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Meinung: Kommentar zum Coaching-Bug05.09.2020, 16:58

Graue Wolken über CS:GO: Cheater, Bugs und billige Ausreden

Die aktuellen Cheating-Skandale werfen einen Schatten auf Counter-Strike und den E-Sport. Warum die CS:GO-Szene ein strukturelles Problem hat. Ein Kommentar.



Graue Wolken hängen über Counter-Strike: Global Offensive. Wieder einmal. Betrug, Cheating und bald soll wohl auch ein Matchfixing-Skandal folgen, wenn man der Ankündigung der Esports Integrity Commission (ESIC) in dieser Woche glauben schenken mag. Näheres ist dazu noch nicht bekannt. Noch nicht.

Bekannt ist aber, dass Nicolai 'HUNDEN' Petersen, Ricardo 'dead' Sinigaglia und Aleksandr 'zoneR' Bogatiryev offenbar betrogen haben. Den Trainern wird vorgeworfen, während einiger Spiele ihrer Teams einen Bug genutzt zu haben, der ihnen unerlaubt Einsicht auf die Bewegungen des Gegners gegeben hat. Am Freitagnachmittag gesellte sich noch Faruk 'pita' Pita per Selbstanzeige hinzu. Zur Geisterstunde folgte Allan 'Rejin' Petersen.

Unverzeihliches Verhalten

Die Geister, die sie riefen, werden sie nun nicht mehr los. Die namhaften Coaches haben nicht im Training, im Scrim oder im Matchmaking betrogen. Was schon schlimm genug wäre. Nein, es waren professionell ausgetragene Spiele und Turniere, in denen es immer um viel geht. Beispielsweise um die Teilnahme am Major in Brasilien, um hunderttausende US-Dollar – und nicht zuletzt um das Ansehen als Sieger renommierter Wettbewerbe.

Doch schaut man zu solchen "Siegern" auf? Unverzeihlich ist das Verhalten von allen, die diesen Bug benutzt haben. Die Folgen sind verheerend. Für die Täter, die involvierten Teams und Spieler und den Ruf von Counter-Strike als professionellen E-Sport insgesamt.

Aber haben sich nicht alle schon daran gewöhnt? Ist Cheating in CS:GO nicht einfach Alltag? Ist es nicht so, dass Spieler stoisch vor ihren Rechnern sitzen und mehr oder weniger gefasst den nächsten Cheater im Matchmaking, in FACEIT oder in einem 99Damage-Spiel erwarten? Die Liste derer auf beiden Seiten ist unendlich lang. Counter-Strike – du hast ein Problem!

Wie oft schaut man Streamern bei Spielen zu, denen regelmäßig die Stirnadern zu platzen scheinen vor lauter Frust. Danach erfolgt die Live-Auswertung von verdächtigen Gegnern in den Demos. In den seltensten Fällen wird das "CS-Wunderkind" freigesprochen. So geht das seit dem Erscheinen von CS:GO. Es war - mal abgesehen von den Streamern - nicht anders in Counter-Strike: Source, 1.6 oder bei der Veröffentlichung des ersten Mod namens Counter-Strike. Die Zukunft sieht nach alldem nicht rosig aus.

Spiegelbild der Gesellschaft

Counter-Strike ist auf dieser Ebene durchaus ein Spiegelbild der Gesellschaft. Da gibt es die Ehrlichen auf der einen Seite und auf der anderen jene, die es nicht sind. Was das Ganze in Counter-Strike so einfach macht, ist die Anonymität des Internets.

Zumindest in den Tiefen von CS:GO lässt es sich prächtig und folgenlos Cheaten. Schlägt der VAC-Bannhammer zu, steht in wenigen Minuten der nächste Spieler-Account zur Verfügung. Freilich wird das Fahrwasser schon deutlich flacher, wenn die Spieler sich in Richtung professionelles Counter-Strike bewegen.

Aber auch im Profibereich gibt es genügend schwarze Schafe, die sich jeder Szenekundige sofort ins Gedächtnis rufen kann, weil ihre Vergehen ein ungleich größeres mediales Echo erzeugt haben. Der aktuelle Skandal erweitert die Liste um ein Vielfaches. Sollen wir damit leben?

