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Szene: Olympischer Sportbund differenziert in Positionierung zu Esport30.10.2018, 17:41

DOSB: Virtueller Sport ja, "eGaming" nein

Umgang mit elektronischen Sportartensimulationen, eGaming und "eSport" - Das ist der Titel der Positionierung des DOSB, die so szenenfremd und frei von Anerkennung und Verständnis ist, wie der Titel vermuten lässt.




Am gestrigen Montag, dem 29. Oktober 2018, veröffentlichte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) seine lang erwartete Positionierung zum Thema Esport. Schon bei der Begrifflichkeit differenziert der DOSB wie erwartet: So trennt er den Esport in "elektronische Sportartensimulationen" und "eGaming".

Der Unterschied zwischen Sportsimulationen und eGaming

Unter elektronischen Sportartensimulationen, statt des gängigen Begriffs "Sportsimulationen", versteht der DOSB die "Überführung von Sportarten in die virtuelle Welt". Die abgekürzte Bezeichnung für den DOSB ist "virtuelle Sportarten", also nicht elektronisch, sondern virtuell und ohne die Simulation.

Der Begriff eGaming schließt für den DOSB "das wettkampfmäßige Spielen von Video- bzw. Computerspielen aller Art nach festgelegten Regeln" ein. Ausgeschlossen davon sind allerdings die oben definierten "virtuellen Sportarten".

Diese klare Trennung dient als Grundlage der differenzierten Anerkennung der beiden Bereiche durch den DOSB.

Virtuelle Sportarten sind von Wert

Getrennt vom Großteil des Esports erkennt der DOSB die Bedeutung des kleineren Bereichs der "virtuellen Sportarten" für die Weiterentwicklung des Sports an. Er empfiehlt die "systematische Ausarbeitung von Strategien zur Entwicklung von Sportarten im virtuellen Raum und von passgenauen Instrumenten zur Vereinsberatung und -entwicklung in den Verbänden." Eigentlich spannende Perspektive, nur leider auf einen Bruchteil des Esports beschränkt.

"eGaming" ist eine große Sache, aber wir mögen es nicht

Der DOSB hat zumindest ein Verständnis dafür, dass der eGaming-Teil des Esports eine gewisse Bedeutung in der "modernen Jugend- und Alterskultur" hat. Zudem unterstützt er "die Entwicklung von Qualifizierungen und von pädagogischen Konzepten für den Umgang mit eGaming in Vereinen." Diese sollen sich also durchaus mit eGaming beschäftigen und der DOSB will scheinbar ein Wörtchen mitreden, wie mit eGaming in Vereinen umgegangen wird.

Ganz klar sagt der DOSB aber, dass er davon ausgehe, "dass eGaming in seiner Gesamtheit nicht den zentralen Aufnahmekriterien entspricht, die das Sport- und Verbändesystem unter dem Dach des DOSB konstituieren und prägen."

Man weiß also um die Bedeutung des Esports, will den Umgang der Vereine mit eGaming beeinflussen, eGaming selbst allerdings nicht fördern.

FIFA-Spieler sind Fußballer

Zunächst sieht der DOSB "keine eigenständigen eGaming-Abteilungen in Vereinen". Virtuelle Sportarten und die in diesem Bereich aktiven Personen sollen über die jeweiligen Sportarten gemeldet werden. Der FIFA-Spieler eines Vereins hat also Teil der Fußball-Abteilung zu sein, nicht der eGaming- oder Esport-Abteilung.

Da alle virtuellen Sportarten über die jeweiligen Sportverbände der realen Sportarten abgedeckt werden, "besteht derzeit keine Notwendigkeit für einen oder mehrere eigenständige eGaming/„eSport“-Verbände unter dem Dach des DOSB."

Vereine dürfen nur konforme Esport-Disziplinen anbieten

Es wird noch interessanter: Der DOSB wird eGaming-Aktivitäten in Vereinen nicht nur nicht fördern, sondern konsequent darauf hinwirken, "dass keine eGaming-Aktivitäten in Vereinen angeboten werden, die dem anerkannten Wertekanon des DOSB-Sportsystems nicht entsprechen."

Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Kommitees, in dem der DOSB mitwirkt, hatte sich bereits in der Vergangenheit für Titel wie FIFA und gegen Spiele wie League of Legends oder Counter-Strike im olympischen Kontext ausgesprochen. Er sagte: "Wir haben eine rote Linie, wenn es um eine Aktivität geht, bei der es um die Verherrlichung von Gewalt oder Diskriminierung geht. Die kann nicht überschritten werden. Da sind wir uns absolut klar."

