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Meinung: Ist WESG doch der richtige Schritt?17.03.2018, 13:00

Darum sind National-Teams gut für die Szene

Mix-Teams wie FaZe Clan und mousesports sind keine Seltenheit mehr und dennoch bin ich der Meinung, dass ein Nationalmannschafts-Format von WESG 2017 zur richtigen Zeit kommt.



WESG ist ein Turnier, das besonders durch sein Preisgeld besticht – 1,5 Millionen US-Dollar sprechen ihre eigene Sprache, denn das ist CS:GO-Rekord und das zum zweiten Mal in Folge.

Die zweite Besonderheit des Turniers ist es, dass nur „Nationalmannschaften“ antreten dürfen, ergo haben in der heutigen Zeit viele Teams Probleme, das Rekord-Event zu besuchen.


Wie der NiP-Spieler Christopher 'GeT_RiGhT' Alesund schon erklärt, scheint die Zeit dieser Nationalmannschaften vorbei zu sein. Im Gegensatz zu früher spielen heute viele Spieler in Mix-Teams und nicht mehr nur mit Landsmännern.

Zu Zeiten der World Cyber Games war das noch anders. Mehr als eine Dekade her, angefangen im Jahr 2001, spielten die besten Teams der Welt in diesem Turnier, um ihr Land zu vertreten. GeT_RiGhT erklärt auch, dass Spieler wie er stolz darauf waren.

Er stellt aber auch gleich hinten an, dass diese Zeit nun vorbei sei. Aber fängt sie nicht eigentlich genau jetzt an?


Endlich richtige Nationalteams

Bei der WCG sind selten wirklich Nationalmannschaften angetreten, sondern die normalen Teams – es kamen ja eh alle aus einem Land. Wo war also der Unterschied zum normalen Turnier-Zirkus?

Jetzt sieht das aber anders aus: Viele große Spieler schließen sich mit anderen aus verschiedenen Ländern zusammen – bestes Beispiel sind hier FaZe Clan und mousesports, die komplett auf internationale Lineups setzen.

Umso spannender wird es nun, wenn sie für ein Turnierformat wieder in nationale Gruppen stoßen, um mit ihren Landsmännern zu spielen.

Was im Fußball dann ein Duell zwischen Messi und Neymar werden kann, ist nun Nikola 'NiKo' Kovač gegen Olof 'olofmeister' Kajbjer.

Regeln müssen her

Dazu müsste es natürlich auch ein paar Regeln geben, die das ganze System fairer machen. Teams wie SK Gaming oder Fnatic hätten einen riesigen Vorteil, da alle Spieler aus einem Land kommen. Mix-Teams wären natürlich im großen Nachteil.


Wenn man aber per Regelwerk festsetzt, dass die Nationalmannschaften maximal einen 3-Spieler-Kern eines richtigen Teams haben dürfen, würde hier ein faires Prinzip entstehen. Außerdem bekommt man dann die Chance, Spieler-Kombinationen bei einem Turnier zu sehen, die sonst fast nicht möglich wären.

Fatih 'gob b' Dayik zusammen mit denis oder olofmeister an der Seite von GeT_RiGht und f0rest? Das sind Lineups, die würde ich mir anschauen wollen.

Das CS:GO-Level sinkt

Natürlich würde dadurch das Level des Spiels sinken, da die Teams nicht eingespielt wären, keine Frage. Würde das Turnier aber durch eine ordentliche Organisation ernst genommen werden und genug Platz im Turnier-Circuit bekommen, hätte CS:GO damit seine eigene Weltmeisterschaft.

Außerdem würde es den benötigten frischen Wind in den CS:GO-Alltag bringen. Mittlerweile sind Duelle wie FaZe Clan vs. SK Gaming keine Seltenheit mehr, sondern finden fast wöchentlich auf irgendwelchen Events statt. Weltklasse-CS bekommen wir also jeden Tag.

Ein Nationen-Duell hingegen wäre etwas Neues und das sucht die Szene sehnsüchtig.


Geschrieben von Brasozial

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Kommentare


#1
numineS schrieb am 17.03.2018, 13:13 CET:
gob b ab jetzt Schwede

was ein Beispiel wieder
#2
kossyast schrieb am 17.03.2018, 13:25 CET:
"Fatih 'gob b' Dayik zusammen mit denis ODER olofmeister an der Seite von GeT_RiGht und f0rest?"
Denis ist deutsch ;)
#3
Animoto schrieb am 17.03.2018, 13:28 CET:
*edit der über mir war schneller :(
#4
GEXOOOOO schrieb am 17.03.2018, 13:40 CET:
dann sollten aber nur 3 teams von einer org in einer nationalmannschaft spielen können
#5
numineS schrieb am 17.03.2018, 13:46 CET:
kossyast schrieb:
"Fatih 'gob b' Dayik zusammen mit denis ODER olofmeister an der Seite von GeT_RiGht und f0rest?"
Denis ist deutsch ;)


Jo absolut korrekt, folglich mein fail.

