ANZEIGE:
Szene: Statement zur unpassenden Wortwahl von DOSB und Politiker30.11.2018, 19:22

„Ausradieren“: ESBD kritisiert Esport-Gegner

In der vergangenen Woche haben sich erneut ein Politiker und ein DOSB-Kandidat über den Esport geäußert. Beide waren in ihrer Wortwahl etwas extrem.



"Wir müssen diesen Begriff ausradieren"

In den vergangenen Tagen haben sich verschiedene Politiker kritisch gegenüber dem Esport geäußert. Doch durch den Ton der Skeptiker befürchtet der ESBD "eine sprachliche Verrohung der Debatte." Laut dem Bericht der Echo-Online sprach der CDU-Politiker und Innenminister Hessens Peter Beuth auf einem Turn- und Sportkongress davon, den Begriff Esport "auszuradieren." Der Esport habe nichts mit Sport zutun.

"Wir wollen die Kinder in die Turnhalle und auf den Sportplatz kriegen. Gaming hat seinen Wert. Aber es gehört nicht in eine Sportorganisation als solche hinein. Weil es sich mit einem Titel schmückt, dessen Werte ich dort vermisse"

Laut des Präsident des ESBDs würden einige in pure Polemik verfallen, statt sich mit den Sachfragen auseinanderzusetzen: "Diese verschlossenen Türen wird man später nur schwer wieder aufbekommen," so Hans Jagnow. Das hätte mit einer sachlichen Debatte nichts mehr zu tun.


Auch DFB-Präsident Grindel sprach bei der VBKI-Veranstaltungsreihe "Sport. Politik. Berlin." über Esport. Er würde Kinder lieber auf dem grünen statt dem digitalen Rasen sehen. Da stellt sich einem die Frage: Warum nicht beides?


"Blutrünstiges werden wir nicht befördern"

Auch Andreas Silbersack, ein Kandidat für die Wahl zum Vizepräsidenten beim DOSB, steht dem Esport im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung kritisch gegenüber: "Wir kommen nicht daran vorbei. Aber an der Ethik scheiden sich die Geister. Wenn es um Spiele geht, bei denen Menschen abgeschlachtet werden, dann ist das mit der Ethik des Sports nicht kompatibel. Blutrünstiges werden wir nicht befördern."


Mit dem Esport, statt über ihn

Der Präsident des DOSB hält die aktuelle Diskussion über den Esport für kontraproduktiv. Aus diesem Grund schlägt Jagnow vor, "einen dauerhaften eSport-Ausschuss zwischen dem ESBD, dem DOSB und weiteren Akteuren einzurichten." So könne man die verbindlichen Werte im Sport und Esport und bestehende Vorbehalten diskutieren.


Geschrieben von Zorkaa

Quellen: echo-online.de, esportbund.de, mz-web.de

Ähnliche News

Kommentare


#1
Harleykin666 schrieb am 30.11.2018, 19:35 CET:
"Wir kommen nicht daran vorbei. Aber an der Ethik scheiden sich die Geister. Wenn es um Spiele geht, bei denen Menschen abgeschlachtet werden, dann ist das mit der Ethik des Sports nicht kompatibel. Blutrünstiges werden wir nicht befördern."

ach das sind echte menschen? nein? das ist nur eine simulation? von einem gewaltakt? der "nicht tödlich" nachgestellt wird?
FECHTEN
BOGENSCHIESSEN
BOXEN
wtf...

ich find die argumente armselig. ich will ja nicht mal das esport olympisch wird. aber wenn so dagegen argumentiert wird von irgendwelchen "um die ecke" denkern geht mir halt der hut hoch.
behaltet eure korrupte gedopte werbeeinnahmen-maschine halt für euch.
#2
Rebell_ schrieb am 30.11.2018, 19:42 CET:
Wenn ich das schon lese wird mir schlecht. Die denken scheinbar, dass jeder Gamer gleich zu einem hirnlosen Zombie wird, der alles um sich herum abschlachten will.
Nur weil ein paar vereinzelte Menschen sich nicht im Griff haben und sich und anderen etwas antun, kann man doch nicht alle über einen Kamm scheren.
Das sind bestimmt die gleichen Leute, die auch das Internet zensieren wollen. Zum kotzen sowas...
#3
K_ick schrieb am 30.11.2018, 20:33 CET:
Ich habe so eine Debatte aber auch kommen sehen, leider. Früher oder später wird der Begriff "Sport" wegfallen. Ich hätte eben nicht gedacht, dass die Begriffsdebatte so schnell voranschreitet..
aber solange E - vor dem Sport steht und man damit unmissverständlich nicht den allgemeinen Sport meint sondern jeder versteht um was es sich dreht und es keine Vermischung gibt bleibt alles beim Alten, so meine Vermutung.
#4
mgaNick schrieb am 30.11.2018, 21:01 CET:
Naja solche Leute werden aussterben. Der Esport wird seinen Weg finden früher oder später. Da können auch diese gedanklichen Bremklötze nichts dran ändern.
#5
leftspin schrieb am 30.11.2018, 21:03 CET:
mgaNick schrieb:
Naja solche Leute werden aussterben. Der Esport wird seinen Weg finden früher oder später. Da können auch diese gedanklichen Bremklötze nichts dran ändern.