Wir müssen damit leben. Wir sollten uns aber niemals daran gewöhnen. Es ist auch immer einfach, mit dem Finger auf Valve zu zeigen. Aber Valve erlaubt keine Cheats, Valve programmiert keine Cheats und Valve verkauft keine Cheats. Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Cheats sind verboten. Wer Valve an dieser Stelle als Problem brandmarkt, betreibt eine Schuldumkehr.

Valve ist in erster Linie auch keine Cheating-Abwehrfirma, sondern der Entwickler des Spiels. Vielleicht sollten sich das viele Kritiker noch einmal vergegenwärtigen. Für Valve ist und bleibt Cheating ein großes Ärgernis - für andere aber hingegen ein lohnendes Geschäftsmodell. Ist es nicht geradezu grotesk, was Valve und die Veranstalter von Turnieren und Ligen unternehmen müssen, um das Spiel und die Wettbewerbe vor Betrügern zu schützen? Fairplay sollte unzweifelhaft der Status Quo jedes sportlichen Wettstreits sein.

Cheating-Supermarkt

Die Angebote für alle nur erdenkliche CS:GO-Cheats sind nicht verdeckt, sondern ein offenes Geschäft. Ein Klick und der Cheats-Supermarkt hat für jedermann rund um die Uhr geöffnet. "Kunden" können sich den Warenkorb so voll packen, wie sie es nur wollen. Auch das ist ein Fakt, der jedem zu denken geben sollte. Activision hat zu Beginn dieser Woche einen Anbieter verklagt, der auf seiner Webseite unter anderem Cheats für Call of Duty angeboten hatte. Die Seite ist nun offline.

Ist das der richtige Weg? Stand heute kämpfen Entwickler wie Activision und Valve auf diese Weise gegen Windmühlen. Im Kampf gegen Cheating hat Counter-Strike derzeit wie so viele andere erfolgreiche Spiele-Titel ein unlösbares strukturelles Problem. Das betrifft das Angebot von Cheats genauso wie das Ethos der zahlreichen Nutzer.

Die aktuellen Enthüllungen um den Coaching-Bug offenbaren eine der größten Schieflagen überhaupt in Counter-Strike – nämlich das fehlende Unrechtsbewusstsein auf Seiten der Cheater. Bieten sich vermeintlich unentdeckte Chancen, den Gegner zu übervorteilen, greifen viele bedenkenlos zu. Rechtfertigen lässt sich das in keiner Weise.

Dass Profis hier zu Tätern geworden sind, verletzt die Integrität von CS:GO und des E-Sport. Alle genannten Trainer sollten Vorbilder in ihrem Beruf sein. Als sportliche Leiter für ihre Spieler, als Aushängeschilder für ihre Organisationen und vor allem als Mentoren für die kommenden Profi-Generationen. Wenn durch Bug-Nutzung das falsche Ideal vorgelebt wird, nur mit unerlaubten Mitteln käme man zum Erfolg, befindet sich die Entwicklung von Counter-Strike an einem Abgrund.

Der schwedische Coach pita schrieb in seinem Bekenntnis am Freitag, dass es in dem betreffenden Spiel gegen mousesports, in dem er den Bug genutzt hatte, um nichts mehr gegangen sei, weil die Platzierungen der Teams bereits festgestanden haben. Ihm sei gesagt: Doch pita, genau in dem Spiel ging es mit deiner Art von Verhalten schlichtweg um alles!

Foto: Valve


Geschrieben von swayzay

Kommentare

 
1

#1
chrissiMZ schrieb am 05.09.2020, 17:07 CEST:
Valve ist der Hersteller des "Spielgerätes" - wenn man in die Analogie des körperlichen Sports geht. Vermeidung von Wettbewerbsbetrug war schon immer Aufgabe der Verbände und nicht der Ballhersteller.
#2
MarsYoo schrieb am 05.09.2020, 17:22 CEST:
"Aber Valve erlaubt keine Cheats, Valve programmiert keine Cheats und Valve verkauft keine Cheats. Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Cheats sind verboten. Wer Valve an dieser Stelle als Problem brandmarkt, betreibt eine Schuldumkehr."

