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Szene: Der finale Triumph des ewigen Vierten beim ELEAGUE Major06.01.2018, 19:31

Der geplatzte Knoten von Astralis

Astralis war bereits 2016 ein Elite-Team, dem allerdings Trophäen und große Erfolge bei Major-Turnieren fehlte. Beim ELEAGUE Major 2017 sollte sich das ändern und der Knoten endlich platzen. Ein Rückblick auf die Erlösung der Dänen.



Neue Führung - Schneller, Entschlossener, Knackiger

In Viertel- und Halbfinals war Astralis im Jahr 2016 zuhause. Die Weltelite konnten die Dänen zwar schlagen, allerdings wollte dies in den wichtigen Playoff-Matches nicht klappen - es musste sich etwas ändern. Mitte-Ende Oktober tauschte Astralis dann den Ansager. Lukas 'gla1ve' Rossander kam für Finn 'Karrigan' Andersen und damit die Wende.


Der Einfluss, den gla1ve auf das Spiel von Astralis hatte, war überwiegend in der Entschlossenheit der Mitspieler und der individuellen Leistung von Jungstar Markus 'Kjaerbye' Kjærbye zu erkennen. Unter karrigan hatte das Team das Vertrauen in die Calls des Ansagers verloren und das Zögern von Spielern führte oft zum Rundenverlust. Für gla1ve hingegen schienen die Spieler durchs Feuer zu gehen. Die Resultate waren ein kompakteres Spiel auf den letzten Metern, mehr Explosivität und ein besseres Trading.

Kjaerbye, der unter karrigan noch Probleme hatte seinen Platz im Team zu finden, wurde im Aufbauspiel von gla1ve von der Leine gelassen und bei festen Taktiken als Speerspitze eingesetzt, wo er sein volles Potential entfalten konnte.

Eine Hürde nach der anderen zum ersten Titel

Bevor vom Major geträumt werden konnte, mussten Selbstvertrauen und Titel her, am besten verbunden mit Siegen gegen die besten Teams der Welt. Knapp vier Wochen nach dem Wechsel reichte es bei den IEM Oakland 2016 für das Halbfinale. Ein guter erster Schritt aber nichts Neues für das Team.

Im ELEAGUE-Finale verlor Astralis gegen OpTic Gaming, bei der Keith 'NAF' Markovic die Serie seines Lebens spielte. Eine Enttäuschung für Astralis, aber immerhin ein Finale. Im Halbfinale wurde SK Gaming geschlagen, gegen die in Oakland noch verloren wurde.

Bei den ECS Season 2-Finals gab es dann den ersten Titel mit gla1ve. Im Halbfinale gewann Astralis 2:0 gegen SK Gaming und selbiges konnten sie im Finale gegen ELEAGUE-Nemesis OpTic Gaming wiederholen. Die Titelflaute war gebrochen und Astralis ging mit mächtig Rückenwind ins ELEAGUE Major.


Das schweizer Zittern in Atlanta

Astralis hatte in der Gruppenphase des ELEAGUE Majors ein Problem, was untypisch für die Playoff-verwöhnten Dänen war. Lag vielleicht am damals noch nicht so üblichen Swiss-System, vielleicht aber auch am Druck des Major-Turniers. Astralis startete mit einer bitteren Niederlage gegen GODSENT, bevor sie OpTic und G2 Esports schlagen konnten.

Es folgte eine Niederlage gegen SK Gaming in Overtime. Ein Team, dass sie bei den letzten beiden Turnieren noch ohne Probleme geschlagen hatten. Astralis stand 2:2 und zerlegte im Anschluss Liquid mit einem brachialen 16:3 und qualifizierte sich für die Playoffs.

Der gloreiche Weg ins Finale

Im Viertelfinale wartete Natus Vincere, die ebenfalls hungrig auf einen Major-Titel waren. Auf Astralis' Parademap Overpass gewannen gla1ve & Co. solide mit 16:7, bevor es auf Mirage ging. Astralis-Star Nicolai 'device' Reedtz konnte sein Team nicht im Spiel halten gegen Alexander 's1mple' Kostylev und Ladislav 'GuardiaN' Kovács, die auf allen Zylindern feuerten.

Auf Dust2 war Astralis klar besser eingestellt, die A-Lang-Achse, welche karrigan etabliert hatte, funktionierte wie geschmiert und das Team konnte auf der sonst so ausgeglichenen Map eine nahezu makellose CT-Seite spielen. Astralis entschied Match und Serie mit einem 16:10.

Das Halbfinale gegen Fnatic startete spannend und der offene Schlagabtausch auf Cache ging in die Overtime. Während AWP-Star dev1ce ein sehr verhaltenes Match hatte, konnten Peter 'dupreeh' Rothmann und Markus 'Kjaerbye' Kjærbye mit starken Entries immer wieder auftrumpfen und die Overtime für ihr Team entscheiden.


Nuke war wie zu Zeiten von karrigan schon eine Bank von Astralis. Der 16:5-Sieg von Astralis also eigentlich wenig überraschend, wären die Dänen nicht auf der T-Seite gestartet. Mit einer 12:3 T-Seite setzte Astralis ein echtes Ausrufezeichen und lies keinen Zweifel an der verdienten Finalteilnahme.