Das Einwirken des DOSB auf Vereine, die "eGaming-Aktivitäten" anbieten, die nicht "dem Wertekanon des DOSB-Sportsystems" entsprechen, könnte für Vereine, die sowohl vom DOSB anerkannte reale Sportarten als auch Esport-Disziplinen abseits der virtuellen Sportarten anbieten, zum Problem werden. Welche Folgen dies für derartige Vereine haben könnte, hängt von den Konsequenzen ab, die durch die Unterstützung einer "eGaming-Disziplin", die nicht dem "anerkannten Wertekanon des DOSB-Sportsystems" entspricht, entstehen.

"eGaming" hat lediglich kommerzielle Verwertungsinteressen

Zum Abschluss heißt es noch, der DOSB sehe keinen Anlass, "mit eGaming/'eSport' einen Bereich aufzunehmen, der vor allem kommerziellen Verwertungsinteressen folgt."

Die Parallele zu den Milliardengeschäften in anerkannten Sportarten wie Fußball und Franchising-Organisationen wie der NFL (American Football) oder NBA (Basketball) scheint vom DOSB aber nicht gezogen zu werden.

ESBD: "Komplett an der gesellschaftlichen Realität vorbei!"

Auch der eSport-Bund Deutschland zeigte sich von der Positionierung des DOSB empört. Der ESBD hatte vor wenigen Tagen erst einen Ethik- und Verhaltenskodex im Rahmen seiner Mitgliederversammlung in Hamburg präsentiert.


Was haltet ihr von der Positionierung des DOSB?


Geschrieben von cLaun

Quellen: dosb.de, esportbund.de

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Kommentare

 
1

#1
CornFlakes1991 schrieb am 30.10.2018, 18:00 CET:
Was soll man davon halten? Komplett an der Realität vorbei. Warum sollte man ein Zeichen setzen wenn man auch klar ausgrenzen kann? Andere Länder machen es doch vor! Warum nicht einfach mal Copy & Paste ?
#2
devraNN schrieb am 30.10.2018, 18:07 CET:
Hab zwar nur die hälfte davon verstanden aber alleine dass sie E-Sports als eGaming betiteln sagt mir dass die alle ne macke haben xd
#3
_sQuare_ schrieb am 30.10.2018, 18:08 CET:
So sehr wie die sich der Realität gegenüber verweigern könnte man meinen sie wären SPD-Mitglieder.

Das kann doch nicht wahr sein, dass man allen Ernstes so argumentiert nachdem selbst der dänische REGIERUNGSCHEF! Team Astralis zum Sieg der Major via twitter gratuliert.. einfach unfassbar.
#4
PLAN B schrieb am 30.10.2018, 18:14 CET:
"Wir haben eine rote Linie, wenn es um eine Aktivität geht, bei der es um die Verherrlichung von Gewalt oder Diskriminierung geht. Die kann nicht überschritten werden. Da sind wir uns absolut klar."

So taktisch CS auch ist und so gerne wir dieses Spiel auch mögen, so bewundere ich dennoch den Staat, der die Gesellschaft als schützenswert gegenüber gewaltverherrlichender Inhalte anerkennt. Wir sollten beim Thema eSport und als Gamer auch manchmal aus unserer Blase hinaus schauen. Fakt ist, dass es in CS:GO um Terroristen, Antiterroreinheit, Bomben, Töten und Schießen geht. Ist das wirklich ein Spiel, welches unkritisch als normale Sportart betrachtet werden sollte?
#5
-t0ben- schrieb am 30.10.2018, 18:24 CET:
ich gehe eine riesen Wette ein das in diesem "DOSB" eine Horde alter Säcke (50-70 Jahre alt) sitzen...
Somit ist wohl klar das die 0 komma 000 raffen...
#6
Itzeman schrieb am 30.10.2018, 18:27 CET:
-t0ben- schrieb:
ich gehe eine riesen Wette ein das in diesem "DOSB" eine Horde alter Säcke (50-70 Jahre alt) sitzen...
Somit ist wohl klar das die 0 komma 000 raffen...


1. das
2. hat der esbd zu wenig schmiergeld gezahlt
3. dann muss fechten etc. auch verboten werden, da wird mit waffen auf andere eingestochen, ebenso wettkampfschießen (dort wird munition verwendet die potentiell töten kann)
#7
Euleee schrieb am 30.10.2018, 18:28 CET:
-t0ben- schrieb:
ich gehe eine riesen Wette ein das in diesem "DOSB" eine Horde alter Säcke (50-70 Jahre alt) sitzen...
Somit ist wohl klar das die 0 komma 000 raffen...


