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Szene: Die Geschichte von Meriton 'MALI' Ibrahimi11.10.2018, 18:30

MALI: Von der Starter Division zum Schweizer Shootingstar

Meriton 'MALI' Ibrahimi ist eines der Top-Talente in der DACH-Region und aktuell vielleicht der beste Counter-Strike-Spieler aus der Schweiz. Der 19-Jährige hat ein großes Ziel: Er will irgendwann in einem Team spielen, das weltweit zur Top 10 gehört.





Mit der Starter Division fing alles an

MALI ist wohl ein perfektes Beispiel für den rasanten Aufstieg in der deutschen Counter-Strike-Szene. 2016 spielte er noch mit ein paar Schweizer Freunden in der Starter Division der 99Damage Liga. Schon damals war er ambitioniert, jedoch hatten er und sein Team nicht wirklich zusammen trainiert. Ein Caller war im Lineup nicht vorhanden und alles basierte auf dem "Einzelskill" der Spieler.

MALI war hochmotiviert, investierte viel Zeit in seine individuellen Fähigkeiten und suchte den Zugang zum kompetitiven Spiel. Diesen bekam er durch einen anderen bekannten Schweizer CS:GO-Profi: In seiner Anfangszeit schrieb MALI mehrere gute Spieler an, unter anderem fand er dabei auch den Kontakt zu Manuel 'SolEk' Zeindler.

MALI: "SolEk war damals der einzige Schweizer mit Maniac, der auf einem Top-Level gespielt hat, und ich wollte auch dorthin und sogar weiter kommen."

Von da an konnte sich MALI Tipps bei den Profis holen. Mit SolEk freundete sich der junge Schweizer schnell an und lernte weitere wichtige Facetten von CS:GO kennen. Sein heutiger Team-Captain erkannte das Talent in ihm und holte ihn 2017 in die Schweizer Nationalmannschaft.

Eltern mussten erst überzeugt werden

Doch bis dahin lief nicht alles reibungslos in seiner jungen Karriere. Ganz am Anfang hatten MALIs Eltern seine Leidenschaft für Counter-Strike sehr kritisch gesehen. Für sie hing er den ganzen Tag einfach nur am Rechner, was sich auch in den Noten in der Schule widerspiegelte. Das ging sogar so weit, dass die Eltern ab und zu die Internetverbindung trennten. Erst als MALI auf Offline-Events ging, erkannten seine Eltern, dass wohl doch mehr hinter dem Hobby ihres Sohnes steckte.

MALI: "Als ich auf LANs ging und von dort Bilder gezeigt habe oder 2017 nach Südkorea zur IeSF Weltmeisterschaft geflogen bin, haben sie gemerkt, dass es ernst wird und was daraus werden kann. Als ich dann in der Zeitung war und Interviews geben musste, haben es meine Eltern dann gefeiert und waren sehr stolz auf mich."

Dennoch legt seine Familie viel Wert darauf, dass er neben seiner Esport-Karriere noch eine Alternative hat. Aktuell spielt er deswegen nur drei bis vier Stunden pro Tag, um in der restlichen Zeit seiner Weiterbildung nachzugehen.

Erste Zeit unter deutschen Profis

Im Jahr 2017 setzte sich MALI in der deutschen Counter-Strike-Szene durch. Zusammen mit SolEk flog er mit der Schweizer Nationalmannschaft nach Südkorea zu den IesF World Championships. Dort verpasste man als Dritter in der Gruppe nur knapp den Einzug in die Playoffs. Auch wenn auf dem Turnier nicht die stärksten Teams vor Ort waren, war es für MALI dennoch eines seiner persönlichen Highlights.

MALI: "Wir flogen 15 Stunden für ein CS:GO-Event. Das war schon ein sehr geiles Feeling. Leute kamen auf mich zu und wollten Fotos mit mir machen. Für mich war das alles neu."

Zudem gab MALI damals unter EraseME Gaming e.V. sein Debüt in der ESL Meisterschaft. Später spielte er bei tersc als Stand-In unter anderem gegen BIG, die damals neu in die Meisterschaft eingestiegen waren. Für MALI war es ein "krasses" Erlebnis, gegen so bekannte Spieler wie Fatih 'gob b' Dayik oder Johannes 'tabseN' Wodarz spielen zu dürfen.