+1
#6
Cpt.Andre schrieb am 30.11.2018, 21:04 CET:
Es heißt auf der ganzen Welt Esport und so wird es auch bleiben. Nur weil ein paar Hirnis aus dem esport-zwergenstaat Deutschland meinen das ändern zu können, wird das noch lange nicht passieren.
#7
Vogelfutter schrieb am 30.11.2018, 21:22 CET:
Cpt.Andre schrieb:
Es heißt auf der ganzen Welt Esport und so wird es auch bleiben. Nur weil ein paar Hirnis aus dem esport-zwergenstaat Deutschland meinen das ändern zu können, wird das noch lange nicht passieren.


Guter Beitrag. Ich glaube auch nicht, dass den Rest der Menschheit juckt, was der hessische Innenminister möchte.
#8
strub schrieb am 30.11.2018, 22:38 CET:
Harleykin666 schrieb:
"Wir kommen nicht daran vorbei. Aber an der Ethik scheiden sich die Geister. Wenn es um Spiele geht, bei denen Menschen abgeschlachtet werden, dann ist das mit der Ethik des Sports nicht kompatibel. Blutrünstiges werden wir nicht befördern."

ach das sind echte menschen? nein? das ist nur eine simulation? von einem gewaltakt? der "nicht tödlich" nachgestellt wird?
FECHTEN
BOGENSCHIESSEN
BOXEN
wtf...

ich find die argumente armselig. ich will ja nicht mal das esport olympisch wird. aber wenn so dagegen argumentiert wird von irgendwelchen "um die ecke" denkern geht mir halt der hut hoch.
behaltet eure korrupte gedopte werbeeinnahmen-maschine halt für euch.


die Tradition und Geschichte von Sportarten wie Fechten oder Boxen kannst du nun wirklich nicht vergleichen mit "eSport". Finde den Ansatz schon nicht schlecht, wenn auch unrealistisch weil es, wie gesagt, auf der ganzen Welt so genannt wird und der hessische Innenminister da wenig machen kann.
Bin aber ausnahmsweise sehr auf der Seite von Grindel. Zudem muss man halt feststellen das aufgrund der hohen unprofessionalität bei CSGO vor allem in Bezug auf Turniere (im Vergleich zu Overwatch etc.) wo heftige Delays und nicht gezahlte Preisgelder regelmäßig Thema sind Forderungen wie ein olympischer eSport komplett unrealistisch sind. Auch das mit den fehlenden sportlichen Werten ist ein nachvollziehbarer Punkt denke ich.
#9
Dr3st schrieb am 30.11.2018, 23:33 CET:
Stehe da in nem Kompromiss. Esports hat bei olympia nichts verloren. Aber auch (und das sag ich ungern) strub hat recht. Es gibt noch zu viele probleme bei turnieren und den orgas. Wenn ein fussball match delay hat liegt es nie/seltenst an der organisation. Eher an fans und pyro.
Es kann doch nicht so schwer sein da 10 rechner hinzustellen wenn config und equip bekannt sin
#10
Mr.Snuggles schrieb am 01.12.2018, 00:01 CET:
Als ob ein hessischer Minister irgendetwas daran ändern kann, das tausende von jungen Leuten einem hobby so nachgehen, das sie damit Geld verdienen können und sogar reich werden können xD

Die Interessen der Wirtschaft hatten schon immer vor politischen Entscheidungen Vorrang. Wenn sogar McDoof aus der Deutschen Nationalmannschaft aussteigt und beim Esport einsteigt, werden die anderen nicht mehr lange darauf warten einen Kuchen davon abzubekommen zu wollen.

Also ich sehe das alles sehr positiv in der Zukunft. Wenn erst mal (nach Audi bei Astralis), auch VW, BMW und andere Autohersteller als Sponsoren kommen, wollen sie natprlich mehr Reichweite haben.
Das alles ist nicht mehr aufzuhalten, aber olympisch? Ich bitte euch...
#11
Dr3st schrieb am 01.12.2018, 00:06 CET:
Nicht zu vergessen die us army bei c9... Die grössten kriegsverbrecher der geschichte als esport sponsor.