Ich lach mich kaputt. Valve profitiert und lebt von den Cheatern. Würde man konsequent dagegen vorgehen (wollen), würde die Anzahl aktiver Spieler um eine Großzahl dezimiert werden. Und dann will man die Community wieder mit irgendeinem Alibi-Trust-Shit-Mode verarschen :D

Zum Glück gibt es Ausweichmöglichkeiten wie faceit und esea, wo man noch halbwegs gescheit zocken kann und wo zielstrebiger gegen Cheater vorgegangen wird. Wer heutzutage noch aktiv mm zockt ist eh lost.
#3
RandomNN schrieb am 05.09.2020, 17:24 CEST:
chrissiMZ schrieb:
Valve ist der Hersteller des "Spielgerätes" - wenn man in die Analogie des körperlichen Sports geht. Vermeidung von Wettbewerbsbetrug war schon immer Aufgabe der Verbände und nicht der Ballhersteller.


Die Analogie hinkt an so vielen Stellen, dass ich das unkommentiert lassen werde.
#4
chrissiMZ schrieb am 05.09.2020, 17:33 CEST:
RandomNN schrieb:
chrissiMZ schrieb:
Valve ist der Hersteller des "Spielgerätes" - wenn man in die Analogie des körperlichen Sports geht. Vermeidung von Wettbewerbsbetrug war schon immer Aufgabe der Verbände und nicht der Ballhersteller.


Die Analogie hinkt an so vielen Stellen, dass ich das unkommentiert lassen werde.


Personen, die Bugs zu ihrem Vorteil ausnutzen sind die Schuldigen, und nicht der Softwarehersteller Wenn du den Bug nicht ausnutzt bist du auch nicht schuldig. So schwer war das doch jetzt nicht zu verstehen, oder?
#5
IsmyH schrieb am 05.09.2020, 18:31 CEST:
chrissiMZ schrieb:
RandomNN schrieb:
chrissiMZ schrieb:
Valve ist der Hersteller des "Spielgerätes" - wenn man in die Analogie des körperlichen Sports geht. Vermeidung von Wettbewerbsbetrug war schon immer Aufgabe der Verbände und nicht der Ballhersteller.


Die Analogie hinkt an so vielen Stellen, dass ich das unkommentiert lassen werde.


Personen, die Bugs zu ihrem Vorteil ausnutzen sind die Schuldigen, und nicht der Softwarehersteller Wenn du den Bug nicht ausnutzt bist du auch nicht schuldig. So schwer war das doch jetzt nicht zu verstehen, oder?


Valve kann aber im Gegensatz zu einem Fahrradhersteller, die Bugs, Injects und sonstige Hooks die dieses Betrügen zulassen fixen. Der Fahrradhersteller kann den Profi aber nicht vom Blutdoping abhalten.
#6
Zescht schrieb am 05.09.2020, 18:33 CEST:
MarsYoo schrieb:
"Aber Valve erlaubt keine Cheats, Valve programmiert keine Cheats und Valve verkauft keine Cheats. Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Cheats sind verboten. Wer Valve an dieser Stelle als Problem brandmarkt, betreibt eine Schuldumkehr."

Ich lach mich kaputt. Valve profitiert und lebt von den Cheatern. Würde man konsequent dagegen vorgehen (wollen), würde die Anzahl aktiver Spieler um eine Großzahl dezimiert werden. Und dann will man die Community wieder mit irgendeinem Alibi-Trust-Shit-Mode verarschen :D

Zum Glück gibt es Ausweichmöglichkeiten wie faceit und esea, wo man noch halbwegs gescheit zocken kann und wo zielstrebiger gegen Cheater vorgegangen wird. Wer heutzutage noch aktiv mm zockt ist eh lost.


Quelle ist KenFM oder QMap?
#7
TaMere schrieb am 05.09.2020, 18:44 CEST:
chrissiMZ schrieb:
RandomNN schrieb:
chrissiMZ schrieb:
Valve ist der Hersteller des "Spielgerätes" - wenn man in die Analogie des körperlichen Sports geht. Vermeidung von Wettbewerbsbetrug war schon immer Aufgabe der Verbände und nicht der Ballhersteller.


Die Analogie hinkt an so vielen Stellen, dass ich das unkommentiert lassen werde.


Personen, die Bugs zu ihrem Vorteil ausnutzen sind die Schuldigen, und nicht der Softwarehersteller Wenn du den Bug nicht ausnutzt bist du auch nicht schuldig. So schwer war das doch jetzt nicht zu verstehen, oder?


