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Event: Berlin-Major bringt neue Erkenntnisse09.09.2019, 20:01

Underdog-Storys und Favoritensterben: Die Lehren des Majors

Das StarLadder Major Berlin 2019 ist vorbei und hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Es gab einige Überraschungen zu sehen, aus denen wir wichtige Erkenntnisse ziehen können.



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Renegades und AVANGAR: Zwei Underdogs mischen das Major auf

Mit den Renegades aus Australien und dem CIS-Lineup von AVANGAR haben es zwei Teams, die man so nicht unbedingt auf der Rechnung hatte, bis in die New Champions Stage gebracht. Auf ihrem Weg bis ins Halbfinale, in AVANGARs Fall sogar bis ins Endspiel, schlugen sie sich auch gegen die Favoriten wacker.

Die Renegades waren im Endeffekt das schwächere der beiden Überraschungsteams. Trotzdem können die Australier viel Positives von ihrem Major-Run mitnehmen. Vor allem der 23-jährige Justin 'jks' Savage spielte ein herausragendes Turnier.


Für AVANGAR ging es sensationell sogar bis ins Finale. Das Lineup wirkt eingeschworen und kann es an guten Tagen sogar mit den Großen aufnehmen, auch wenn es gegen Astralis machtlos war. Alexey 'qikert' Golubev bestätigte in einem Interview sogar, dass er bereits ein Angebot von Na'Vi abgelehnt hatte. Der Kasache legte ein starkes Major hin und scheint sich wie seine Kollegen in der Underdog-Rolle wohlzufühlen. Ob da noch mehr kommt?

Na'Vi, Vitality und ENCE mit Baustellen

Wenn Außenseiter weit kommen, haben sich zuvor meist ein paar Favoriten nicht gerade mit Ruhm bekleckert. So erging es Natus Vincere, Team Vitality und ENCE, denn die drei Teams schieden enttäuschend bereits im Viertelfinale der New Champions Stage aus.


Bei Na'Vi scheint es an der Zeit für frischen Wind zu sein. Das Lineup spielte insgesamt kein überzeugendes Major und selbst Starspieler Alexander 's1mple' Kostylev konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Es ist Zeit für Wechsel und der erste ist schon eingeleitet: Danylo 'Zeus' Teslenko hat sein baldiges Karriereende bestätigt.

Auch Team Vitality konnte den gestiegenen Erwartungen, die Mathieu 'ZywOo' Herbaut und Co. mit ihren Top-Leistungen selbst geweckt hatten, beim Major nicht gerecht werden. Die 1:2-Pleite gegen AVANGAR muss Vitality einfach ärgern und hat Konsequenzen: Nathan 'NBK' Schmitt wurde vom Team auf die Bank verbannt. Wer für ihn ins Lineup rücken soll, ist noch nicht klar.


Auch die Finnen von ENCE können mit dem Major-Ausgang nicht so ganz zufrieden sein, denn gegen die Renegades sah der Favorit so richtig alt aus. In der New Legends Stage waren noch keine Probleme zu erkennen, doch ENCE wird solche Pleiten auf der großen Bühne in Zukunft vermeiden wollen.

NRG beeindruckt, Astralis stößt Liquid vom Thron

Mit NRG Esports hat sich dagegen ein vielversprechendes Lineup in starker Form präsentiert. Das junge Team sollte man definitiv im Auge behalten. Der Kanadier Peter 'stanislaw' Jarguz machte seine Sache als Ingame-Leader gut und stellte sich als Upgrade gegenüber Damien 'daps' Steele heraus. Das Team aus Nordamerika wird in Zukunft sicher noch öfter für Aufsehen sorgen.


Die wichtigste Erkenntnis des Majors ist aber natürlich die, dass Astralis sich im Duell der Giganten mit Team Liquid durchsetzen konnte. Rechtzeitig zum Major zeigte sich, dass die Dänen zurück an der Weltspitze sind.

Für Team Liquid war das Ausscheiden im Viertelfinale der New Champions Stage eine bittere Pille, doch schon zuvor war TL nicht immer fehlerfrei. Gegen Astralis war es dann schließlich der überraschende Vertigo-Pick, der das Team aus dem Konzept brachte. Auf einen Major-Titel muss Team Liquid weiterhin warten, doch genau den braucht es, wenn man das beste Team der Welt sein will.