Durchschnittsalter von 54, sagt alles
#8
spawnYzn schrieb am 30.10.2018, 18:37 CET:
PLAN B schrieb:
"Wir haben eine rote Linie, wenn es um eine Aktivität geht, bei der es um die Verherrlichung von Gewalt oder Diskriminierung geht. Die kann nicht überschritten werden. Da sind wir uns absolut klar."

So taktisch CS auch ist und so gerne wir dieses Spiel auch mögen, so bewundere ich dennoch den Staat, der die Gesellschaft als schützenswert gegenüber gewaltverherrlichender Inhalte anerkennt. Wir sollten beim Thema eSport und als Gamer auch manchmal aus unserer Blase hinaus schauen. Fakt ist, dass es in CS:GO um Terroristen, Antiterroreinheit, Bomben, Töten und Schießen geht. Ist das wirklich ein Spiel, welches unkritisch als normale Sportart betrachtet werden sollte?


True :|
#9
iamthewall schrieb am 30.10.2018, 18:39 CET:
PLAN B schrieb:

So taktisch CS auch ist und so gerne wir dieses Spiel auch mögen, so bewundere ich dennoch den Staat, der die Gesellschaft als schützenswert gegenüber gewaltverherrlichender Inhalte anerkennt. Wir sollten beim Thema eSport und als Gamer auch manchmal aus unserer Blase hinaus schauen. Fakt ist, dass es in CS:GO um Terroristen, Antiterroreinheit, Bomben, Töten und Schießen geht. Ist das wirklich ein Spiel, welches unkritisch als normale Sportart betrachtet werden sollte?


Warst du in den letzten 20 Jahren mal im Kino oder hast Fernsehen geguckt?

Sorry, falls ichdie Ironie übersehen hab. Aber das Argument zieht mal gar nicht. Du musst es außerhalb der bösen Terroristen, Bombe legen etc. Blase sehen und einfach die Mechanismen dahinter verstehen.

Bei Starcraft juckt sich doch auch niemand daran, dass es krasse Science-Fiction ist. "Mich jucken Aliens und so Gedöns nicht, also ist diese Weltklasse-Strategie und dieses unfassbare Gameplay der Besten vollkommen egal für mich"

topkek
#10
Cpt.Andre schrieb am 30.10.2018, 18:39 CET:
_sQuare_ schrieb:
So sehr wie die sich der Realität gegenüber verweigern könnte man meinen sie wären SPD-Mitglieder.

Das kann doch nicht wahr sein, dass man allen Ernstes so argumentiert nachdem selbst der dänische REGIERUNGSCHEF! Team Astralis zum Sieg der Major via twitter gratuliert.. einfach unfassbar.


Weil in der CDU und allen anderen Parteien ja nicht genauso realitätsferne Politiker sind.
#11
ERA. schrieb am 30.10.2018, 18:47 CET:
iamthewall schrieb:
PLAN B schrieb:

So taktisch CS auch ist und so gerne wir dieses Spiel auch mögen, so bewundere ich dennoch den Staat, der die Gesellschaft als schützenswert gegenüber gewaltverherrlichender Inhalte anerkennt. Wir sollten beim Thema eSport und als Gamer auch manchmal aus unserer Blase hinaus schauen. Fakt ist, dass es in CS:GO um Terroristen, Antiterroreinheit, Bomben, Töten und Schießen geht. Ist das wirklich ein Spiel, welches unkritisch als normale Sportart betrachtet werden sollte?


Warst du in den letzten 20 Jahren mal im Kino oder hast Fernsehen geguckt?

Sorry, falls ichdie Ironie übersehen hab. Aber das Argument zieht mal gar nicht. Du musst es außerhalb der bösen Terroristen, Bombe legen etc. Blase sehen und einfach die Mechanismen dahinter verstehen.

