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Meinung: Die Auswirkung des Free2Play-Releases30.09.2017, 16:00

Chinas Aufstieg zur internationalen Konkurrenz

Die chinesische CS:GO-Szene schwebt schon seit längerem in einem Stadium zwischen Irrelevanz und Aufbruchstimmung. Doch dieses Hin und Her wird sich mit dem offiziellen Release des Spiels in China endgültig ändern.



Bis vor kurzem war Counter-Strike: Global Offensive in China nur über private Plattformen spielbar, da es keine Unterstützung für Machtmaking-Server gab. Demenstprechend klein war die Spielerschaft. Doch vergangene Woche wurde der lange angekündigte Meilenstein endlich gesetzt.

Die Partnerschaft mit Perfect World führt dazu, dass der im Westen beliebte Shooter nun auch seit dem 14. September 2017 im einwohnerstärksten Land der Welt frei zugänglich ist. Damit stehen die Weichen für China auf eine erfolgreichere, internationale Zukunft.


Eine Frage der Zeit

Schon vor der Kooperation mit Perfect World gab es eine gewisse Spielerschaft in China. Doch wie man am Beispiel von League of Legends, Dota 2 oder Crossfire sieht, spielt der Kostenfaktor eine enorme Rolle um das Rennen einer großen Playerbase. Besonders, da die meisten Menschen in Internetcafes spielen.

Deswegen haben Spieler die nun sogar die Chance, ihre Identität zu bestätigen, um CS:GO als Free2Play-Titel spielen zu können. Das wird sich in Zukunft auch in der Anzahl an Spielern äußern.

Schon jetzt sind das Talent und die individuelle Spielstärke das Hauptmerkmal der chinesischen CS-Elite. Somit würde selbst ein Bruchteil der 1,3 Milliarden Einwohner die Chance erhöhen, Starspieler, Leader und Role-Player hervorzubringen.



Asiatisches Engagement

Neben beliebten Shootern wie Crossfire, Sudden Attack oder Counter-Strike Online regierten bisher die MOBA-Giganten League of Legends und Dota 2 klar die Esport-Szene Chinas. Einfache Fans und Profis spielen beziehungsweise trainieren, ähnlich wie die Südkoreaner, gleichermaßen eine enorme Anzahl an Stunden. Diese Bemühungen werden die Spieler auch in CS:GO investieren.

Geld, Geld, Geld

Aufstrebende Spieler finden in China vielverspechende Strukturen vor. Viele der bestehenden Organisationen wie CyberZen und ViCi Gaming sind schon aus anderen Esport-Titeln bekannt und haben sich zu einer festen Größe entwickelt. Diese haben millionenschwere Sponsorenverträge mit Monster Energy, SteelSeries, Razer, HyperX und anderen namhaften Unternehmen.


Trotz des vergleichsweise schwachen Levels, gibt es in China auch eine Fülle an hauseigenen Turnieren, bei denen die besten Teams des Landes um attraktive Summen spielen. Neben kleineren Events wie der G-League 2016, CS:GO Super League 2016 und dem China Cup 1 gab es auch das Event mit einem der größten Prizepools bis heute: die World Electronic Sports Games 2016 World Finals.

Eine helfende Hand

Chinas Wachstum wurde auch vom Rest der Welt anerkannt. Dementsprechend früh konnten die ersten Teams aus Asien und China gegen die besten Teams der ganzen Welt antreten. Insbesondere die StarLadder gab den chinesischen und asiatischen Teams immer wieder eine Bühne.

Den größten Erfolg bis jetzt konnte TyLoo bei der DreamHack Masters Malmö 2016 feiern. Mit einer Viertelfinalteilnahme und dem Best-of-Three-Sieg gegen die damals amtierenden Major-Champions von Luminosity Gaming rund um Gabriel 'FalleN' Toledo.



Gut geklaut ist halb gewonnen

Das individuelle Talent der chinesischen Spieler findet schon jetzt Anschluss zu den Top-20-Teams der Welt. An den taktischen Aspekten und einem runden Teamgefüge hapert es im direkten Vergleich jedoch noch. Allerdings muss das Rad nicht neu erfunden werden.

Auch abseits von LAN-Teilnahmen gibt es Möglichkeiten, von den Besten der Besten zu lernen. Sei es ein Bootcamp in Europa oder auch nur eine SK Gaming-Demo, die nahezu immer zu den Playoff-Teilnehmern eines jeden Events gehören.