Astralis hat dagegen in dem Moment zu alter Stärke gefunden, in dem es am meisten zählte. Nicolai 'dev1ce' Reedtz und Emil 'Magisk' Reif spielten ein fantastisches Major und Ingame-Leader Lukas 'gla1ve' Rossander führte das Team gut an. Die Bilanz von keiner einzigen verlorenen Map in der New Champions Stage spricht dafür, dass Astralis momentan wieder kaum zu schlagen ist.

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Bildquelle: Starladder - Igor Bezborodov


Geschrieben von Maxellent

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Kommentare


#1
iamthewall schrieb am 09.09.2019, 21:48 CEST:
Lehre Nummer 1: Majors werden immer weniger attraktiv, evtl sogar jetzt schon als z.B. die ESL One Cologne, das System ist scheiße und das Minor-System muss dringend überdacht werden.
#2
marcel -_- schrieb am 10.09.2019, 01:25 CEST:
iamthewall schrieb:
Lehre Nummer 1: Majors werden immer weniger attraktiv, evtl sogar jetzt schon als z.B. die ESL One Cologne, das System ist scheiße und das Minor-System muss dringend überdacht werden.


ist halt langweilig weils kaum spannende matches gibt die meisten gehen 2:0 aus und das was du sagtest stimmt halt auch

dazu kommt noch bo3 finale in dem größten turnier

ach und noch vieles mehr
#3
Kenj1 schrieb am 10.09.2019, 03:50 CEST:
marcel -_- schrieb:
iamthewall schrieb:
Lehre Nummer 1: Majors werden immer weniger attraktiv, evtl sogar jetzt schon als z.B. die ESL One Cologne, das System ist scheiße und das Minor-System muss dringend überdacht werden.


ist halt langweilig weils kaum spannende matches gibt die meisten gehen 2:0 aus und das was du sagtest stimmt halt auch

dazu kommt noch bo3 finale in dem größten turnier

ach und noch vieles mehr


Das Leute immer noch nicht verstehen wieso es BO3´s anstatt BO5 Finals gibt... ._.
#4
EntoNN schrieb am 10.09.2019, 06:50 CEST:
marcel -_- schrieb:
iamthewall schrieb:
Lehre Nummer 1: Majors werden immer weniger attraktiv, evtl sogar jetzt schon als z.B. die ESL One Cologne, das System ist scheiße und das Minor-System muss dringend überdacht werden.


ist halt langweilig weils kaum spannende matches gibt die meisten gehen 2:0 aus und das was du sagtest stimmt halt auch

dazu kommt noch bo3 finale in dem größten turnier

ach und noch vieles mehr


- Welches System ist denn so viel besser als SWISS?
- Welchen Einfluss soll der Veranstalter auf die Attraktivität der Matches haben? Wenn die Favoriten throwen kommt es nun mal zu entsprechenden Seedings und eventuell frühem Aufeinandertreffen zweier Favoriten und das ist dann auch völlig gerechtfertigt. Kein Team hätte Astralis geschlagen und auch das Spiel gegen Liquid war eindeutig.
- BO3 kann bereits 2-3 Stunden in Anspruch nehmen. BO5 ist ein einziger Krampf, wenn es über die volle Länge geht.
#5
nebulein schrieb am 10.09.2019, 09:14 CEST:
EntoNN schrieb:
marcel -_- schrieb:
iamthewall schrieb:
Lehre Nummer 1: Majors werden immer weniger attraktiv, evtl sogar jetzt schon als z.B. die ESL One Cologne, das System ist scheiße und das Minor-System muss dringend überdacht werden.


ist halt langweilig weils kaum spannende matches gibt die meisten gehen 2:0 aus und das was du sagtest stimmt halt auch

dazu kommt noch bo3 finale in dem größten turnier

ach und noch vieles mehr


- Welches System ist denn so viel besser als SWISS?
- Welchen Einfluss soll der Veranstalter auf die Attraktivität der Matches haben? Wenn die Favoriten throwen kommt es nun mal zu entsprechenden Seedings und eventuell frühem Aufeinandertreffen zweier Favoriten und das ist dann auch völlig gerechtfertigt. Kein Team hätte Astralis geschlagen und auch das Spiel gegen Liquid war eindeutig.
- BO3 kann bereits 2-3 Stunden in Anspruch nehmen. BO5 ist ein einziger Krampf, wenn es über die volle Länge geht.