Bei Starcraft juckt sich doch auch niemand daran, dass es krasse Science-Fiction ist. "Mich jucken Aliens und so Gedöns nicht, also ist diese Weltklasse-Strategie und dieses unfassbare Gameplay der Besten vollkommen egal für mich"

topkek


Ja aber die wollen aber auch nicht in den DOSB :D
Also sind eure beiden Argumente natürlich nicht falsch. Aber das erstere natürlichauch verständlich.
#12
falination schrieb am 30.10.2018, 18:47 CET:
Wenn wir weiter so machen und anfangen neben der Lanxess Arena in Köln noch andere Arenen bis zur Decke beben zu lassen wird auch irgendwann der DOSB zur Einsicht kommen. Spätestens wenn es sich finanziell richtig lohnt, was anscheinend aktuell noch nicht der Falls ist. Fakt ist, der DOSB kann sich nicht auf Dauer der Diskussion entziehen und wie heißt es so schön "wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen"
Meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit bis der DOSB seine Meinung ändern wird!
#13
.cKy schrieb am 30.10.2018, 18:54 CET:
falination schrieb:
Wenn wir weiter so machen und anfangen neben der Lanxess Arena in Köln noch andere Arenen bis zur Decke beben zu lassen wird auch irgendwann der DOSB zur Einsicht kommen. Spätestens wenn es sich finanziell richtig lohnt, was anscheinend aktuell noch nicht der Falls ist. Fakt ist, der DOSB kann sich nicht auf Dauer der Diskussion entziehen und wie heißt es so schön "wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen"
Meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit bis der DOSB seine Meinung ändern wird!


es geht dem DOSB nicht um geld da verstehst du das sport system etwas falsch, das haben sie aber auch mehrfach gesagt das es hierbei nicht ums geld geht bzw das dieses sogar noch ein argument fürs dagegen sein war weild as ganze geld einer kommerziellen firma wie eben riot oder valve zugute kommt
#14
Bimbadabumm schrieb am 30.10.2018, 19:01 CET:
Für mich ist Boxen auch eine Art von Gewaltverherrlichung. Lässt sich natürlich nicht 1zu1 mit CS vergleichen (Bombe,Terroristen,... ), aber ich habe es nie kapiert wie man zwei SportlerInnen feiern kann die sich gegenseitig auf die Fresse hauen. Dann lass ich mich doch lieber vom Server schießen, aber ist halt blöd wenn viele die Realität nicht von der virtuellen Welt unterscheiden können.
#15
QlimaXx schrieb am 30.10.2018, 19:02 CET:
Wir haben eine rote Linie, wenn es um eine Aktivität geht, bei der es um die Verherrlichung von Gewalt oder Diskriminierung geht.

empfinde ich durchaus als nachvollziehbar
fraglich nur, ob man darüber hinwegsehen sollte

PLAN B schrieb:


Fakt ist, dass es in CS:GO um Terroristen, Antiterroreinheit, Bomben, Töten und Schießen geht. Ist das wirklich ein Spiel, welches unkritisch als normale Sportart betrachtet werden sollte?
#16
Euleee schrieb am 30.10.2018, 19:05 CET:
Bimbadabumm schrieb:
Für mich ist Boxen auch eine Art von Gewaltverherrlichung. Lässt sich natürlich nicht 1zu1 mit CS vergleichen (Bombe,Terroristen,... ), aber ich habe es nie kapiert wie man zwei SportlerInnen feiern kann die sich gegenseitig auf die Fresse hauen. Dann lass ich mich doch lieber vom Server schießen, aber ist halt blöd wenn viele die Realität nicht von der virtuellen Welt unterscheiden können.


DAS habe ich leider auch nie verstanden
#17
ERA. schrieb am 30.10.2018, 19:10 CET:
Bimbadabumm schrieb:
Für mich ist Boxen auch eine Art von Gewaltverherrlichung. Lässt sich natürlich nicht 1zu1 mit CS vergleichen (Bombe,Terroristen,... ), aber ich habe es nie kapiert wie man zwei SportlerInnen feiern kann die sich gegenseitig auf die Fresse hauen. Dann lass ich mich doch lieber vom Server schießen, aber ist halt blöd wenn viele die Realität nicht von der virtuellen Welt unterscheiden können.


+1
#18
Bone1992 schrieb am 30.10.2018, 19:11 CET:
Bimbadabumm schrieb:
Für mich ist Boxen auch eine Art von Gewaltverherrlichung. Lässt sich natürlich nicht 1zu1 mit CS vergleichen (Bombe,Terroristen,... ), aber ich habe es nie kapiert wie man zwei SportlerInnen feiern kann die sich gegenseitig auf die Fresse hauen. Dann lass ich mich doch lieber vom Server schießen, aber ist halt blöd wenn viele die Realität nicht von der virtuellen Welt unterscheiden können.


+1
#19
_sQuare_ schrieb am 30.10.2018, 19:12 CET:
Cpt.Andre schrieb:
Weil in der CDU und allen anderen Parteien ja nicht genauso realitätsferne Politiker sind.


