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Meinung: Warum internationale Teams die Zukunft dominieren werden23.04.2017, 20:00

FaZe beeinflusst die Zukunft

Der FaZe Clan erklomm den Berg der Probleme internationaler Teams und rammte ihre Fahne in den kühlen, Kiewer Boden. Das Team belohnte sich damit nicht nur selbst, sondern rechtfertigt endgültig das wegweisende Konzept eines internationalen Teams. Dies ist nicht mehr nur eine Marketing-Idee, sondern Anwärter für den Sieg vieler Majors.






Die Idee FaZe erfindet im eSport zwar nicht das Rad neu, leistete dafür in Counter-Strike: Global Offensive durchaus Pionierarbeit und wurde deshalb zum Vorbild für andere Organisationen, namentlich mousesports, PENTA Sports und neuerdings Team Dignitas.

Die Prämisse der Idee ist schnell erklärt. Hat ein Team mehr Möglichkeiten in der Auswahl seiner Spieler, ist die Chance höher, das mit ihren Mitteln bestmögliche oder sogar das beste Team der Welt zusammenzustellen. Trotzdem mussten zuerst einige Hindernisse beseitigt und Türen geöffnet werden, damit dieser Weg ans Ziel akzeptiert und als sinnvolle Alternative angesehen werden konnte.

Obwohl es von Anfang an eine vielversprechende Idee war, sträubten sich die Teams jahrelang vor dieser bahnbrechenden Änderung. Zum einen war das Vertrauen in die nationaleren Teams noch zu groß, während es in ein internationales Team schwindend gering blieb. Zusätzlich sah man aus Unternehmer-Sicht das vermarkten eines nationalen Teams für wertvoller an, besonders da Kinguin als Vorreiter den Initialhype für sich beanspruchen konnte.



Der Start in eine rosige Zukunft

Die Reise begann bei dem eSports-Investor Nummer Eins, Kinguin, der sogar SK Gaming im Rennen um das vielversprechende, erste Team Kinguin-Lineup ausstach. Der Star-AWPer Mikail 'Maikelele' Bill von den Ninjas in Pyjamas, dem wohl besten Aimer der Welt Adil 'ScreaM' Benrlitom, bekannt aus den besten französischen Lineups von Team VeryGames und ex-Titan eSports und dem norwegischen Talent Håvard 'rain' Nygaard, der extra aus seinem noch 22. Monate lang laufenden Vertrag gekauft wurde. Schnell tauschte man Alexander 'SKYTTEN' Carlsson mit Dennis 'dennis' Edman und bildete ein solides Fundament. Somit war nicht nur eine Zukunft innerhalb des Servers gesichert, sondern auch eine vermarkbare Idee sowie Spieler.

Durch den finanziellen Support gelang es Kinguin, bzw. später Gamers2, die besten Spieler im Rahmen ihrer Möglichkeiten unter Vertrag zu nehmen und machten somit vollen Gebrauch vom Konzept.

Überlegenheit einer Idee

Die Auswahlmöglichkeit trägt dieses Konzept. Es lassen sich dadurch insgesamt leistungsfähigere Spieler bzw. Stars verpflichten und somit den Overall-Skill erhöhen. Das momentane FaZe-Team hat dadurch den Luxus von Spielern Gebrauch machen zu können, die eine enorme Pistol-Stärke besitzen. Deshalb gelang dem Mix nicht nur die einmalige Serie von elf gewonnen Pistol-Runden infolge, sondern auch eine Vielzahl gewonnener Forcebuys bzw. Eco-Runden, was in der momentanen Meta unglaublich wertvoll ist und eine Voraussetzung für Erfolg zu sein scheint.


[…] to be diverse can be beneficial when scouting for talent because we are not bound to one language like some of the other teams.
– denis im Interview bei thescoreesports, 22. Oktober 2016)


Ein weiterer, riesiger Pluspunkt ist der dadurch resultierende, mögliche Fokus auf die Nebenqualitäten eines potenziellen neuen Spielers. In der Vergangenheit wurden beispielweise Attribute außerhalb des Servers, wie Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft oder Arbeitsmoral in Frage gestellt. Mit einer breiteren Auswahl ist es den Teams möglich, diese Aspekte besser auszubalancieren und abzuwägen, welche in den individuellen Fällen von mehr Relevanz sind. Somit kommt man dem Anforderungsprofil um einiges näher.