Zuerst einmal muss man dafür die Qualifier überdenken, denn da fängt das Dilemma schon an. Teams wie Nip, so leid es mir tut, hatten auf dem Major einfach nichts verloren. Die Welt in csgo ändert sich so schnell, dass einfach zwischen 2 Majors zu viel passiert und genau da wäre schon der erste Schritt wo man ansetzen könnte. Eine ESL One Cologne ist da einfach zum Teil spannender, weil man von aktuellen Leistungen bei den Invites ausgeht und wer sich durch einen Qualifier schießt, hat es sich sowieso verdient. Sieht man ja auch an den Teams, die durch die EU Qualifier kamen, da ist keins von mit 0:3 heim gefahren.

Der nächste Punkt ist der Zeitpunkt des Turniers. Ein Major, dass direkt nach der Playerbreak statt findet, ist einfach unglücklich gewählt. Liquid z.b. hat vor der Pause nahezu alles nieder geschossen und war bei diesem Turnier, nicht nur gegen Astralis nicht top dabei, sondern im gesamten Event fehlte es.

Der Veranstalter kann da definitiv Einfluss drauf nehmen, zum einen gibt es die Option die Swiss Matches alle im Bo3 zu spielen, da kristallisiert sich mit Sicherheit ein komplett anderes Bild raus. Oder man kann ab dem Viertelfinale ein lower bracket anbieten, was gerade bei diesem Turnier sinnvoll gewesen wäre, weil durch das Swiss System ein blödes Seeding heraus kam, weil die Teams im Bo1 einfach teilweise schwach gespielt haben und nicht so richtig rein kamen, vor allem Liquid & Vitality.

Ob ich jetzt ein langweiliges Bo3 oder Bo5 sehe, finde ich jetzt nicht so relevant. Wenn 2 gleichwertige Gegner um den Titel spielen, dann kann beides interessant sein, wichtig ist das man die beiden stärksten im Endeffekt im Finale erst siehst und das war hier leider nicht der Fall.
#6
gibpfoetchen schrieb am 10.09.2019, 09:56 CEST:
iamthewall schrieb:
Lehre Nummer 1: Majors werden immer weniger attraktiv, evtl sogar jetzt schon als z.B. die ESL One Cologne, das System ist scheiße und das Minor-System muss dringend überdacht werden.


Wenn BIG als Underdog beim Major überrascht, dann ist es ein Sommermärchen, wenn ein CIS Team überrascht dann ist das Minor System scheiße? :) Stellt euch vor überall in der Welt würde diskutiert werden, wie es sein kann dass ein BIG soweit kommt. Wie groß wäre das Geschrei in diesen deutschen Foren.
#7
Deivil schrieb am 10.09.2019, 09:59 CEST:
gibpfoetchen schrieb:
iamthewall schrieb:
Lehre Nummer 1: Majors werden immer weniger attraktiv, evtl sogar jetzt schon als z.B. die ESL One Cologne, das System ist scheiße und das Minor-System muss dringend überdacht werden.


Wenn BIG als Underdog beim Major überrascht, dann ist es ein Sommermärchen, wenn ein CIS Team überrascht dann ist das Minor System scheiße? :)