Keine Ahnung ob du trollst oder einfach Pech beim Denken hast. Aber für den Fall, dass du kritikfähig bist:
Punkt 1: In deinem ersten Post sprichst du davon, wessen Aufgabe die "Vermeidung von Wettbewerbsverzerrung" ist. In deinem zweiten Post geht es plötzlich um "Schuld". Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Was genau willst du eigentlich sagen?

Punkt 2: Deine Analogie ist Unsinn. Valve ist ist nicht Hersteller des Spielgeräts. Valve ist Hersteller des Spiels, legt Regeln dazu fest und (ganz wichtig) veranstaltet Turniere. Valve tut also in vielen Belangen genau das, was ein Verband z.B. im Fußball übernimmt. Aber selbst ohne diese unsinnige Fußball-Analogie sollte dir klar sein, dass Valve durch das Veranstalten von Turnieren und dem Ausschütten von Preisgeldern, zumindest im professionellen Bereich, verpflichtet ist für einen fairen Ablauf und Einhaltung der Regeln zu sorgen.
#8
MarsYoo schrieb am 05.09.2020, 19:42 CEST:
Zescht schrieb:


Quelle ist KenFM oder QMap?


Quelle ist, dass das Spiel seit Jahren Cheaterverseucht ist und es Valve scheinbar am Arsch vorbeigeht. Als ob man da nicht konsequenter gegen vorgehen könnte, schaffen andere Games ja auch.
#9
soniq schrieb am 05.09.2020, 19:49 CEST:
Ich kann mich da noch an einen gewissen Arthur Brylka erinnern. Seinerzeit inhaber der Seite von OGC Cheats. Damals hat das FBI Ermittlungen aufgenommen und Herrn Brylka ausfindig gemacht. Der Typ wurde zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert. Könnte Valve eigentlich mal wieder machen so ne Aktion.
#10
MarsYoo schrieb am 05.09.2020, 20:05 CEST:
soniq schrieb:
Ich kann mich da noch an einen gewissen Arthur Brylka erinnern. Seinerzeit inhaber der Seite von OGC Cheats. Damals hat das FBI Ermittlungen aufgenommen und Herrn Brylka ausfindig gemacht. Der Typ wurde zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert. Könnte Valve eigentlich mal wieder machen so ne Aktion.


Jop und das ist nur ein Beispiel von dem, was Valve unternehmen könnte. Anstatt dessen will man der Community mit gezielten Features weismachen, dass man gewillt ist gegen die Cheater vorzugehen xd
#11
chibiribiri schrieb am 05.09.2020, 20:06 CEST:
Klar kann Valve zumindest Bugs fixen. Letztlich bleibt aber die Feststellung: Das Problem ist nicht Valve, sondern die Community. Und da bist du als Entwickler machtlos. Der Spruch "ein Spiegel der Gesellschaft" trifft es da schon sehr gut.
Sicher gab es Cheater schon immer, aber man kann wohl festhalten, die Welt ist asozialer geworden. Das lässt sich nicht nur auf CS:GO reduzieren. Ich, ich und noch einmal ich und der Rest kann mich mal. Viele würden ihre besten Freunde bescheissen, nur um sich selbst besser darzustellen.
#12
Ghostskills schrieb am 05.09.2020, 20:14 CEST:
+rep für diesen post.

cheaten ist ein problem in cs, wenn man in nem mm oder faceit, von ominösen accounts weggedrückt wird ...okay, passiert is nicht der weltuntergang. was aber sehr wohl ein gefühlter weltuntergang ist, das ist das cheaten in offiziellen ligen. ich möchte garnicht wissen, wieviele leute in 99dmg anhaben und einfach nicht gebannt sind. es ist traurig und es ist ein armutszeugnis...
csgo ist ein absolut gutes spiel (umsonst hab ich nicht über 6k stunden reingesteckt ^^), das problem ist die community... das problem sind die leute, die ums verrecken gewinnen wollen. ich werde nie verstehen, warum man sich nicht einfach hinsetzt, pracct und dadurch besser wird. ne...man muss n 3rd party-tool kaufen weil man eine ... sry für den ausruck... faule dreckssau ist.

