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Interview: Im Gespräch mit Rifler von EPIC DUDES10.10.2020, 10:55

Orbit drückt stets aufs Tempo

Manuel 'Orbit' Sailer von den EPIC DUDES spricht mit 99Damage über die bisherige Saison, seinen Werdegang als CS:GO-Spieler und warum er es immer so eilig hat.



Volles Tempo ist eine Maxime im Leben von Manuel Sailer, der als Orbit in Counter-Strike: Global Offensive für Furore sorgt. Manchmal ist das sehr zum Leidwesen seiner Mitspieler, wie er amüsiert im Gespräch mit 99Damage verrät: „Ich habe einen aggressiven Spielstil, deswegen bin ich meinen Mitspielern manchmal etwas zu weit voraus“, sagt er.

Sein schnelles Spiel ist aber nicht gleichbedeutend mit blindlings. Bereits mit 18 Jahren spielt der Österreicher in der Topszene Deutschlands. Wenn es nach ihm geht, soll der Weg immer weiter nach oben gehen. Aktuell gehört Orbit zum Lineup des Aufsteigers EPIC DUDES in der ersten Division der 99Damage Liga. Neuland ist das für ihn nicht, denn in der vergangenen Saison war der Rifler bei TKA aktiv und holte sich die Vizemeisterschaft in der 15. Saison der 99Liga.



Das Teamgefüge bei den EPIC DUDES ist etwas anders strukturiert als bei TKA. Statt eines etatmäßigen Coaches übernimmt Tim 'NoRules' Werner die Rolle des Spielertrainers. Teils ist auch Manager Christopher 'shuny' Zacharias mit hilfreichen Tipps zur Stelle.

Unentschieden im Auftaktmatch

Derzeit stehen die EPIC DUDES auf dem siebten Platz der ersten Division. Das Auftaktmatch gegen SPARX ESPORTS ging unentschieden aus, dann folgte ein Sieg gegen No Limit Gaming. Gegen BIG. OMEN Academy hingegen setzte es eine Niederlage und gegen die Sissi State Punks folgte ein weiteres Unentschieden. Im fünften Spiel unterlagen die EPIC DUDES am Freitag mit 0:2 gegen die Unicorns of Love



Österreich hat einen festen Platz in der DACH-Szene. Erst am vergangenen Sonntag haben sich in der Alpenrepublik die Sissi State Punks gegründet. Die Teams Warkidz und TKA haben sich darin zusammengeschlossen um die heimische CS:GO-Szene vorwärtszubrinbgen. Der Burgenländer Orbit hat dort das Einmaleins von Counter-Strike gelernt.

„Im Team Kaiserschmarrn habe ich erste Erfahrungen gesammelt“, sagt Orbit. Wichtige Impulsgeber aus der österreichischen Szene seien unter anderem Michael 'JAEGERBOMBER' Reich und Raphael 'C3dril' Neuhauser gewesen, die dem damals 16-Jährigen Newcomer hilfreiche Tipps und einen Grundkurs in Taktik gaben. Beispielsweise spielte Orbit mit Jägerbomber zusammen beim Electronic Sports Festival 2018 in Wien. „Das war zwar nicht sonderlich erfolgreich, aber es war eine wichtige Erfahrung für mich.“



Anfang 2019 reichte es mit den Warkidz beim Alpenscene-Event sogar zum zweiten Platz. Neben der spielerischen Erfahrung nahm Orbit die Erkenntnis mit, dass ihn selbst bei Offline-Events keine Nervosität packt. Allerdings schränkt er ein: „Ob das bei richtig großen Turnieren auch der Fall sein würde, kann ich nicht sagen.“

E-Sport bestimmt Alltag

Aufregend ist die Welt von Counter-Strike aber so oder so für Orbit. Neben seinem technischen Beruf bestimmt der E-Sport seinen Alltag, seitdem er 14 Jahre alt ist. Sein Cousin hat ihn mit Counter-Strike von Minecraft und Call of Duty weggelockt. „Irgendwann habe ich dann angefangen, kompetitiv in Fun-Teams zu spielen.“ Bald war Orbit dann auch in der 99Damage Liga zu finden.



Welche Stärken hat Orbit in CS:GO? „Das mechanische Spiel liegt mir absolut. Woran es noch mangelt, sind Clutch-Situationen“. Die Aimstärke und sein aggressiver Spielstil haben Orbit in seiner CS-Karriere jedoch schnell vorangebracht. Doch die Feinjustierung seines Spiels war eine unerlässliche Notwendigkeit.

„In meinem neuen Team EPIC DUDES wurde einmal kräftig auf die Bremse getreten. Im Gegensatz zu TKA, wo ich eine eher freie Rolle hatte, werde ich nun taktischer eingebunden“, sagt Orbit. Ein wildes Drauflos gab es aber schon vorher nicht mehr.

Tägliches Training

Insgesamt werde bei den EPIC DUDES taktisch an den Midrounds und den Afterplant-Situationen gefeilt. "Da haben wir aktuell Schwächen, die wir abstellen wollen", sagt Orbit. Die Saisonziele sind das Erreichen der 99Liga-Playoffs und die Advance ESEA.

Die Beschäftigung mit Counter-Strike nimmt täglich mindestens fünf Stunden ein. "Wir praccen meist von 17 Uhr bis 22 Uhr. Hinzu kommen etliche Officials." Zudem war Orbit vollzeitbeschäftigt in der Ausbildung, die er vor Kurzem abgeschlossen hat.



Als Profi will sich Orbit nicht bezeichnen, aber er hätte nichts dagegen, diesen Weg in Zukunft einzuschlagen: "Wenn man etwas dafür tut, dann wird man belohnt." So richtet sich sein Ehrgeiz aktuell auf die Aufgabe bei den Epic Dudes. Dazu gehört das Studium der CS:GO-Szene: "Ich schaue viele Spiele der nationalen Szene. Wie ist der Aufbau, welche möglichen Schwachstellen gibt es und wie kann man das Gesehene für das eigene Spiel umsetzen."

E-Sport bestimmt Alltag

Die Beobachtung der nationalen Szene hilft Orbit, wenn Matches gegen diese Teams anstehen. Beeindruckt ist er derzeit von der BIG Academy und PENTA, die mit starken Lineups unterwegs sind. Orbits Lieblingsspieler ist mit Benjamin 'blameF' Bremer von Complexity Gaming dann doch in internationalen Gefilden zu finden.

Der 23-jährige Däne mit den dicken Oberarmen ist wie Orbit auf der Rolle des Entry Fraggers beheimatet und kann zudem die Geschäfte des Ingame-Leaders übernehmen. Spiele gegen internationale Team sind dann auch die Zielstellung von Orbit: "Irgendwann in der Mountain Dew League zu spielen, wäre schon cool."

Orbits Freundeskreis schaut ihm regelmäßig zu beim Spielen und manchmal geht es zum Spaß auch gemeinsam auf den Server. Bei diesen Matches muss Orbit auch auf die Bremse treten, falls sie gegeneinander spielen: "Wenn ich da Vollgas gebe, ist das kein Vergnügen für meine Freunde."

Doch es muss nicht immer der PC sein. Zur Abwechslung schwingt sich Orbit auch gerne auf das Mountainbike und kurvt damit im hügeligen Burgenland umher. Nautürlich geht es manchmal auch hier mit ordentlichem Tempo zur Sache.

Screenshot: Alpenscene/twitch.tv/alpenscenetv


Geschrieben von swayzay

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Kommentare


#1
realS3BI schrieb am 10.10.2020, 12:14 CEST:
Guter Artikel!
Sehr interessant!
 

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