Der Showdown gegen Virtus.pro

Als Ende letzten Jahres über die besten Events und besten Finals des Jahres gesprochen wurde, nannten viele das Oakland-Finale oder auch das Bo5-Finale beim EPICENTER. Die Absenz des ELEAGUE-Finals in dieser Diskussion kann nur der vergangenen Zeit geschuldet sein, denn das Finale zwischen Virtus.pro und Astralis war eines für die Geschichtsbücher.

Virtus.pro, scheinbar unbeeindruckt von Astralis' Zerstörung von Fnatic auf Nuke, ließ die Map beim Veto nicht nur außen vor, sondern pickte diese sogar für sich selbst. Das Ergebnis gab ihnen Recht: Janusz 'Snax' Pogorzelski und Paweł 'byali' Bieliński führten die Polen zu einem 16:12-Sieg auf Nuke. Bei Astralis war es Kjaerbye, der bereits auf der ersten Map kaum zu bändigen war. Die Map sollte die deutlichste des Finales werden.

Der Map-Pick von Astralis war Overpass und die Welt erwartete eine Klatsche. Virtus.pro, nicht für sein Brillieren auf Overpass bekannt, konnte allerdings erneut gegenhalten. Das Match war ein Schlagabtausch und in den ersten 22 Runden, schaffte es keines der beiden Teams mehr als drei Runden aneinander zu knüpfen. Die starke Leistung von Snax wurde lediglich von den unfassbaren Clutches von Andreas 'Xyp9x' Højsleth übertroffen. Diese sicherten seinem Team den 16:14-Sieg.

Die finale Map sollte Train sein, auf der Astralis zum Start des Turnier 6:16 gegen GODSENT kassiert hatte. Virtus.pro hingegen, hatte Gambit und SK Gaming geschlagen. Die Polen starteten mit einer beeindruckenden Offensive: Sieben Runden in Folge konnte VP geführt von Wiktor 'TaZ' Wojtas auf der T-Seite einstreichen, bevor Astralis einen Punkt verbuchen konnte.

Die Halbzeit mit 9:6 für VP schmeichelhaft für Astralis. Virtus.pro gewann auch die zweite Pistolround mit Folgerunden, bevor Astralis sein Comeback startete. Kjaerbye, Kjaerbye, immer wieder Kjaerbye knackte die Defensive der Polen und ballerte sein Team mit unbändigem Siegeswillen 16:14 über die Ziellinie.


29:15 KD, 103 Schaden pro Runde und 0,97 Kills pro Runde in einer derart knappen Partie, geben eine Vorstellung von der Leistung des jungen Dänen auf der alles entscheidenden Map, die den Major-Fluch des dänischen Top-Teams brach.



ELEAGUE Major 2017 Finale - Virtus.pro vs. Astralis



Geschrieben von cLaun

Quelle: twitter.com (Bild)

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Kommentare


#1
Dadgene schrieb am 06.01.2018, 20:33 CET:
Meiner Meinung nach ein schöner aber viel zu langer , überflüssiger Text . Man merkt aber das trotzdem das der Verfasser sich viel Mühe gegeben hat ..
#2
S4V4G3 schrieb am 06.01.2018, 20:49 CET:
Also ich finde den Text keinesfalls zu lang. Kann aber auch sein das ich lange, aber dafür detailliertere Texte, lieber mag als hingerotzte 10 Zeilen die die Hälfte unterschlagen.
#3
Toodels schrieb am 06.01.2018, 21:42 CET:
S4V4G3 schrieb:
Also ich finde den Text keinesfalls zu lang. Kann aber auch sein das ich lange, aber dafür detailliertere Texte, lieber mag als hingerotzte 10 Zeilen die die Hälfte unterschlagen.


/sign
#4
DumbDerp schrieb am 06.01.2018, 22:24 CET:
Schöner Artikel :)
Das Eleague Major 2017 war und wird wahrscheinlich auch mein Lieblingsturnier in CS bleiben, mit meinem Lieblingsmatch, welches das Finale war.
Hier auch ein Video dazu (https://www.youtube.com/watch?v=N-c_eNCGcho), welches ich immer wieder gerne sehe.
Und hab auch gerade gesehen, dass Xyp9x beim HLTV Ranking Nummer 13 ist <33 (hoffentlich ist Dupreeh in den Top10 und ja ich weiß, das hat nichts direkt mit dem Artikel zu tun)
#5
darnocism schrieb am 06.01.2018, 22:47 CET:
sry aber ich find den text ziemlich schwach..
#6
Sandwichmaker schrieb am 06.01.2018, 22:56 CET:
Dadgene schrieb:
Meiner Meinung nach ein schöner aber viel zu langer , überflüssiger Text . Man merkt aber das trotzdem das der Verfasser sich viel Mühe gegeben hat ..


Er war stets bemüht...
#7
h4TE- schrieb am 07.01.2018, 02:21 CET:
Dadgene schrieb:
Meiner Meinung nach ein schöner aber viel zu langer , überflüssiger Text . Man merkt aber das trotzdem das der Verfasser sich viel Mühe gegeben hat ..
#8
iamthewall schrieb am 07.01.2018, 18:53 CET:
Toodels schrieb:
S4V4G3 schrieb:
Also ich finde den Text keinesfalls zu lang. Kann aber auch sein das ich lange, aber dafür detailliertere Texte, lieber mag als hingerotzte 10 Zeilen die die Hälfte unterschlagen.


/sign


Artikel zu kurz: "wie unnötig, kein Inhalt!!1"
Artikel länger als 3 Absätze: "zu lang, uninteressant, kein Inhalt"

LEUTE EY. Geiler Artikel cLauni ;)
 

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