Zu den Nebenqualitäten zählen momentan auch noch die Rollen bzw. Spielweisen, wie auch die zu spielenden Spots. Eine AWP gegen eine AWP zu tauschen ist der erste Aspekt. Der zweite sollte aber die Spielweise sein. Ob ein Team Aleksi 'allu' Jalli oder Jesper 'JW' Wecksell als neue Main-AWP verpflichtet, wird einen erheblichen Unterschied machen. Auch auf die Spots der individuellen Spieler kann mehr eingegangen werden. Würde man Wiktor 'TaZ' Wojtas ersetzen, würde ein großes Loch auf der unbeliebten Position des Droppers auf Cobblestone entstehen, welches es zu füllen gilt. Ansonsten sind erneute interne Umstellungen die Folge.

Demgegenüber steht ebenfalls die eingeschränkte Tranferpolitik der Nationalteams. In der Regel spielen nicht mehr als zwei Spieler dieselbe Rolle auf einem hohen Niveau. Kenny 'kennyS' Schrub ist in der französischen Szene der einzige AWPer, die zwei verbleibenden In-Game-Leader Vincent 'Happy' Schopenhauer und Richard 'shox' Papillon sind außerdem, vertretbarerweise, auch die zwei besten Lurker. Zu allem Überfluss schieben persönliche Probleme und Politik innerhalb der Szene einigen möglichen Lineups einen Riegel vor. Aus diesem Grund ist ein größerer Pool mit Blick auf die Zukunft von noch höherer Bedeutung.

Ein überwindbares Hindernis

Dieser enorme Vorteil steht dem gewaltigen Nachteil der Kommunikation gegenüber, dem wohl wichtigsten Element in Counter-Strike.

Die Kommunikation entscheidet über Sieg oder Niederlage einer Map, eines Matches oder gar eines Events. Nicht umsonst wird dieser integrale Bestandteil von den Spielern immer wieder thematisiert, der auch in nationalen Teams nicht nur gemeistert, sondern perfektioniert werden musste. Die nationalen Teams haben dabei einen natürlichen Vorteil im Zusammenspiel. Kulturelle Gemeinsamkeiten, natürlicheres Verständnis und Vertrautheit führen zu einer komplett anderen Teamdynamik.

Deswegen schreckten die Sprachbarriere und das unterschiedliche Zusammenspiel viele Teams von dieser Idee ab und wurden auch bei der Ankündigung des ersten Kinguin Lineups als größtes Hindernis angesehen.

Da dieser Aspekt immer eine tragende Rolle spielt, muss man sich einen Weg suchen, um das Problem einzudämmen. Die Professionalisierung der gesamten Szene und Struktur der Organisationen trägt schon jetzt einen Teil dazu bei, wird in der Zukunft aber noch weiter wachsen.

Die Einsetzung von Analysts und Coaches ist dabei nur der Anfang. Diese helfen zum einen mit der Kommunikation, zum anderen aber auch schon in der Vorbereitung, damit die diese in manchen Situationen zweitrangig ist. In League of Legends können wir zum Beispiel beobachten, dass sogar Coaches für die einzelnen Positionen genutzt werden.

Auch das Londoner Unternehmen FACEIT ist mit der zunehmenden Sensibilisierung der Spieler durch die Pro League einen ersten Schritt Richtung internationale Teams gegangen. Die Akteure konnten aus erster Hand Erfahrungen innerhalb eines internationalen Gefüges sammeln und somit den Umgang lernen, da die FPL aufgrund der hochkarätigen Spielerschaft und der Karrieremöglichkeiten, wie man im Fall Niclas 'PlesseN' Plessen, Jonas 'Lekr0' Olofsson und Robin 'ropz' Kool sehen kann, ernst genommen wird.

Skill > Probleme

Der FaZe Clan schießt seine Probleme weg und das erreichte Ziel bleibt erstaunlich. Das Team ist ein Aushängeschild für jedes internationale Team und hat mit dem Sieg der SL i-League StarSeries Season #3 endgültig den Stein ins Rollen gebracht. Das beängstigende an diesem Erfolg ist die Zusammensetzung der Spieler.

Natürlich scheint diese glücklich gewesen zu sein, aber das Team besteht mit Finn 'Karrigan' Andersen und Fabien 'kioShiMa' Fiey aus zwei Spielern, die aus ihrer nationalen Szene aussortiert worden sind und allu, der von einem Tier-3 Team kam. Einen Königstransfer haben wir bis jetzt nur in Form von Nikola 'NiKo' Kovač gesehen. Sollten mehr in dieser Größenordnung folgen, wird eine neue Ära der Dominanz eingeleitet. Die Konkurrenz sollte sich in Acht nehmen.

Ist die Zeit der internationalen Teams angebrochen?


Geschrieben von Zorkaa

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Kommentare


#1
Drizzel_ schrieb am 23.04.2017, 20:16 CEST:
Ist die Zeit der internationalen Teams angebrochen?