Dem Artikel geb ich übrigens durchaus recht. Versteh auch das Statement von Getright nicht ganz. Naionalmannschaften haben doch ihren charme genau aus den Gründen das Leute aus verschiedenen Teams dann aufeinmal zusammen in einem neuen spielen.

Fände es sogar noch besser wenn nur 2 pro selben Team antreten dürften sonst hast du in CS fast immer so ne 3 <-> 2 kombination. In Frankreich zb wird das dann schon wieder eher langweilig oder Dänemark mit North und Astralis. Dagegen 2er max dann bekommst du ein Drittes team rein zb Heroic oder Karrigan von Faze und dann wirds interessant
#6
blizz.art schrieb am 17.03.2018, 14:00 CET:
Ist doch immer so gewesen das Nationalteams mit max. drei Spieler aus einer Orga antreten durften. Das ist jetzt das erste Turnier bei dem auch die nationalen Orgas teilnehmen. Oder liege ich da falsch? Falls nicht verstehe ich den Artikel an dieser Stelle nicht. Das Turnier ist dann eher noch ein Schritt zurück. Erinnere mich da noch an ein Team Germany mit nex, Denis, spidii, krystal und tahsin. Ist noch gar nicht so lange her. 3 mal mouz 2 mal Penta seiner Zeit.
#7
PCLg schrieb am 17.03.2018, 14:38 CET:
blizz.art schrieb:
Ist doch immer so gewesen das Nationalteams mit max. drei Spieler aus einer Orga antreten durften. Das ist jetzt das erste Turnier bei dem auch die nationalen Orgas teilnehmen. Oder liege ich da falsch? Falls nicht verstehe ich den Artikel an dieser Stelle nicht. Das Turnier ist dann eher noch ein Schritt zurück. Erinnere mich da noch an ein Team Germany mit nex, Denis, spidii, krystal und tahsin. Ist noch gar nicht so lange her. 3 mal mouz 2 mal Penta seiner Zeit.


Das war dieses E Frag Turnier was aber irgendwann nicht mehr seine Preisgelder den Entwicklungen angepasst hat, bei der letzten Ausgabe stand deshalb zb Argentinien im Finale.
Ich halte von diesen nationalen Teams mit max 3 pro Team um ehrlich zu sein fast gar nichts, wenn ich Pugs sehen will kann ich mir irgendwelche FPL Streams angucken, das Preisgeld juckt mich als Zuschauer doch auch gar nicht solange die Qualität der Übertragungen so sind wie jetzt bei der WESG
#8
nichtZZH_ schrieb am 17.03.2018, 15:07 CET:
numineS schrieb:
gob b ab jetzt Schwede

was ein Beispiel wieder


"Fatih 'gob b' Dayik zusammen mit denis oder olofmeister an der Seite von GeT_RiGht
und f0rest? Das sind Lineups, die würde ich mir anschauen wollen."

Finde ich eigentlich nach kurzem Nachdenken logisch, dass ZUM EINEN gob mit denis und ZUM ANDEREN Olof mit GeT_RiGht spielen könnten...(es werden zwei voneinander unabhängige Beispiele genannt)
#9
McBudaTea schrieb am 17.03.2018, 15:15 CET:
Der letzte Satz klingt merkwürdig, wenn man in der ersten Hälfte des Textes darlegt, dass man schon 2001 solche Turniere hatte und es sich bei solchen Events hat und somit solche Turniere überhaupt nichts neues sind.

Faze hat gegen SK in diesem Jahr nur eine Map gespielt, wöchentlich sieht anders aus. Ich verstehe die Intention der Aussage, aber man hätte ja ein Beispiel nehmen können, wo die Teams wirklich häufig aufeinander treffen.

Und warum wird im letzten Satz geschrieben, dass das ganze was neues wäre, wenn man in der ersten Hälfte des Textes darlegt, dass man schon 2001 solche Turniere hatte und es sich bei solchen Events hat.

Wenn man sich die Zuschauerzahlen so anschaut, so scheint es nicht zu sein, dass die Zuschauer nur darauf gewartet haben. Aktuell findet das Halbfinale statt, wo Team Russia gegen SS spielt. Der englische und russische Stream haben insgesamt unter 35k Zuschauer. Dieses Turnier hat vieles, was Leute angeblich wollen: Upsets, unbekannte Teams, ungewöhnliche Konstellationen. Schauen will es aber kaum jemand. Sobald nämlich das eigene Nationalteam weg ist hat man mehr oder nur "schlechtes" CS zu bestaunen, zu dem man keine emotionale Verbindung hat.