Ich musste einfach an so manche Kommentare von der Frau Nahles denken, von daher kannst du gerne auch andere Parteien(Ausser die PARTEI, die sind cool! :D) hier einfügen, mir wurscht ^^

Spaß beiseite: Viele setzen hier Film und Fernsehen mit CS:GO gleich. Es ist definitiv ein großer Unterschied bei dem Ganzen der sehr wichtig ist: Man übernimmt selbst das Zepter, man bringt die Aktionen selbst auf das Spielfeld. Das ist noch einmal etwas anderes als sich bloß von einem Film berieseln zu lassen. Dementsprechend ist es extrem wichtig die Jugend hier zu sensibilisieren.
Ja ich weiß, dass jedem bewusst ist, dass es nicht real ist und dass das mit der Realität wenig zu tun hat. Und dennoch: Vergleichen wir unsere Generation mit der Jugend von vor 30 Jahren so muss man einfach festhalten, dass ALLES anders ist. Die Globalisierung(und damit meine ich zu 80% das Internet) hat die Welt verändert. Tabus werden an allen Ecken und Enden gebrochen, die Realität des Krieges ist nahezu jedem hier fremd.

Denkt einmal darüber nach. Gewalt(Spiele und Filme), Sexualität(Pornographie im Alltag), Frieden im eigenen Land(Selbst in Deutschland vor 30 Jahren nichts normales) und Sicherheit für alle. Das alles war damals anders und wir Menschen sind zu einem großen Teil durch das Internet, sowie durch politische Veränderungen auf der Welt für viele Dinge deutlich sensibilisierter, aber auch gleichzeitig abgestumpfter geworden. Wir können nicht einfach blindlings alles an Produkten durchwinken und so tun, als wäre es selbstverständlich.

Es ist alles eine Frage der Erziehung. Nicht nur der Erziehung der Kinder seitens der Eltern, sondern auch seitens der Regierung gegenüber dem eigenen Volk. Möchten wir den eSport überall auf der Welt sehen und so groß haben wie die Fußball-WM? Ja na klar, weil es allen Spaß macht, genauso wie den meisten der traditionelle Sport Spaß macht. Aber um dort hin zu kommen haben wir einen schwierigen Weg vor uns, da dieser noch nicht geebnet wurde. Die Mentalität und die Herangehensweise sind der Schlüssel für die Zukunft des eSport.
Vergesst nie: Auch wenn es lächerlich klingt: Das Damoklesschwert schwebt ständig über uns.
#20
_sQuare_ schrieb am 30.10.2018, 19:17 CET:
Zusatz, weil Edit nicht möglich:

An den Post mit dem Boxen: Du kannst da alle Kampfsportarten mit hereinzählen. Was lernt man als allererstes bei jedem Kampfsport? Dass Gewalt keine Lösung ist. Die Philosophie für den Umgang mit den eigenen Fähigkeiten im Alltag ist der Schlüssel. Die Menschlichkeit darf nicht abhanden kommen. Ich lerne zu schätzen zu wissen, was ich hier kann und lerne die mentale Disziplin kennen, welche ich benötige, um technisch sowie körperlich in der Lage zu sein meine Fähigkeiten richtig(sowohl technisch als auch ethisch) richtig einzusetzen. Und genau darum geht es auch bei Spielen wir cs:go. Darauf bezieht sich auch unter anderem mein Post hier.
#21
Fiat555 schrieb am 30.10.2018, 19:40 CET:
PLAN B schrieb:
"Wir haben eine rote Linie, wenn es um eine Aktivität geht, bei der es um die Verherrlichung von Gewalt oder Diskriminierung geht. Die kann nicht überschritten werden. Da sind wir uns absolut klar."

So taktisch CS auch ist und so gerne wir dieses Spiel auch mögen, so bewundere ich dennoch den Staat, der die Gesellschaft als schützenswert gegenüber gewaltverherrlichender Inhalte anerkennt. Wir sollten beim Thema eSport und als Gamer auch manchmal aus unserer Blase hinaus schauen. Fakt ist, dass es in CS:GO um Terroristen, Antiterroreinheit, Bomben, Töten und Schießen geht. Ist das wirklich ein Spiel, welches unkritisch als normale Sportart betrachtet werden sollte?


naja schau dir halt mal an wie viele kampfsprotarten und schießen bei dennen schon zugelassen ist ...
#22
Cpt.Andre schrieb am 30.10.2018, 19:45 CET:
Fiat555 schrieb:
PLAN B schrieb:
"Wir haben eine rote Linie, wenn es um eine Aktivität geht, bei der es um die Verherrlichung von Gewalt oder Diskriminierung geht. Die kann nicht überschritten werden. Da sind wir uns absolut klar."