#justmy2cents
#13
anonymerMuesliholiker schrieb am 05.09.2020, 20:14 CEST:
soniq schrieb:
Ich kann mich da noch an einen gewissen Arthur Brylka erinnern. Seinerzeit inhaber der Seite von OGC Cheats. Damals hat das FBI Ermittlungen aufgenommen und Herrn Brylka ausfindig gemacht. Der Typ wurde zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert. Könnte Valve eigentlich mal wieder machen so ne Aktion.


muss ja nichtmal sowas sein, aber einen Bug zu fixen, denen ihn ein Coach im Jahr 2018 reportet hat, sollte eigentlich das mindeste sein.
#14
1HeinRich1 schrieb am 05.09.2020, 20:28 CEST:
Danke für den starken Artikel!
#15
Blitz89 schrieb am 05.09.2020, 20:56 CEST:
Starker Artikel.

Ich finde man könnte wenn man will das Problem ganz gut lösen sowohl im RL oder auch Online. Jeder der nur 1 Cent bekommt für den Sport den er ausübt müsste man die Personalausweis Nummer oder welche auch immer angeben und wer Cheatet muss sämtliche Preisgelder die Er/Sie gewonnen hat zu 100% zurückzahlen... ich glaube dann würden es sich 99% der Leute 2x überlegen ob sie bescheißen. Dennoch ist es ja auch ein Gesellschaftliches Problem da es ja immer höher, schneller , weiter und besser gehen muss.
#16
MarsYoo schrieb am 05.09.2020, 21:11 CEST:
Blitz89 schrieb:
ich glaube dann würden es sich 99% der Leute 2x überlegen ob sie bescheißen. Dennoch ist es ja auch ein Gesellschaftliches Problem da es ja immer höher, schneller , weiter und besser gehen muss.


Überall wo viel Geld im Umlauf ist wird versucht zu betrügen, ob im realen Sport bzw. Leben (Unternehmen, Konzerne -> Beispiele gibt es genug) oder im E-sports. Das war schon immer so und wird sich auch nie ändern. Man kann das jetzt unter einem "gesellschaftlichen Problem" zusammenfassen, letzten Endes liegt es an der Geldgier und Profitorientierung eines jeden Vereines, Unternehmens oder Individuums.

Dass Cheaten von Hobbyspielern (csgo) muss dabei nochmal differenziert betrachtet werden, da spielen wiederum anderweitige, aber auch vielfältige Motive eine Rolle. Dagegen ließe sich aber mindestens genauso gut vorgehen, wie auch im Wettkampfsport.
#17
x2oniox2 schrieb am 05.09.2020, 21:15 CEST:
Ghostskills schrieb:
+rep für diesen post.

cheaten ist ein problem in cs, wenn man in nem mm oder faceit, von ominösen accounts weggedrückt wird ...okay, passiert is nicht der weltuntergang. was aber sehr wohl ein gefühlter weltuntergang ist, das ist das cheaten in offiziellen ligen. ich möchte garnicht wissen, wieviele leute in 99dmg anhaben und einfach nicht gebannt sind. es ist traurig und es ist ein armutszeugnis...
csgo ist ein absolut gutes spiel (umsonst hab ich nicht über 6k stunden reingesteckt ^^), das problem ist die community... das problem sind die leute, die ums verrecken gewinnen wollen. ich werde nie verstehen, warum man sich nicht einfach hinsetzt, pracct und dadurch besser wird. ne...man muss n 3rd party-tool kaufen weil man eine ... sry für den ausruck... faule dreckssau ist.

#justmy2cents


+1
#18
danyoO schrieb am 05.09.2020, 21:30 CEST:
. schrieb:
Zumindest in den Tiefen von CS:GO lässt es sich prächtig und folgenlos Cheaten. Schlägt der VAC-Bannhammer zu, steht in wenigen Minuten der nächste Spieler-Account zur Verfügung. Freilich wird das Fahrwasser schon deutlich flacher, wenn die Spieler sich in Richtung professionelles Counter-Strike bewegen.


Das Wasser wird vllt. flacher, Leute wie xenn sind ja aber der Beweis, dass du auch in der (semi)pro Szene reinhacken kannst und trotzdem von den Orgas mit Handkuss genommen wirst.
#19
Azalot schrieb am 05.09.2020, 22:30 CEST:
Blitz89 schrieb:
Starker Artikel.

