ANZEIGE:
Szene: TWC 2016-Preisgelder immer noch nicht bei Teams angekommen21.06.2017, 20:30

E-frag wehrt sich gegen Nichtzahlungs-Vorwürfe

E-frag, der Veranstalter von The World Championship 2016, äußerte sich in einem TwitLonger-Post erstmals zu den ausstehenden Zahlungen der Preisgelder an die damals teilnehmenden Teams. Die eSports-Organisation schiebt dabei die Hauptschuld auf einen der Hauptsponsoren des Events.



Alle Schuld zu Azubu

Der dänische Spieler Casper 'cadiaN' Møller hat sich auf Twitter darüber beschwert, nach über acht Monaten immer noch kein Preisgeld von TWC 2016 erhalten zu haben. Und das obwohl die Preisgelder laut Regelbuch in den ersten 90 Tagen nach dem Event ausgezahlt werden sollten.


Laut E-frag liegt die Hauptschuld bei dem Streaming-Dienst Azubu, welcher einer der Hauptsponsoren des Events war. Dieser ist den vertraglichen Pflichten E-frag gegenüber noch immer nicht nach gekommen, was zum Beispiel auch die Auszahlung des Preisgeldes beinhaltet.

Anscheinend soll Azubu E-frag mitgeteilt haben, dass das Unternehmen die Preisgelder nicht bezahlen kann. Diese Aussage klingt verwundernswert, da das Unternehmen erst vor Kurzem den Konkurrenten Hitbox für viele Millionen USD gekauft und sich zu Smashcast.tv unbenannt hat.

Im Bezug auf Azubu ist dies nicht das erste Mal, dass sich das Unternehmen mit schweren Vorwürfe konfrontiert sieht. Laut eSports-Journalist Richard Lewis schuldet Azubu vielen Streamern und Content-Erstellern noch eine Menge Geld.

Zweifelhaftes Verhalten von E-frag

Selbst wenn Azubu wirklich die Hauptschuld an dem Vorfall tragen sollte, ist das Verhalten von E-frag mehr als fragwürdig. So hat sich das Unternehmen erst nach öffentlichem Druck zu dem Vorfall geäußert. Da stellt sich die Frage, ob die Verantwortlichen wirklich alles getan haben, um ihrer Pflicht nachzukommen. Einige Profis, wie z.B. Christopher 'GeT_RiGhT' Alesund, haben Zweifel an dem Verhalten E-frags.




Statement E-frag

We are currently in the process of procuring the prize money of the event which was signed contractually to be paid by Azubu at the immediate end of the event.

After not paying we decided to hire lawyers in California to discuss this with them. Bearing in mind Azubu not only owe us prize money and months of contractual funds, but also many other event organisers. They asked us to accept a very small amount of the money owed and that we must tell the teams we had the prize pool paid to us.

We then took Azubu to arbitration and are currently in the process of getting the money that is owed. Azubu has been telling us that they do not have funds even though they recently purchased Hitbox for millions (https://venturebeat.com/2017/01/10/esports-network-azubu-acquires-europes-hitbox-to-expand-global-esports-broadcasts/). Azubu denied buying hitbox when our lawyers spoke to them. The reason we have not yet gone public with this is in favour of reaching a mutual agreement with Azubu through our lawyers who advised us to not go public

We have a full commitment to pay any prize pool we promise any team and to this date we have never refused to pay anyone money that is owed unlike a lot of other companies in the space who continue to thrive oweing thousands.

We hope that we will be able to resolve this in arbitration but if not we will pay the pool through our own funds regardless.

It's a very shameful situation to be in and we deeply apologise for breaking your trust in us, but in this matter it is truly out of our hands. We had a contract signed by law and are currently paying thousands in legal fees to enforce it, that is the state of exports

We will in due time after the case reveal all the details concerning this case and the companies involved.


Thank you and we apologise once more


Geschrieben von Olimee

Quelle: dotesports.com

Ähnliche News

Kommentare


#1
iNiKolaus schrieb am 21.06.2017, 20:32 CEST:
expected.
#2
Jaegerlie schrieb am 21.06.2017, 21:14 CEST:
Es ist nur normal, dass dies nicht in der Öffentlichkeit breit getreten wird/wurde. Sowas hat auch etwas mit Professionalität zu tun.
Das einzige was getan hätte werden müssen ist das informieren der Spieler nach maximal 3 Monaten (bis Preisgelder ausgezahlt werden, dauert es normal, und sofern sie wirklich direkt aktiv wurden nachdem Azubu nicht gezahlt hat muss man auch eine gewisse Karenzzeit einräumen) und nicht nach einem dreiviertel Jahr.
Azubu hingegen, sollte alles stimmen, ist mehr als lächerlich...