So taktisch CS auch ist und so gerne wir dieses Spiel auch mögen, so bewundere ich dennoch den Staat, der die Gesellschaft als schützenswert gegenüber gewaltverherrlichender Inhalte anerkennt. Wir sollten beim Thema eSport und als Gamer auch manchmal aus unserer Blase hinaus schauen. Fakt ist, dass es in CS:GO um Terroristen, Antiterroreinheit, Bomben, Töten und Schießen geht. Ist das wirklich ein Spiel, welches unkritisch als normale Sportart betrachtet werden sollte?


naja schau dir halt mal an wie viele kampfsprotarten und schießen bei dennen schon zugelassen ist ...


Wenn du dir anschaust wie 2 Leute sich gegenseitig die Fresse blutig boxen ist das doch keine Gewaltverherrlichung KAPPA
#23
shadow257 schrieb am 30.10.2018, 20:29 CET:
spawnYzn schrieb:
PLAN B schrieb:
"Wir haben eine rote Linie, wenn es um eine Aktivität geht, bei der es um die Verherrlichung von Gewalt oder Diskriminierung geht. Die kann nicht überschritten werden. Da sind wir uns absolut klar."

So taktisch CS auch ist und so gerne wir dieses Spiel auch mögen, so bewundere ich dennoch den Staat, der die Gesellschaft als schützenswert gegenüber gewaltverherrlichender Inhalte anerkennt. Wir sollten beim Thema eSport und als Gamer auch manchmal aus unserer Blase hinaus schauen. Fakt ist, dass es in CS:GO um Terroristen, Antiterroreinheit, Bomben, Töten und Schießen geht. Ist das wirklich ein Spiel, welches unkritisch als normale Sportart betrachtet werden sollte?


True :|


Aber genau das ist doch der Knackpunkt: ist CS überhaput gewaltverherrlichend?

Nur weil Waffen zum (digitalen) Einsatz kommen ist es nicht automatisch gewaltverherrlichend. In Sportarten wie Speerwerfen, Bogenschießen, Luftwaffenschießen, Fechten, Biathlon kommen auch Waffen zum Einsatz und allesamt sind olympisch.

Und auch das Eliminieren/Ausschalten des Gegners allein ist kein Aspekt der einen Sport gewaltverherrlichend macht. In quasi allen Kampfsportarten geht es darum den Gegner auszuschalten, viele davon (Judo, Karate, Ringen usw.) sind ebenfalls olympisch.
Beim Schach, das längst als Sportart anerkannt ist, geht es ebenfalls um das Eliminieren gegnerischer Figuren.

Ein Computerspiel direkt als gewaltverherrlichend abzustempeln nur weil es sich dabei um einen First-Person-Shooter handelt, wie es DOSB, IOC und andere tun, ist mir deutlich zu kurz betrachtet.

Das Ausschalten des Gegners mit der Waffe ist in CS nur ein Bestandteil eines viel größeren, taktisch komplexen Wettkampfs, weshalb CS meiner Meinund nach definitiv nicht gewaltverherrlichend ist.
#24
Marvex schrieb am 30.10.2018, 20:52 CET:
Das CS die Linie für "Gewaltverherrlichung" überschreitet, kann man ja noch halbwegs einsehen... aber LoL?! Das Problem ist, dass dort wahrscheinlich nur alte Knacker sitzen die keine Ahnung von der virtuellen Welt haben. Schade Deutschland...
#25
luizlqx schrieb am 30.10.2018, 20:56 CET:
Bimbadabumm schrieb:
Für mich ist Boxen auch eine Art von Gewaltverherrlichung. Lässt sich natürlich nicht 1zu1 mit CS vergleichen (Bombe,Terroristen,... ), aber ich habe es nie kapiert wie man zwei SportlerInnen feiern kann die sich gegenseitig auf die Fresse hauen. Dann lass ich mich doch lieber vom Server schießen, aber ist halt blöd wenn viele die Realität nicht von der virtuellen Welt unterscheiden können.

Sehe ich nicht so aber beim Boxen sagt man dann es ist zum abschalten gedacht etc. dann finde ich man kann CS:GO auch so betrachten, wenn man die Leute die Boxen nicht dafür verurteilt sondern feiert.
 
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