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Szene: Eine Geschichte von schlechtem Internet und Motivationsbüchern29.07.2017, 18:00

Vom Niemand zum Major-Champion

Abay 'hobbit' Khasenov ist der Senkrechtstarter schlechthin. Trotz einer bisher kurzen Karriere, wurde der Kasache Leistungsträger und Starspieler seiner Teams. Nur acht Monate nach seinem ersten LAN Sieg bei den Predator Masters #3 darf sich der Newcomer in die Elite der Major-Gewinner einreihen.




Woher kommt dieser HObbit?

Sowohl 2014 als auch 2015 gab es von Abay 'hobbit' Khasenov erste Lebenszeichen. Schon damals spielte der Unscheinbare mit seinem alten TENGRI-Teammate Adlet 'Keen' Nyrseytov und heutigen Teammates Rustem 'mou' Telepov und Dauren 'AdreN' Kystaubayev für das kasachische Nationalteam.

Unter der Organisation PARTY überbrückte er den Jahreswechsel 2016, ehe das Lineup TENGRI entstand. Das komplett kasachische Team war ambitioniert, unterlag jedoch immer wieder den Online-Qualifiern für etliche Ligen und Events.

Während dieser Zeit folgten für den damals 22-jährigen immer wieder Spielzeiten für das kasachische Nationalteam, sowie das national bekannte Team K23, wo er mit AdreN und Co. das begehrte Ticket für die WESG 2016 löste.

Kurz darauf durfte HObbit endlich wieder LAN-Luft schnuppern. Bei der Adrenaline Cyber League 2016 konnten die Kasachen gegen Gambit Esports 2:1 gewinnen, ehe sie gegen Flipsid3 Tactics im Upper-Bracket und erneut gegen Gambit im Lower-Bracket unterlagen und somit Platz drei belegten.

Eine Woche später schlidderten HObbit und Co. haarscharf an der Qualifikation für das EPICENTER: Moscow vorbei. Die jüngsten Ergebnisse und das positive LAN-Debüt brachte TENGRI somit endgültig auf die Karte. HObbit bestätigte sein Status als konstanter Fragger und legte weiterhin hohe ADR-Zahlen als Lurker vor.



Der große Sprung Richtung Gambit Gaming

Die kommenden Monate sollten HObbits Welt auf den Kopf stellen. Am 12. Oktober 2016 wurde er offiziell von Gamibt Esports vorgestellt. Die CIS-Organisation konnte sich mit den Offiziellen TENGRIs auf eine Leihe einigen, die bis heute ein Novum in Counter-Strike: Global Offensive ist. Das war jedoch nicht der einzige Coup des Tages. Zusätzlich sicherte sich Gambit Esports die Dienste des legendären Danylo 'Zeus' Teslenko. Leader, Mentor und Siegertyp. Für den jungen Kasachen ein unglaublicher Bonus.

Die ersten internationalen LAN-Events und wertvolle Erfahrungen unter der Führung von Zeus waren die Folgen. Nach einem mittelmäßigen Debüt und Platz 5-8 bei der eSports World Championship, folgten satte drei Goldmedaillen auf drei Events. Bis vor einem Monat belief sich sein Preisgeld noch auf einen niedrigen dreistelligen Betrag. Zum Vergleich: Im letzten Quartal 2016 wurden 131.952,83 US-Dollar in die Kassen seiner Teams gespült.

Während HObbit in Paris und Krefeld noch nicht komplett integriert wirkt, nahm Abay Khasenov das Ruder bei K23 selbst in die Hand. In gewohnter Online-Manier lieferte er über zwölf Maps ausschließlich grüne Zahlen - in Summe ein Plus von beeindruckenden 99 Frags - und zeigte somit die Fehler der asiatischen Teams. Die Neuverpflichtungen Zeus und HObbit sollten die enttäuschenden Ergebnisse nach der ESL One Cologne 2016 vergessen machen und eine vielversprechendere Zukunft ebnen.

Die DreamHack Winter 2016 hatte ein herausforderndes Teilnehmerfeld für das CIS-Team. Obwohl Gambit neben FlipSid3 das einzige Legend-Spot-Team waren, ist das neu formierte Lineup noch schwer einzuschätzen und kein klarer Favorit. Umso überraschender war der Durchmarsch Richtung Finale und Platz eins. Lediglich eine Map wurde im gesamten Turnier verloren. Denn HObbit zeigte auch gegen die westlichen Gegner seine potenziellen Starspielerqualitäten.

Insbesondere seine Leistungen im Halbfinale und Finale brachten HObbit zwei Monate nach dem Wechsel zu Gambit seinen ersten und verdienten MVP-Award ein. Eine Rookie-Geschichte, wie man sie besser nicht hätte schreiben können. Darüber hinaus wählte der von HLTV als zwölftbester Spieler 2016 gewählte Egor 'flamiE' Vasilyev, HObbit als kommenden Top-20-Spieler des nächsten Jahres. Der Kasache nutzte die Chance und der Durchbruch war perfekt.


Actually, this was my dream, to be an MVP of a big tournament. I don't know what to say, I have no words.


Schritt für Schritt

Eine weitere Neuheit für HObbit war das ELEAGUE Major. Ohne Teilnahme an einem 250.000+ Event wird der Spieler mit der kurzen Vita direkt ins Haifischbecken geworfen. Gegen die stargespickten Lineups von North, GODSENT, Virtus.pro und FaZe Clan machte der Major-Debütant keinen großen Wirbel um seine Person, verlor sich aber auch nicht auf der ungewohnt riesigen Bühne.