Ich hoffe nicht. Dafür sehe ich zu gerne z.B. ein Team wie BIG. Da kommt ein ganz anderes Feeling auf
#2
99FailBan schrieb am 23.04.2017, 20:33 CEST:
"und allu, der von einem Tier-3 Team kam."
allu kam von NiP und NiP ist Tier 1.
#3
HOF schrieb am 23.04.2017, 20:40 CEST:
99FailBan schrieb:
"und allu, der von einem Tier-3 Team kam."
allu kam von NiP und NiP ist Tier 1.


Allu kam von Ence und Ence war Tier 3.
#4
Max Albert schrieb am 23.04.2017, 20:42 CEST:
Allu spielte für ENCE bevor er zu FaZe wechselte
#5
DIZZELELE schrieb am 23.04.2017, 20:45 CEST:
Nein Allu kam von Ence

Da waren wohl 2 schneller :D
#6
BestCarpenter schrieb am 23.04.2017, 21:21 CEST:
99FailBan schrieb:
"und allu, der von einem Tier-3 Team kam."
allu kam von NiP und NiP ist Tier 1.


selbst wenn, Nip ist doch auch tier3 LUL
#7
kaneomatic schrieb am 23.04.2017, 21:38 CEST:
BestCarpenter schrieb:
99FailBan schrieb:
"und allu, der von einem Tier-3 Team kam."
allu kam von NiP und NiP ist Tier 1.

selbst wenn, Nip ist doch auch tier3 LUL


und mouz tier42
#8
ace1337 schrieb am 23.04.2017, 21:47 CEST:
kaneomatic schrieb:
BestCarpenter schrieb:
99FailBan schrieb:
"und allu, der von einem Tier-3 Team kam."
allu kam von NiP und NiP ist Tier 1.

selbst wenn, Nip ist doch auch tier3 LUL

und mouz tier42


:D
#9
99FailBan schrieb am 23.04.2017, 21:58 CEST:
HOF schrieb:
99FailBan schrieb:
"und allu, der von einem Tier-3 Team kam."
allu kam von NiP und NiP ist Tier 1.

Allu kam von Ence und Ence war Tier 3.


Dachte allu wäre von ence zu NiP zu faze?
#10
phN6077 schrieb am 23.04.2017, 22:51 CEST:
99FailBan schrieb:
HOF schrieb:
99FailBan schrieb:
"und allu, der von einem Tier-3 Team kam."
allu kam von NiP und NiP ist Tier 1.

Allu kam von Ence und Ence war Tier 3.

Dachte allu wäre von ence zu NiP zu faze?


Ne er war nach nip wieder zurück zu ence
#11
ynKento schrieb am 24.04.2017, 07:51 CEST:
Erstmal major gewinnen....
#12
D3nn15 schrieb am 24.04.2017, 09:26 CEST:
Toller Artikel muss ich sagen. =)

Ob es nun ein Konzept für die Zukunft ist wird sich zeigen. Ich denke das die Sprachbarriere in Zeiten, in denen Englisch immer mehr zur Standard-Ausstattung gehört bald kein Problem mehr darstellen wird und ein ambitionierter Spieler wird sich damit bestimmt auch "beschäftigen".

Das größte Problem wird, wie bei jedem Team sein das es intern (und menschlich) passt. Ob das nun bei einem internationalen Team schwieriger ist als bei einem Nationalen, das sei mal dahin gestellt. Aber das Teams wie FaZe in absehbarer Zeit "Standard" werden, das sehe ich nun noch nicht. Was die Zukunft bringt muss man sehen.
#13
Jenson H. schrieb am 24.04.2017, 10:30 CEST:
das ist ja tatsächlich soetwas wie esport-journalismus.

gute arbeit!
#14
HaZerino schrieb am 24.04.2017, 11:18 CEST:
kaneomatic schrieb:
BestCarpenter schrieb:
99FailBan schrieb:
"und allu, der von einem Tier-3 Team kam."
allu kam von NiP und NiP ist Tier 1.

selbst wenn, Nip ist doch auch tier3 LUL

und mouz tier42


Salz gibts an der Theke!
#15
PidermaN schrieb am 24.04.2017, 13:03 CEST:
kaneomatic schrieb:
BestCarpenter schrieb:
99FailBan schrieb:
"und allu, der von einem Tier-3 Team kam."
allu kam von NiP und NiP ist Tier 1.

selbst wenn, Nip ist doch auch tier3 LUL

und mouz tier42


er hat ja nicht das gegenteil gesagt. ( ͡° ͜ʖ ͡°)
 

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