Es ist auch nicht so, dass viele Spieler das ganze besonders ernst nehmen. Das sieht man sehr gut darin, wie viele Teams vor dem Event absagen. Zudem stellt sich die Frage, warum die Orgs die Spieler in irgendwelchen nationalen Mixteams spielen und trainieren lassen sollen, wovon sie selbst wenig haben? Wenn ein Team als ganzes unter den Orgbanner auftritt, kann es ja noch Sinn machen, aber für ein Team wie Faze macht es absolut keinen Sinn, dass z.B. Niko beim Team Serbien, Olof beim Team Schweden etc. spielen, statt mit ihren Teammates zu trainieren.
#10
Assimilator schrieb am 17.03.2018, 16:46 CET:
"Was im Fußball dann ein Duell zwischen Messi und Neymar werden kann, ist nun Nikola 'NiKo' Kovač gegen Olof 'olofmeister' Kajbjer."

Leider nicht ganz gelungen dieser Vergleich. Messi und Neymar spielen seit August nicht mehr zusammen beim FC Barcelona, sondern sie spielen bereits jetzt gegeneinander, wenn es zu einem Duell ihrer beiden Klubs kommen würde.
Und meines Verständnisse nach sollte der Vergleich darauf abzielen, dass NiKo und olofmeister gemeinsam bei FaZe spielen, aber mit ihren Nationalmannschaften gegeneinander antreten würden.
#11
Sadi Senf schrieb am 17.03.2018, 20:50 CET:
Diese Nationalmannschaft-Regel ist bescheuert und die Entwicklung von CS hat gezeigt das die Orgas vermehrt auf "Mix-Teams" gehen wollen, weil sie die besten Spieler wollen und diese nicht nur aus einem Land kommen. Man sollte die Orgas nicht so einschränken bzw. ausgrenzen.

Was gut an diesem Turnier ist, das sich Teams aus der ganzen Welt Qualifizieren können und auch Spots auf dem Main Event bekommen und nicht in einer Vor-Quali rausgesiebt werden. Das fördert den Esport in den "Noch" Schwächeren Regionen im CS.

Wir Leben in einer Welt die durch die Globalisierung immer besser vernetzt wird. Ein Nationalmannschaft Modus im E-Sport ist einfach veraltet und nicht Zeitgemäß. Man sollte dies nicht erzwingen wollen, nur weil es in dem "normalen" Sportarten zu "Tradition" gehört.
#12
Citizenpete schrieb am 18.03.2018, 01:08 CET:
Warum sollte man dem E-Sport antun, was man z.B. dem Fußball angetan hat? Schon jetzt hört man in fast jedem Interview eines Top-Teams (Faze, SK etc.): "Zwischen den Turnieren haben wir kaum Zeit uns vorzubereiten. Wir sitzen ständig im Flieger oder müssen irgendwo einchecken. Wenn wir 5 Tage Zeit haben, ist das viel."
Nicht nur, dass die besten Spieler dann den besten Teams auch noch ständig fehlen, die übrigen 4 Spieler sitzen rum und können nicht trainieren.
Ich verstehe dieses "wir müssen wie der 'richtige' Sport werden" einfach nicht. E-Sport ist jetzt schon viel besser. Wer Talent hat schafft es zügig nach oben, die Turniervielfalt ist bombastisch, es braucht keinen korrupten Haufen wie die FIFA.
#13
marian123 schrieb am 18.03.2018, 02:17 CET:
Citizenpete schrieb:
Warum sollte man dem E-Sport antun, was man z.B. dem Fußball angetan hat? Schon jetzt hört man in fast jedem Interview eines Top-Teams (Faze, SK etc.): "Zwischen den Turnieren haben wir kaum Zeit uns vorzubereiten. Wir sitzen ständig im Flieger oder müssen irgendwo einchecken. Wenn wir 5 Tage Zeit haben, ist das viel."
Nicht nur, dass die besten Spieler dann den besten Teams auch noch ständig fehlen, die übrigen 4 Spieler sitzen rum und können nicht trainieren.
Ich verstehe dieses "wir müssen wie der 'richtige' Sport werden" einfach nicht. E-Sport ist jetzt schon viel besser. Wer Talent hat schafft es zügig nach oben, die Turniervielfalt ist bombastisch, es braucht keinen korrupten Haufen wie die FIFA.


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