Vor allem weil die Summe ja nun wirklich nicht die Welt ist (nach heutigen Standards)...
#3
Zaykor schrieb am 21.06.2017, 21:28 CEST:
Jaegerlie schrieb:
Es ist nur normal, dass dies nicht in der Öffentlichkeit breit getreten wird/wurde. Sowas hat auch etwas mit Professionalität zu tun.
Das einzige was getan hätte werden müssen ist das informieren der Spieler nach maximal 3 Monaten (bis Preisgelder ausgezahlt werden, dauert es normal, und sofern sie wirklich direkt aktiv wurden nachdem Azubu nicht gezahlt hat muss man auch eine gewisse Karenzzeit einräumen) und nicht nach einem dreiviertel Jahr.
Azubu hingegen, sollte alles stimmen, ist mehr als lächerlich...
Vor allem weil die Summe ja nun wirklich nicht die Welt ist (nach heutigen Standards)...


Die Spieler haben sie bestimmt informier, sonst wäre es nach 3-4 Monaten raus gekommen, dass kein Preisgeld bezahlt wurde. cadiaN hatte vermutlich Zweifel and der Wahrheit der Geschichte. E-Frag verhält sich professionell und ich hoffe die bekommen das vor Gericht durch.
#4
Waschbaeer schrieb am 21.06.2017, 21:36 CEST:
E-frag könnte halt auch einfach bereits selber das Geld an die Spieler und Teams zahlen und es dann intern von Azubu zurückfordern. Ist schließlich ihr Problem, wenn ihr Sponsor nicht zahlt, da haben die Teilnehmer nichts mit am Hut.
#5
enteJ schrieb am 21.06.2017, 23:04 CEST:
Gaming Paradise.. oh,sry - kleiner Flashback :D
#6
flowxy schrieb am 21.06.2017, 23:12 CEST:
Da zeigt sich mal wieder die Professionalität im E-Sport welche de facto nicht vorhanden ist.
#7
schniiii schrieb am 21.06.2017, 23:54 CEST:
flowxy schrieb:
Da zeigt sich mal wieder die Professionalität im E-Sport welche de facto nicht vorhanden ist.

Jo genau weil ein event von x anderen nicht auszahlt schön alle über einen kamm scheren
#8
FO-nTTaX schrieb am 22.06.2017, 02:11 CEST:
Waschbaeer schrieb:
E-frag könnte halt auch einfach bereits selber das Geld an die Spieler und Teams zahlen und es dann intern von Azubu zurückfordern. Ist schließlich ihr Problem, wenn ihr Sponsor nicht zahlt, da haben die Teilnehmer nichts mit am Hut.


Sehe ich auch so. Ich will ja bei weitem nicht Azubu freisprechen, aber als Turnierorganisator hat man halt selbst die Pflicht Gewinne auszuzahlen. Die Spieler haben ja ein Turnier von e-frag gespielt, nicht von Azubu, entsprechend erwarten sie ihr Preisgeld von e-frag, nicht von Azubu.
#9
blubs3n schrieb am 22.06.2017, 06:43 CEST:
Am ende ist es das Problem von E-Frag! Denn das Tournament haben sie ausgerichtet nicht Azubu, welche Mentalität habe ich denn als Unternehmen das etwas ausrichtet wenn ich schlussendlich Geld ausschreibe welches ich defacto nicht habe ? Das irgendwelche Sponsoren nicht zahlen spielt hierbei keine Rolle.

Wer du Musik bestellt muss sie auch am Ende zahlen.
#10
Crazyyy schrieb am 22.06.2017, 08:07 CEST:
blubs3n schrieb:
Am ende ist es das Problem von E-Frag! Denn das Tournament haben sie ausgerichtet nicht Azubu, welche Mentalität habe ich denn als Unternehmen das etwas ausrichtet wenn ich schlussendlich Geld ausschreibe welches ich defacto nicht habe ? Das irgendwelche Sponsoren nicht zahlen spielt hierbei keine Rolle.
Wer du Musik bestellt muss sie auch am Ende zahlen.

So wird das häufig gemacht
Auch in anderen Bereichen als im eSport
Deshalb macht man diese Verträge mit Sonsoren. EFrag sind die Organisatoren des Events. Rein theoretisch benötigen sie kein Kapital, so lange sie Sponsoren haben. Sollten diese ihren Vertrag brechen kann eFrag erstmal wenig machen.
Natürlich ist es blöd.
Vor allem weil Azubu das Geld hätte.
Aber was erwartest du? Die ESL könnte ihre Turniere ohne Sponsoren auch nicht halten. So eine Produktion kostet schon einiges. Denke für die EPL Finals fallen schon ne Millionen oder mehr an reinen Organisationskosten an
#11
nebulein schrieb am 22.06.2017, 08:37 CEST:
Kann E-Frag denn solche Summen überhaupt stemmen? Sind immerhin 100k Dollar um die es da geht.