Positiv würd ich noch tinder anmerken was inzwischen ja auch ne grosse marke ist
#12
strub schrieb am 01.12.2018, 02:15 CET:
dr3st und snuggles komplett am thema vorbei, klar steckt da viel Geld drin, macht aber aus Unterhaltung immer noch keinen Sport. Der Grund: Jede Oberliga ist besser organisiert als hoch dotierte CS Events, was daran liegt das jeder Idiot mit ein bisschen Geld theoretisch ein Turnier veranstalten kann. Und noch wichtiger, eine zentrale Organisation fehlt fast komplett (außer einer Spielergewerkschaft und einigen nationalen Versuchen Verbände zu bilden von denen man fast nichts hört).
#13
nightgg schrieb am 01.12.2018, 03:28 CET:
Ich verstehe nicht wieso der ESBD unbedingt mit den alten, grauen und bald abgetretenen einen Dialog über eine Ein/Angliederung führen muss bzw. will. Es ist offensichtlich das neue Märkte und eine moderne Art von Wettkampf wie auch immer er aussieht (CSGO, PUBG, LOL oder was auch immer) nicht in das Gedankenbild unserer sportlichen und politischen Führung passt... oder nur bei sehr wenigen!

Wieso geht man nicht eigene Wege? Wieso nicht einfach einen Dachverband gründen und schon mal mit den Profi Teams anfangen die Grundsteine für eine tiefgreifende Struktur zu legen?

Der Fußball war ja auch nicht jedem ein Begriff und von heute auf morgen ein Sport den jeder kannte/anerkannte. Da musste sich das auch von klein auf entwickeln!!! Jetzt frage ich mich braucht der Esport den Sport? Meiner Meinung nach NEIN braucht er nicht ... Sponsoren und Fans sind gleichermaßen begeistert füllen regelmäßig Hallen und locken tausende vor Streams oder sogar zum "Rudelgucken in Bar´s und Kinos" und wenn das so bleibt oder noch mehr wächst dann läuft der Esport bald ganz alleine und macht nicht allen Sportarten aber den meisten jedenfalls Konkurrenz.

Wo bei Konkurrenz das falsche Wort ist. Denn die allermeisten von uns und den Millionen Gaming begeisterten gehen zum Ausgleich einem traditionellem Sport nach und würden diesen auch niemals komplett aufgeben des zocken wegen, im Gegenteil je professioneller der Esport wird desto wichtiger wird der Ausgleich durch Kraft und Fitnesssport

Also lange Rede kurzer Sinn ... bzw. Frage: BRAUCHT DER ESPORT WIRKLICH DEN SPORT?
#14
H1ghRoll3r schrieb am 01.12.2018, 10:03 CET:
Finde den Begriff Esports persönlich auch falsch, aber das kommt halt auf die verwendete Definition von dem Wort Sport an. Ich würde aber gerne sehen das der Esport/competetive gaming probiert etwas eigenständiges zu schaffen und nicht immer probiert dem klassischen Sport hinterher zu laufen bzw. sich probiert dadurch zu legitimieren. Die Gewaltdebatte ist natürlich Bullshit. Viele der klassischen olympischen Disziplinen sind doch vom Grunde her Wehrübungen.
#15
trust1585 schrieb am 01.12.2018, 10:37 CET:
Ganz ehrlich mal, wen interessiert, was diese alten Saftsäcke denken? Esports kommt ohne die bestehenden Verbände klar, es ist ja auch keine Sportart in dem Sinne wenn wir mal ehrlich sind. Es ist einfach etwas anderes, und wir sollten froh sein, dass solche ewig gestrigen Affen nichts damit zu tun haben und sich darauf beschränken, von außen ihren Stock im Arsch öffentlich zu präsentieren.
#16
Dr3st schrieb am 01.12.2018, 10:37 CET:
@straub "jeder mit ein bischen geld ein Turnier veranstalten kann"
Du meinst wie die (gott sei dank inzwischen verworfene" super league?
Und welcher sport dient bitte nicht der unterhaltung?
#17
holl9W schrieb am 01.12.2018, 11:55 CET:
Dr3st schrieb:
Nicht zu vergessen die us army bei c9... Die grössten kriegsverbrecher der geschichte als esport sponsor.

Positiv würd ich noch tinder anmerken was inzwischen ja auch ne grosse marke ist


Nicht zu vergessen, McDonalds und Coca Cola... Die größten Fettmacher der Geschichte als "Sport- Sponsor". Die Medaille hat halt immer zwei Seiten.

Trotzdem gebe ich dir recht, die größten Kriegsverbrecher sind sie.
#18
8BitArmy schrieb am 01.12.2018, 13:31 CET:
Man kann sich doch keine besseren Sponsoren wünschen? Welche Firma auf der Welt kann schon 700.000.000.000 Dollor pro Jahr ausgeben (verschwenden).