Ich finde man könnte wenn man will das Problem ganz gut lösen sowohl im RL oder auch Online. Jeder der nur 1 Cent bekommt für den Sport den er ausübt müsste man die Personalausweis Nummer oder welche auch immer angeben und wer Cheatet muss sämtliche Preisgelder die Er/Sie gewonnen hat zu 100% zurückzahlen... ich glaube dann würden es sich 99% der Leute 2x überlegen ob sie bescheißen. Dennoch ist es ja auch ein Gesellschaftliches Problem da es ja immer höher, schneller , weiter und besser gehen muss.


seh ich genauso, man könnte auch eine andere art von prime MM etc. machen, man verifiziert seinen acc mitm ausweis (so wie früher halt die ESL Playercard) und wenn man erwischt wird gibts lifeban + anzeige. könnte man auch gleich bei dem ganzen steam acc machen.
#20
pioDE schrieb am 05.09.2020, 22:51 CEST:
Eigentlich als "Charakterfilter" gar nicht so schlecht so ein "vergessener" oder nicht behobener Bug. Einfach immer mal was anbieten und einen Zeit lang so tun als würde sich keiner mehr daran erinnern und mal schauen wer inzwischen so in die Mausefalle geht bzw. die angebotene Möglichkeit zum Betrug ausgenutzt hat.

Solche charakterschwachen Individuen müssen genauso wie andere Cheater auch dauerhaft und medienwirksam aus dem Esport entfernt werden! In CSGO scheint vorallem auch im Profibereich, ein signifikantes Problem bezüglich der Interpretation und Umsetzung von Ethik und Moral zu existieren. Wenn man dem nicht mit aller Härte entgegen tritt, dann geht die Begeisterung für dieses Spiel Stück für Stück weiter verloren und dann wird sicherlich auch das Interesse von zahlungskräftigen Sponsoren zukünftig stark in Mitleidenschaft gezogen.

Doch für viele unbemerkt tun sich derweil schon die nächsten menschlichen Abgründe in CSGO auf!

>>> https://twitter.com/ESIC_Official/status/1301429760858271744/photo/1
#21
Hadesalive schrieb am 05.09.2020, 23:29 CEST:
MarsYoo schrieb:
"Aber Valve erlaubt keine Cheats, Valve programmiert keine Cheats und Valve verkauft keine Cheats. Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Cheats sind verboten. Wer Valve an dieser Stelle als Problem brandmarkt, betreibt eine Schuldumkehr."

Ich lach mich kaputt. Valve profitiert und lebt von den Cheatern. Würde man konsequent dagegen vorgehen (wollen), würde die Anzahl aktiver Spieler um eine Großzahl dezimiert werden. Und dann will man die Community wieder mit irgendeinem Alibi-Trust-Shit-Mode verarschen :D

Zum Glück gibt es Ausweichmöglichkeiten wie faceit und esea, wo man noch halbwegs gescheit zocken kann und wo zielstrebiger gegen Cheater vorgegangen wird. Wer heutzutage noch aktiv mm zockt ist eh lost.


Personalausweisverifikation wie bei Perfect World in China oder in Deutschland bei Highklickers. Thema durch.
#22
markN schrieb am 06.09.2020, 00:17 CEST:
Fakt ist: Valve könnte einfach aktiv, wie Activision hingehen und die Cheat-Entwickler verklagen. Denn was die Cheating-Gemeinde und die Entwickler insbesondere vergessen und was CxCheats (bekannter CoD-Cheat) deswegen die Schließung hervorgebracht hat, war, dass es KLARE! und ich wiederhole es auch noch einmal für SwayZay K L A R E Nutzungsbedingungen seitens der Spieleentwickler gibt. Wer durch unerlaubte Hilfsmittel betrügt, riskiert einen permanenten Spielausschluss. PUNKT! Und Activision ging im Gegensatz zu Valve noch weiter in dieser Hinsicht und stellte Cheat-Software im allgemeinen als Schädlich für ihre eigenen Produkte, sowie als klaren Bruch gegen die Nutzungsbedingungen dar. Und selbst wenn es kein klar definierter Bruch ist, sind Cheat-Entwickler ziemlich schwach auf der Brust, wenn es erstmal heißt, dass sie im Anklagesaal ihrem Schöpfer gegenüber stehen. Denn über gute Anwälte verfügt heut zu Tage jedes Großunternehmen, auch bekannte Spieleentwickler.