Äußere Einflüsse

B.O.O.T und B.O.O.T-dreamScape haben sich beispielweise mit Fnatic zusammengetan. So coachte 1.6-Legende Harley 'dsn' Örwall überraschend das Lineup bei der DreamHack Masters Malmö 2017. Neben dem Schweden bekleidet Luiz 'peacemaker' Tadeu sein Traineramt bei Tyloo.

Aufgrund der chinesischen Kultur sind äußere Einflüsse durch erfahrene, westliche Coaches Gold wert. Die Lernkultur besteht oftmals aus sturer Wiederholung und Konkurrenzgedanken. Dabei fallen Kreativität und Teamplay hintenüber.

Deshalb würden auch aktive und inaktive Spieler, die in China viel Wissen vermitteln könnten, einiges bewegen. Taktiker wie Sean 'seangares' Gares oder Fatih 'gob b' Dayik könnten ein TyLoo noch auf eine andere Weise helfen, als ein Coach wie peacemaker. Die finanziellen Mittel sollten für solch eine Verpflichtung vorhanden sein.



Weltweit eine feste Größe

Die vorhandenen Probleme wurden größtenteils ausfindig gemacht. Somit kann an der Wurzel angepackt werden und der Inkonstanz sowie dem wenig überzeugenden Teamplay entgegengewirkt werden.

Außerdem hat die chinesische CS:GO-Szene alle Möglichkeiten, um erfolgreich zu werden. Die nötigen finanziellen Mittel, eine motivierte Spielerschaft und perspektivisch einen enormen und vielfältigen Talentpool.

2018 wird es keine Seltenheit bleiben, dass TyLoo in einem Viertelfinale eines großen Events zu sehen ist.


Geschrieben von Zorkaa

Quelle: Teaser-Bild von Adela Sznajder

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Kommentare


#1
TAiTO1 schrieb am 30.09.2017, 16:59 CEST:
Ich hoffe ja, dass es CSGO im Wachsen stark vorran bringt.
#2
Jobbo schrieb am 30.09.2017, 17:18 CEST:
TAiTO1 schrieb:
Ich hoffe ja, dass es CSGO im Wachsen stark vorran bringt.


das ist schon jtz an der spielerzahl zu erkennen
#3
agri286 schrieb am 30.09.2017, 17:33 CEST:
Also ich finde es gut dass es Asiaten in Cs gibt, ich hoffe jedoch trotzdem, dass Cs nicht bald von der asiatschen Szene dominiert wird wie andere Spiele
#4
Bastitrix schrieb am 30.09.2017, 17:47 CEST:
agri286 schrieb:
Also ich finde es gut dass es Asiaten in Cs gibt, ich hoffe jedoch trotzdem, dass Cs nicht bald von der asiatschen Szene dominiert wird wie andere Spiele


Glaube ich nicht es gibt ja jetzt schon gute Asiatische Teams Tyloo Flash usw die nicht mit halten können :D
#5
Judass schrieb am 30.09.2017, 19:10 CEST:
agri286 schrieb:
Also ich finde es gut dass es Asiaten in Cs gibt, ich hoffe jedoch trotzdem, dass Cs nicht bald von der asiatschen Szene dominiert wird wie andere Spiele


China =/ Asien. CS war noch nie so richtig ihr Game. RTS oder MOBAS sind eher ihr Ding. Wc3 da noch immer super beliebt.
Für Valve ist das natürlich ein riesen Markt aber im Pro Bereich wird man vielleicht 1-2 Teams finden die man im Westen mal sieht. Normalerweise hat China immer eine starke eigene Turnierlandschaft, wenn die sich nicht entwickelt ist die Entwicklung schwierig.
#6
n1te schrieb am 01.10.2017, 02:48 CEST:
Bastitrix schrieb:
agri286 schrieb:
Also ich finde es gut dass es Asiaten in Cs gibt, ich hoffe jedoch trotzdem, dass Cs nicht bald von der asiatschen Szene dominiert wird wie andere Spiele


Glaube ich nicht es gibt ja jetzt schon gute Asiatische Teams Tyloo Flash usw die nicht mit halten können :D


ja und genau das könnte sich jetzt eben ändern.
 

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