Ein solides 3:1 brachte Gambit in die Playoffs und das ausgerufene Minimalziel wurde erreicht. Dort angekommen verloren HObbit und Co. jedoch sang- und klanglos mit 16:03 und 16:05 gegen Fnatic und schieden somit aus.

Nach dem Major hielt der Aufschwung von Gambit jedoch nicht an. North wurde bei den Playoffs der DreamHack Masters Las Vegas 2017 zur Endstation und der Mappool wurde auch bei der SL i-League StarSeries Season #3 als Problem entlarvt, weshalb Platz Platz 12-14 die Folge war. Zeigt AdreN nicht sein Star-Gesicht, kann auch HObbit nichts gegen eine Niederlage tun.

Die Vorbereitung auf das Major

Nach dem Fauxpas in Kiev zementierte Gambit seinen Status als Top-Team mit Platz zwei bei der cs_summit #1 und einem Finale gegen SK Gaming. Obwohl die Leihe laut eigenen Aussagen nur bis zum nordamerikanischen Event laufen sollte, saß er auch bei den nächsten zwei Events für Gambit an der Maus.

Denn eine Woche später konnte Gambit erneut ein Event für sich entscheiden. Die Mappool-Anpassung, Train als dritten und sicheren Pick zu haben, machte das CIS-Team noch tödlicher, was sowohl G2 Esports als auch Immortals am eigenen Leibe erfahren mussten.

Eine längere LAN-Abstinenz sowie das Gruppen-Aus bei der DreamHack Summer 2017 ließen Fragen offen, in welcher Form sich Gambit präsentieren werde. Erneut wurde deutlich, wie viel Einfluss ein schlechter Tag von AdreN auf das Team haben kann.

Die Upset-Story von Krakau

Mit mousesports (16:10), G2 Esports (16:06) und Virtus.Pro (16:11) hatte Gambit Esports nicht die leichteste Route in die Playoffs. Trotzdem gelang dem Team der Einzug in die KO-Spiele als erstes und auf eine Art und Weise, die man nicht erwartet hätte.

HObbit erledigte wie gewohnt mit positiven Statistiken seinen Job. Allerdings war es AdreN, der die Gruppenphase eindeutig dominierte. Das Team Gambit feuert aus allen Zylindern, sodass sogar mou und Mihai 'Dosia' Stolyarov die Viertelfinal-Spiele für sich und ihr Team entschieden.

Im gefürchteten Match gegen die Turnierfavoriten Astralis tauchte HObbit uncharakteristischerweise ab. Allerdings funktionierte auch hier die Maschinerie und so spielte mou auf Overpass das wohl beste CS seines Lebens. Die entscheidende Map wurde erneut in der Philosophie als Team gewonnen. Zeus, AdreN und HObbit konnten alle 20+ frags verbuchen, sodass der dänische Titan geschlagen werden konnte.

Nach dieser geglückten Mammutaufgabe gab es für das CIS-Team einen Dämpfer. Mit 04:16 startete die Serie auf ihrer ehemals besten Map Cobblestone. Doch auf Train konnte insbesondere mou das Ruder herumreißen.

Auf der finalen Map zeigte Gambit Esports erneut ein anderes Gesicht. Es war HObbit, der im alles entscheidenden Match eines seiner besten Spiele abrufen konnte, mit 26 Frags das Scoreboard anführte und Gambit Esports die Krone aufsetzte.

Drei schwierige Best-of-Ones, ein heikles Best-of-Three gegen Fnatic, ein alles abverlangendes Halbfinale gegen Astralis und ein kräftezerrendes Finale gegen Immortals später, beendeten Zeus und sein Team die Mission.

Betrachtet man HObbits bisherigen Weg, lässt sich eine Karriere mit Raketenstart beobachten. Wie er selbst sagt, spielen Vertrauen in sich und seine Teammates eine große Rolle. Lehrer und Mentor Zeus gab dem jungen Kasachen in einem Team mit Veteranen und Starspielern das Vertrauen, beispielsweise als CT-Spieler aim-lastig, ohne Anker oder Rotater-Rolle zu spielen. Dieses Vertrauen belohnt der Starspieler mit gewonnenen Clutches und Multikills.



In einem Team mit so vielen extrovertierten Spielern, ist HObbit einer der Ruhepole. Die allgemeine Fähigkeit bei jedem Clutch eine Chance zu haben und das schon jetzt ikonische One-versus-Three auf der letzten Map im Finale. Zu so einem entscheidenden Zeitpunkt. Abgekühlt. HObbit ist schon nach acht Monaten zu einem Champion herangereift.

Morgen erwartet euch der Mann der Stunde. Mr. Nimmersatt und Protagonist der selbst gesteckten Mission „Major-Sieg“: Danylo 'Zeus' Teslenko


Geschrieben von Zorkaa

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Kommentare


#1
BengaloW schrieb am 29.07.2017, 18:24 CEST:
Niemand ist ein Niemand... just think about it....
#2
Judass schrieb am 29.07.2017, 18:54 CEST:
Gambit ein niemand? Hobbit hat doch schon lange gut gespielt im Team
#3
wurstkreatur schrieb am 29.07.2017, 23:24 CEST:
Gambit gewann die 3. Auflage der Acer Predator Masters, nicht die 2. :D
#4
Zorkaa schrieb am 30.07.2017, 14:30 CEST:
wurstkreatur schrieb:
Gambit gewann die 3. Auflage der Acer Predator Masters, nicht die 2. :D


Fixed, danke
#5
MrErdoel schrieb am 30.07.2017, 20:48 CEST:
Ein Kasache und ein Ruhepole. Voll international, der Kerl :D
 

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