Durchbruch in den deutschen Ligen

Für die Frühlingssaison 2018 ging es für MALI zu Entropy Gaming. In seiner ersten längeren Station spielte er zusammen mit Spielern wie Adrian 'Aika' Schunke in der ESL Meisterschaft, 99Damage Liga oder einigen internationalen Qualifiern. Während dieser Saison zeigte MALI der deutschen Szene sein ganzes Können. Mit dem Team verpasste man am Ende nur knapp den Einzug auf die Finals der Meisterschaft und konnte in der 99Damage Liga die Klasse halten.

Mentor und Schüler zusammen bei Berzerk

Nach der Frühlingssaison holte ihn SolEk zu Berzerk. In seinem ersten Spiel in der 99-Liga traf man direkt auf seine alte Organisation Entropy. Das Duell konnte man damals mit 2:0 gewinnen. Es schien der richtige Schritt für alle Beteiligten gewesen zu sein, denn für SolEk ist MALI ein ganz besonderer Spieler.

SolEk: "Was seine Ingame-Performance anbelangt, muss ich nicht groß ausschweifen: Meriton ist der Schweizer mit den besten mechanischen Fähigkeiten im Spiel – mit Abstand. Hinzu kommt, dass wir uns im Rahmen der Schweizer Nationalmannschaft gut kennengelernt haben. Uns verbindet eine gute Freundschaft. Guter Spieler, starker Charakter. Da musste ich nicht lange nachdenken, um ihm ein Angebot zu machen."


Ein guter Charakter ist wichtig

Auch für MALI ist der Charakter seiner Mitspieler besonders wichtig. Für ihn ist Ehrlichkeit, Respekt, Kritikfähigkeit und das Vertrauen in seine Teamkameraden die Basis für ein funktionierendes Lineup. Spieler, die toxic sind oder bei einer geworfenen Flash nicht rumziehen, weil sie kein Vertrauen in den eigenen Mitspieler haben, sind für MALI nicht das Richtige.

Der junge Schweizer scheint die Team-Chemie in seinem aktuellen Lineup wohl auch positiv zu beeinflussen. Auf Nachfrage, ob MALI einen auch zur Weißglut bringen kann, hat sein Captain nur Gutes über ihn zu berichten.

SolEk: "Meriton ist ein lebensfroher und aufrichtiger Typ. Meistens bringt er mich eher zum Lachen – gewollt oder auch nicht."

Große Ziele

In seiner ersten Saison bei Berzerk waren die Erfolge bislang noch recht übersichtlich. Dennoch sieht MALI großes Potenzial im aktuellen Lineup und will möglichst viele Offline-Events mit dem Team erreichen. Mit der Schweizer Nationalmannschaft hat es zumindest schon wieder für die Qualifikation zur IeSF Weltmeisterschaft gereicht.



MALI persönlich will sich demnächst für die FACEIT Pro League qualifizieren, um sich auch außerhalb von Deutschland einen Namen zu machen. Langfristig hat er sogar noch ein größeres Ziel. Irgendwann soll es für den Schweizer mit einem Team in die Top 10 der Welt gehen, um auf den großen CS:GO-Turnieren um Preisgeld spielen.

"Ich möchte mich in der Zukunft international beweisen und weiterhin für eines der besten deutschen Teams spielen. Nebenbei möchte ich meine Weiterbildung erfolgreich abschließen, damit ich mich dann zum besten deutschsprachigen Spieler überhaupt entwickeln kann.
Ich danke allen Teammates, die ich bis jetzt hatte und den Fans für die Motivation!"



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Geschrieben von nJokde

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Kommentare


#1
RrigoN schrieb am 11.10.2018, 19:11 CEST:
jawoLL meriton
#2
DoppelEben schrieb am 11.10.2018, 19:14 CEST:
kenne keinen
#3
Dr3st schrieb am 12.10.2018, 07:38 CEST:
Good luck... Hoffe du schaffst es
#4
Ghos7 schrieb am 12.10.2018, 08:33 CEST:
mit den grundvoraussetzungen (individuellen skill) und der einstelllung könnte er es tatsächlich weit bringen. scheint mir locker nochmal 20% mehr und ehrgeiziger zu arbeiten als der rest in dach
#5
saebelschnaebler schrieb am 12.10.2018, 19:49 CEST:
Erfolgsgeschichten wie sie nur csgo schreiben kann!
#6
SockeRLP schrieb am 15.10.2018, 04:34 CEST:
Viel Glück, Meriton!
 

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