Und genau das ist der Punkt. Valve könnte mit Klagen noch und nöcher erreichen, dass Cheat-Entwickler ihre Produkte vom Markt und Netz nehmen und diese nicht mehr gepflegt und verbreitet werden. Genau dies könnte zum Fairplay egal ob jetzt im Matchmaking oder Faceit oder weiß der Geier, was, beitragen und dafür sorgen, dass die Community nicht mehr toxischer und jeder Spieler zum Witchhunter wird. Man könnte zu einem Großteil das Klima innerhalb der Spielerschaft positiv ändern und mehr neue potenzielle Spieler dazu gewinnen.

Aber dieser Alibi-Trusted-Mode, der ABSOLUT NULLKOMMANICHTS bringt, sowie das mittlerweile 20-Jahre alte VAC-AC (selbst mit VACnet) sind ein Schlag ins Gesicht, wenn man sich mal überlegt, wie lange "legit Hacker" z.B. unentdeckt bleiben, bis sie mal gebannt werden. Bis dahin sind ein paar Monate oder im schlimmsten Fall ein Jahr vergangen und der Hacker wird vlt. erst durch Overwatch entlarvt... Sehr tolles System. Und wie der Autor auch bereits erwähnt hat. Ist ein Account weg, steht der nächste in Nullkommanichts nach und die ganze Show geht von vorne los.
#23
chibiribiri schrieb am 06.09.2020, 01:44 CEST:
Fakt ist auch: Klagen haben nachhaltig noch nie etwas bewegt. Das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Der Move von Activision war ein netter Marketing-Gag. Man hat eine Seite vom Netz genommen.
Ich will gar nicht so sehr in die Rechtsmaterie eintauchen, bin kein Jurist: Aber inwiefern die Programmierung von Cheats illegal ist, müsste man erstmal erörtern. Anhand der Nutzungsbestimmungen kann man maximal den User, aber nicht den Entwickler bestrafen.

Sorry. Aber Valve ist hier nicht der böse Bub. Es gibt sicher effektive Methoden (z.B. die Ausweisverifikation). Aber dann sind wir auf einem Level, wo viele dann auch nicht mehr mitspielen würden ;)
#24
flak9r schrieb am 06.09.2020, 01:57 CEST:
markN schrieb:
Fakt ist: Valve könnte einfach aktiv, wie Activision hingehen und die Cheat-Entwickler verklagen.


Das ist nicht so einfach, da die Betreiber zum Großteil nicht dumm sind. Diejenigen die es halbwegs legal aufgezogen haben, wissen genau, im Geltungsbereich welcher Jurisdiktion sie ihr Geschäft betreiben können. Die anderen operieren ohne Firma, Klarnamen und lassen sich mit Kryptowährungen bezahlen.

Warum werden nicht einfach alle Betreiber von Warez-Seiten verklagt?
Oder alle Drogendealer?
Merkste selbst.
#25
Werwolf12 schrieb am 06.09.2020, 04:27 CEST:
Azalot schrieb:
Blitz89 schrieb:
Starker Artikel.

Ich finde man könnte wenn man will das Problem ganz gut lösen sowohl im RL oder auch Online. Jeder der nur 1 Cent bekommt für den Sport den er ausübt müsste man die Personalausweis Nummer oder welche auch immer angeben und wer Cheatet muss sämtliche Preisgelder die Er/Sie gewonnen hat zu 100% zurückzahlen... ich glaube dann würden es sich 99% der Leute 2x überlegen ob sie bescheißen. Dennoch ist es ja auch ein Gesellschaftliches Problem da es ja immer höher, schneller , weiter und besser gehen muss.


seh ich genauso, man könnte auch eine andere art von prime MM etc. machen, man verifiziert seinen acc mitm ausweis (so wie früher halt die ESL Playercard) und wenn man erwischt wird gibts lifeban + anzeige. könnte man auch gleich bei dem ganzen steam acc machen.


so sehe ich es auch und das Spiel müste 50 euro kosten
 
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