Is ja nicht selten so, dass ein Veranstalter eben auch auf die Sponsoren angewiesen ist, sonst kann er die Preisgelder nicht zahlen.
#12
schniiii schrieb am 22.06.2017, 09:54 CEST:
nebulein schrieb:
Kann E-Frag denn solche Summen überhaupt stemmen? Sind immerhin 100k Dollar um die es da geht.
Is ja nicht selten so, dass ein Veranstalter eben auch auf die Sponsoren angewiesen ist, sonst kann er die Preisgelder nicht zahlen.


"We hope that we will be able to resolve this in arbitration but if not we will pay the pool through our own funds regardless."

-> sie sagen zwar, dass sie es auszahlen wenn azubu nicht zahlen sollte. ich glaube aber nicht, dass sie das können, dann hätten sie das nämlich schon gemacht und würden es von azubu eintreiben
#13
flowxy schrieb am 22.06.2017, 11:53 CEST:
schniiii schrieb:
flowxy schrieb:
Da zeigt sich mal wieder die Professionalität im E-Sport welche de facto nicht vorhanden ist.

Jo genau weil ein event von x anderen nicht auszahlt schön alle über einen kamm scheren


Mein Kommentar war wohl etwas zu kurz gegriffen.

Aber im E-Sport gibt es kaum Rahmenbedingungen oder Verbände welche einheitliche Strukturen auf professioneller schaffen / wollen / können / nicht gewünscht sind – vieles ist auf dem Hobbybereich außer die Preisgelder und Prämien.

Das fängt bei massiven zeitlichen Verspätungen bei großen Events an teilweise über mehrere Stunden gar ziehen sich technische Probleme sich über Tage oder treten in Folgetagen auf geht über Online-Ligen wo der Start des Matches des öfteren 10-15min nach Startzeitpunkt liegt.

Ausgenommen sind teilweise die Majors welche sehr gut produziert sind ausgenommen die der ESL.

Abgesehen von Cheatern welche sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen mal unabhängig davon in welchem Teil von CS dieser Bann erfolgte oder Cheater welche wieder in CS eingegliedert werden, weil sie zu blöd waren sich einen entsprechen den Cheat zuzulegen sie werden geduldet gar gefeiert unternommen wird nichts – das ist Entertainment, dass wollen die Leute sehen, Headshot durch die Wand – das wird gefeiert – das wird geliefert.

Man kann so was auch nicht jedes mal als „Jugendsünde“ stehen lassen, wenn ich mit 6 Jahren die Scheibe des Nachbarn beim Fußball zerschieße dann weiß ich bereits das dies nicht gut war und in dem Alter 16-17 kann ich das noch besser reflektieren.

Wenn sich Leute aktiv auf die Suche nach Cheats begeben um ein vorhandenes Anti-Cheat-System zu umgehen / auszuhebeln dann ist die böse Absicht dahinter schon erkennbar.

Matchfixing / Cheating welche keine Konsequenzen nach sich ziehen – E-Sport grenzt an rechtsfreien Raum, Preisgeld mitnehmen solange es geht wenn VAC kommt kein Problem in 2 Jahren bin ich wieder da, solange kann ich in anderen Ligen spielen und weiter kassieren.

Verträge die vielerorts scheinbar nicht bindend sind oder rechtlich nicht wasserdicht. So dass Wechsel der Spieler und Orgas erfolgt wie sie lustig sind.

E-Sport mag jung sein im Gegensatz zu anderen Sportarten jedoch sehe ich kaum bis wenige Veränderungen einheitliche Strukturen zu schaffen die Professionalität ist für mich leider nicht gegeben.

Geht über Shareholder welche Anteile an vielen Teams haben ein Interessenkonflikt welcher vor programmiert ist.

Kaum belebende Konkurrenz wodurch sich die Qualität der Events mal steigern würden.

Die Spirale ist leider Gottes so lang das es traurig ist.
#14
Misuke schrieb am 24.06.2017, 16:09 CEST:
Mir wäre das Verhalten von AZUBU sowas von egal .... Ich hab an einem Turnier von E-Frag teilgenommen und das wars.
Was interessiert mich beim Autokauf ob BMW nen Problem mit dem Getränkehalterhersteller hat .... muss ich dann bei dem Anrufen?
Nach so einer langen Zeit hätte ich schon längst den Anwalt ein Schreiben mit Zinsen aufsetzen lassen und notfalls eine Zwangsvollstreckung beantragt.

"We hope that we will be able to resolve this in arbitration but if not we will pay the pool through our own funds regardless."

Das ist als wenn mein Chef sagt : Dann zahl ich dein Gehalt halt von meinem Geld ....
 

Du bist nicht eingeloggt! Um einen Kommentar abzugeben, kannst Du dich hier anmelden.
Freaks 4U Gaming © 2012-2020 by 99damage.de - All rights reserved. - Staff - Impressum - Datenschutz