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Szene: Blogpost über Exklusivität, Medienrechte und mehr19.09.2019, 12:15

Valve stellt klar: Keine Lizenz für Events mit Exklusivitätsanspruch

In einem Blogpost hat sich Valve zu verschiedenen Themen rund um die kompetitive CS:GO-Szene geäußert. Dabei geht es auch um das Thema Exklusivität in der Turnierlandschaft.



CS:GO-Entwickler Valve hat am Donnerstag in einem Post zu mehreren Themen, die sich um die professionelle Szene drehen, Stellung bezogen.

Exklusivität ist nicht erwünscht

Das Unternehmen stellte klar, dass es für Experimente von Turnierveranstaltern offen sei und diese begrüße, solange sie bei einem Scheitern keine weitreichenden Folgen für das Ökosystem des Spiels mit sich bringen.

Dies sei nach Meinung von Valve bei Events mit einem Exklusivitätsanspruch aber der Fall. Den Teilnehmern des eigenen Wettbewerbs zu verbieten, in Turnieren eines rivalisierenden Veranstalters mitzuspielen, könnte langfristigen Schaden anrichten.

Deswegen formulierte Valve im Post deutlich: "Wir haben zum aktuellen Zeitpunkt kein Interesse daran, Lizenzen für Events bereitzustellen, die es Teams verbieten, an anderen Events teilzunehmen."

Vor Kurzem hatte die ESL in Zusammenarbeit mit der DreamHack die sogenannte ESL Pro Tour, einen Circuit mit insgesamt über 20 größeren und kleineren Wettbewerben, für das Jahr 2020 angekündigt.


Einem Bericht von Dexerto zufolge arbeite die ESL an strikten Teilnahmeregeln für die eigene Pro League, die zur neuen Pro Tour gehört. Valve selbst enthüllte, dass es kürzlich Schritte in Richtung einer umfassenden Form von Exklusivität gegeben hat, nannte dabei aber keine bestimmten Turnierveranstalter.

Interessenkonflikte zwischen Spielern, Teams und Veranstaltern

Weiterhin kam Valve im Post auch auf das Thema Interessenkonflikte zu sprechen. Um an einem CS:GO-Major teilzunehmen, seien Spieler, Teams sowie Turnierveranstalter verpflichtet, zu bestätigen, dass sie keine finanziellen Beziehungen mit anderen Spielern oder Teams führen.

Sollte das doch der Fall sein, müsse die entsprechende Partei dies offenlegen und aktiv daran arbeiten, den Konflikt zu lösen. Die Regelung sei nicht neu, allerdings sah Valve es aufgrund der "Gespräche, die wir mitbekommen haben", für angebracht, sie noch einmal ausdrücklich hervorzuheben.

Medienrechte und Prämien aus Major-Items

Außerdem thematisierten die Verantwortlichen auch die Medienrechte bei Major-Events. Dies war während des StarLadder Majors eines der Gesprächsthemen in der Community. Der Veranstalter eines Majors sei aus Sicht von Valve stets die einzige Partei mit der Übertragungslizenz für das Turnier.

Gleichzeitig erwarte Valve aber, dass der entsprechende Major-Partner mit Streamern zusammenarbeitet, um den Zuschauern beispielsweise zusätzlichen Content oder Übertragungen in "unterversorgten Sprachen" zu bieten.

Im Blogpost verkündete der CS:GO-Entwickler zudem, wie viel Geld die Teilnehmer des StarLadder Majors über verkaufte Turnier-Items erhalten werden: Insgesamt dürfen sich die 24 Teams über mehr als 11 Millionen US-Dollar freuen.

Bildquelle: Valve


Geschrieben von Funk1ll3r

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Kommentare


#1
leftspin schrieb am 19.09.2019, 12:42 CEST:
gegen Exklusivitätsregeln muss wirklich klare Kante gezeigt werden!
#2
xh_32 schrieb am 19.09.2019, 13:18 CEST:
Ja nice, da hat man bei den Minors fpl-Spieler vom Kosovo und wird einem nicht erlaubt auf albanisch zu casten!.. Generell wäre in den Balkan-Staaten eine große Community, man gibt den streamern aber keine Chance irgendwie die Spiele zu casten oder zeigen.
#3
foolisH_ schrieb am 19.09.2019, 13:30 CEST:
Das gibt 12 pps für GabeN
#4
Tuergriff4 schrieb am 19.09.2019, 13:34 CEST:
xh_32 schrieb:
Ja nice, da hat man bei den Minors fpl-Spieler vom Kosovo und wird einem nicht erlaubt auf albanisch zu casten!.. Generell wäre in den Balkan-Staaten eine große Community, man gibt den streamern aber keine Chance irgendwie die Spiele zu casten oder zeigen.


Naja im vorletzen Absatz der News steht ja drin, dass eben dies gemacht werden soll.
Das ist dann immer einigermaßen im Ermessen des Veranstalters für wie viel $$$ sie halt die Übertragungsrechte verkaufen. Ggf. kann das sogar aber auch Sinn ergeben gerade bei so "kleinen Märkten" die Übertragungsrechte umsonst zur Verfügung zu stellen.
#5
HorstOfWar schrieb am 19.09.2019, 14:16 CEST:
Ich weiß nicht ob allen das Video von WarOwl zu dem Thema „Major Streams“ bekannt ist. Für größere Streamer besteht in der Regel ein Konflikt, der von dem Statement nicht berührt wird: StarLadder verlangte Werbung der Partner von StarLadder zu verwenden und jede andere Werbung zu unterlassen. Dementsprechend sollen die Streamer auf Einnahmen verzichten, ggf sogar Partner verlieren, und Umsatz für den Major Host generieren. Es bleibt also unwahrscheinlich, dass abseits der Main-Streams etwas passieren wird.
#6
iamthewall schrieb am 19.09.2019, 15:22 CEST:
sehr gute Entscheidung; immer wenns gegen Exklusivität geht.

was ich aber am interessantesten finde:

"... the community was busy as well: tournament items for this major will pay out over $11 million for participating teams and players!"

Warum gönnt Volvo beim International Gelaber von "30MIO PREISGELD!!!!!!" aber bei CS bleibt man bei 1Mio, obwohl man ebenso von 12 sprechen könnte? Nun gut, andere Systeme und so. aber hey
#7
TuWaK schrieb am 19.09.2019, 20:26 CEST:
Also bald muss man sich also entscheiden ob man am CS:GO-Circuit teilnimmt, der einem ja anscheinend untersagt bei anderen länger andauernden Veranstaltungen mit höherem Preisgeld teilzunehmen wie z.B. die Majors momentan oder ob man am Major selbst teilnimmt. Naja wenn die ESL das wirklich so durchziehen will mit ihren Regeln dann schneiden sie sich wahrscheinlich selbst ins eigene Fleisch.
#8
mgaNick schrieb am 20.09.2019, 01:55 CEST:
TuWaK schrieb:
Also bald muss man sich also entscheiden ob man am CS:GO-Circuit teilnimmt, der einem ja anscheinend untersagt bei anderen länger andauernden Veranstaltungen mit höherem Preisgeld teilzunehmen wie z.B. die Majors momentan oder ob man am Major selbst teilnimmt. Naja wenn die ESL das wirklich so durchziehen will mit ihren Regeln dann schneiden sie sich wahrscheinlich selbst ins eigene Fleisch.


Wie grade im Artikel stand vergibt Valve keine Lizenzen an Veranstalter die Exklusivität verlangen. Also sehe ich nicht warum du meinst dass das bald so sein würde.
 

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