Wobei es ja eigl. nur die Air Force war.
#19
TuWaK schrieb am 01.12.2018, 14:18 CET:
kommt halt dabei raus wenn dort ü50 Leute in den entsprechenden posten sitzen, die mit der thematik esports einfach noch nie selbst in berührung kamen außer durch die damaligen "frontal21 Killerspiel" dokus
#20
Harleykin666 schrieb am 01.12.2018, 18:58 CET:
strub schrieb:

die Tradition und Geschichte von Sportarten wie Fechten oder Boxen kannst du nun wirklich nicht vergleichen mit "eSport".


hab ich ja auch nicht. ich sag nur das mr minister hier so tut als würden menschen abgeschlachtet und dabei vergisst er ganz easy worauf fechten basiert. mal abgesehen davon das sich leute beim boxen blutig hauen. aber virtuelles blut iiiih pfui. lachhaft!
zudem ist "war vorher da" nie ein argument für "ist mehr wert" oder ähnliches.
wenn es darum geht muss man ja nur 100 jahre warten dann kann man sagen "oh damals hat man mit cs angefangen" und schwupp game xyz muss somit olympisch werden weil guck mal wie lang es das schon gibt.
nach wie vor ich WILL nicht mal das esport olympisch wird. mir ging nur die art des argumentierens auf den senkel.
"keine körperliche ertüchtigung" fertig. wenns das wär hätte ich nix gesagt.
man möge mir jetzt auch nicht mit "anstrengend" kommen sonst will ich das dachdecken und mauern hoch ziehen olympisch wird :p

/vent over
#21
Harleykin666 schrieb am 01.12.2018, 19:03 CET:
wobei ja doch ich habs verglichen....aber mein ansatz sollte zu erkennen gewesen sein. ich wollte nicht sagen das esport so viel sport ist wie fecht und boxen sondern das das sportarten sind die auf barbarischen dingen aus dem echten leben basieren und nicht tödlich nachgestellt werden. so.
#22
Mr.Snuggles schrieb am 01.12.2018, 22:47 CET:
counter-strike, league of legends, rainbow six sind eher mit schach zu vergleichen. wo ist die körperliche ertüchtigung im schach? das ist doch auch kein argument das sport mit körperlicher ertüchtigung zu tun haben muss!

ich finde schon das cs mit sport zu tun hat, wenn sogar schach ein offizieller sport ist.
#23
H1ghRoll3r schrieb am 02.12.2018, 11:18 CET:
Kommt halt darauf an welche Definition du von "Sport" nimmst.
- rein körperlich motorische Komponente
- reine Wettkampf Komponente
oder es müssen beide Bedingungen erfüllt sein.
#24
koa schrieb am 03.12.2018, 09:26 CET:
Für mich bedeutet der Begriff Sport eine Wechselwirkung aus:
- Ausdauer
- Kraft
- Schnelligkeit
- Koordination
- Beweglichkeit

Und ganz klar gehört dazu auch der
- Wettkampfgedanke

Folgendes wird durch Sport gefördert:
- Muskulatur
- Haltung
- Gesundheit
- Motorik
- Sinnesorgane
- Selbstbewusstsein
- Soziale Fähigkeiten

Einiges trifft definitiv auf den "E-Sport" zu... einiges aber definitiv auch nicht. Fechten, Bogenschießen und Boxen haben hingegen E-Sport deutlich mehr Gemeinsamkeiten mit dem oben genannten. Wobei Schach z.B. deutlich weniger Gemeinsamkeiten aufweist! Aber Schach wird vom DOSB auch nicht mehr gefördert, da "keine eigenmotorische Aktivität des Sportlers" einhergeht.

Wenn der DOSB E-Sport nicht als Sport anerkennt, dann kann ich damit leben. E-Sport wird es aber auch unabhängig davon geben und sich weiter organisieren. Was in meinen Augen auch absolut der richtige Weg ist, da Sport nunmal ≠ E-Sport ist. Was natürlich völliger Humbug ist, das E-Sport als gewaltfördernd dargestellt wird. Dieses wurde ja durch Hans Jagnow auf Twitter bestens widerlegt...

Wichtig ist das sich der E-Sport weiter organisiert und professionalisiert und dann ist dieser Begriff eh nicht aufzuhalten. Und wie bereits gesagt müssen der E-Sport und der Sport sich ja nicht gegenseitig ausspielen und können nebeneinander existieren. Zumal ich es für sehr wichtig halte, das ein hoher Konsum an E-Sport auch mit einem hohen Konsum an "realem" Sport einhergehen sollte.
 

Du bist nicht eingeloggt! Um einen Kommentar abzugeben, kannst Du dich hier anmelden.
Freaks 4U Gaming © 2012-2020 by 99damage.de - All rights reserved. - Staff - Impressum - Datenschutz