This 100%
Keiner hat sich damals über sogar 3x bo1 beschwert, als BIG Legends wurden!
Finde das System mittlerweile sehr ausgereift. Die Änderungen, die gemacht werden/wurden, stellten sich imo als besser heraus. Dass Ast wieder inform war und der Rest, außer NRG nicht viel gegen zu setzen hatten, ist ja dann nicht die Schuld des TO, sondern die dumme Zeitplanung von Valve. Bin nachwievor der Meinung, dass das Major der Seasonabschluss sein sollte und nicht der Anfang, zumal jetzt ja trotzdem wieder geshuffled wird, was das Zeug hält. Wär jetzt playerbreak könnte das alles viel entspannter über die Bühne gehen!
#8
McBudaTea schrieb am 10.09.2019, 10:05 CEST:
Gerade die Frage mit den Qualifier und Invites wird nochmal relevanter, da der nächste Major in May 2020 stattfindet, d.h. deutlich später als normalerweise. Wir wissen bereits jetzt, dass 3 von den Legend-Teams einen Spieler wechseln. Dies trifft ebenso 2 Teams bei den Returning Challengers zu. Abseits dessen ist es sehr gut möglich, dass zusätzlich Crazy auseinander genommen wird, Avangar einen Spieler verliert, bei Faze deutliche Änderung anstehen werden.
#9
m0ntus- schrieb am 10.09.2019, 10:07 CEST:
Ich finde nur, es dauert alles viel zu lange.. Challengers Stage passt schon so, nur sollte mMn das Timing von der Legends Stage und den Playoffs geändert werden.
Konkret würde ich es spannender finden wenn Halbfinale und Finale am gleichen Tag stattfinden. Da fiebert man den ganzen Tag mit den Teams mit und gleichzeitig könnte dann ein Team wie Avangar das Momentum mitnehmen. Alles in allem sind 3 Wochen zu viel.
#10
Elliot123 schrieb am 10.09.2019, 10:43 CEST:
Das Problem ist nicht das System, sondern der Zeitpunkt. Um CS auf dem höchsten Niveau zu bieten, müssen die Teams pausenlos spielen. Nach einer Playerbreak ist es völlig klar, dass die meisten Teams ihre Form nicht haben.
Das wichtigste Turnier des Jahres nach einer Pause stattfinden zu lassen ist der größte Unsinn und hat solche Turniere zur Folge.
#11
McBudaTea schrieb am 10.09.2019, 10:47 CEST:
m0ntus- schrieb:
Konkret würde ich es spannender finden wenn Halbfinale und Finale am gleichen Tag stattfinden.


Das Problem dabei ist, dass eines die Finalteams ungleich behandelt werden, da ein Team eine längere Pause zwischen den Halbfinale und Finale hat, das andere Team nicht.
#12
iamthewall schrieb am 10.09.2019, 20:03 CEST:
Deivil schrieb:
gibpfoetchen schrieb:
iamthewall schrieb:
Lehre Nummer 1: Majors werden immer weniger attraktiv, evtl sogar jetzt schon als z.B. die ESL One Cologne, das System ist scheiße und das Minor-System muss dringend überdacht werden.


Wenn BIG als Underdog beim Major überrascht, dann ist es ein Sommermärchen, wenn ein CIS Team überrascht dann ist das Minor System scheiße? :)


This 100%
Keiner hat sich damals über sogar 3x bo1 beschwert, als BIG Legends wurden!
Finde das System mittlerweile sehr ausgereift. Die Änderungen, die gemacht werden/wurden, stellten sich imo als besser heraus. Dass Ast wieder inform war und der Rest, außer NRG nicht viel gegen zu setzen hatten, ist ja dann nicht die Schuld des TO, sondern die dumme Zeitplanung von Valve. Bin nachwievor der Meinung, dass das Major der Seasonabschluss sein sollte und nicht der Anfang, zumal jetzt ja trotzdem wieder geshuffled wird, was das Zeug hält. Wär jetzt playerbreak könnte das alles viel entspannter über die Bühne gehen!


1. Nein, auch für Avangar ist es ein "Sommermärchen", an das wir uns glücklicherweise lange erinnern werden.

2. Ich und viele andere haben sich auch schon lange VOR Bigs Erfolg über BO1 beschwert.

3. Die Majorzeitplanung ist für 2020 ja zum Glück schon geregelt, wie sich Fans und Spieler gewünscht haben.

Alles in allem: BO1, Swiss, Minors, Qualifier etc... alles suboptimal. das sorgt dafür, dass es einige Überraschungen gibt. Einerseits toll, keine Frage! Andererseits sorgt es aber eben auch für 6 von 7 Playoffspielen, die 2:0 ausgehen.
#13
Zescht schrieb am 11.09.2019, 15:36 CEST:
m0ntus- schrieb:
Ich finde nur, es dauert alles viel zu lange.. Challengers Stage passt schon so, nur sollte mMn das Timing von der Legends Stage und den Playoffs geändert werden.
Konkret würde ich es spannender finden wenn Halbfinale und Finale am gleichen Tag stattfinden. Da fiebert man den ganzen Tag mit den Teams mit und gleichzeitig könnte dann ein Team wie Avangar das Momentum mitnehmen. Alles in allem sind 3 Wochen zu viel.


gahahahahahahahahahahahahah
 

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