nicht gut positioniert die Aim-Duelle verloren. Außerdem verlor Snax erneut einen seiner Eins-gegen-Eins-Clutches.



Dies schien die Moral von VP zu brechen. Die Polen holten lediglich noch eine Runde, ehe das Spiel an Astralis ging. Das Match war pure Spannung und taktisch auf einem sehr hohen Niveau, auf dem nur Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entschieden.


Verfolgt ihr ELEAGUE Major 2017?



Geschrieben von DasiN

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Kommentare


#1
j0nnyz3r0 schrieb am 03.02.2017, 21:09 CET:
Wirklich schön geschrieben!
#2
bronkz schrieb am 03.02.2017, 21:43 CET:
Ja die Tec9 Runde hats VP verkackt hätte man die Runde geholt wär man bei 14:7 und dann hätten sie es voll zu gemacht, sehr sehr bitter
 

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